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Xenoblade Chronicles - Test Wii




Es gab eine Zeit, eine Zeit, in der die Welt noch in Ordnung war. Süßigkeiten wurden noch in Pfennig bezahlt, Vampire waren noch nicht schwul und japanische Rollenspiele ein Garant für stundenlange Unterhaltung. Das Rollenspielgenre ist variantenreicher denn je, was nicht gleichbedeutend mit ebenso konsequenter Steigerung der Qualität ist. Zu kurz, alles schon hundert Mal gesehen, nervige Features... Und dann? Dann erscheint im Schatten der GamesCom Xenoblade Chronicles...

Kampf der Titanen



… und macht so ziemlich alles richtig. Von vorne bis hinten im Stile der alten Rollenspielschule gehalten, sind es die vielen klugen Details und pfiffigen Kniffe, die Xenoblade so gut machen. Nicht alles ist neu, nicht alles perfekt und mit den beiden Xeno-Teilen für PSX hat es auch nichts gemein, aber dennoch sollte gleich zu Beginn festgehalten werden, dass 'Xenoblade Chronicles'-Fans zu feuchten Träumen verhelfen kann.

Und die beginnen gleich im interaktiven Tutorial-Intro-Mix. Ihr erfahrt von zwei riesigen Titanen, die seit vielen Zeiten im Clinch liegen und sich auf einem Planeten einen Kampf um Leben und Tod liefern.
Der Kampf endet, als sich beide gegenseitig verletzen konnten. Im Zweikampf erstarrt, blieben sie aufrecht stehend auf dem Planeten zurück. Klingt spannend, oder? Ist es, denn der Kampf ist nicht nur für Wii-Verhältnisse relativ ordentlich in Szene gesetzt, sondern ihr erfahrt auch recht bald, dass es sich um „echte“ Titanen handelte.

Die sind nämlich so riesig, dass ihr nicht auf der schnuckeligen Weltenkugel lebt, sondern auf Bionis, einem der beiden Titanen. Hier hat sich eine komplette menschliche Zivilisation entwickelt, samt Städten, Dungeons, Einkaufsläden und was sich sonst noch alles im RPG-Universum findet. Natürlich macht alles nur Sinn, wenn auch ein Feind da ist, auf dem sich sein ganzer Hass kanalisieren lässt. Ein Glück, dass es mit Mechonis noch den zweiten Titanen gibt, auf denen sich eine Roboterzivilisation breit gemacht hat.

Trotz vermeintlich schwacher Hardwarepower können sich die Areale durchaus sehen lassen.



Dass es nicht ganz so einfach ist alles, ist wohl jedem klar. In den gut drei bis vier Dutzend Stunden Spielzeit gibt es viele Cutscenes zu sehen und jede Menge Story, die erlebt werden möchte. Wer kontrolliert die Maschinen? Warum fällt des Öfteren Schrott vom Himmel?
Xenoblade Chronicles
(Cluster: nd01 - Sprache: de)