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Live USB-Sticks

Habe mal ein wenig meine Festplatte durchsucht und bin dabei auf eine etwas ältere Anleitung für Betriebssysteme auf USB-Sticks gestoßen. Da diese Anleitung ansonsten wohl eh irgendwann endgültig verloren gehen würde, veröffentliche ich Sie einfach hier noch einmal.


Hier mal eine kleine Übersicht über einige, von USB-Stick bootbare, Linux-Distributionen und ähnlichem.
Habe es so weit wie es ging nach Aufwand (beginnend mit dem einfachsten) sortiert.

Zuvor jedoch noch einige Anmerkungen zu Betriebssystemen auf USB-Sticks:

  • Es gibt nach wie vor Probleme mit bestimmten USB-Stick <-> Mainboard Konstellationen
  • Die letzte mir bekannte Wiederbeschreibbarkeit (pro Bereich) beläuft sich auf etwa 100k, (kann natürlich mittlerweile, deutlich höher liegen) weshalb meiner Meinung nach ein Betriebssystem auf einem USB-Stick nicht als Permanent System über mehrere Monate verwendet werden kann, da in einem normalen Desktop Betrieb meiner persönlichen Meinung nach diese Minimum-Lebenszeit erreicht werden kann
  • BIOS's wie das von meinem alten Shuttle SB61G2 erkennen USB-Sticks im 'Festplatten Mode' als richtige Festplatte, von daher wenn man keine Einstellung in den Bootreihenfolgen Optionen findet bzw. funktioniert um einen USB-Stick zu booten (z.B. lediglich USB-FDD, USB-ZIP, USB-CDROM wie bei mir) einfach mal das Boot Priority Menu der einzelnen Festplatten überprüfen ob der Stick dort als richtige Festplatte aufgetaucht ist (das Menü für die Festplatten Boot Reihenfolge ist bei meinem netter weise in drei Menüs von den normalen Bootreihenfolgen Einstellungen entfernt. Wogegen Glücklicherweise bei meinem Laptop beide Reihenfolgen Menüs in einer Baumstruktur vereint sind)



0. Allgemeine Programme
1. Kanotix CPX-Mini
2. SLAX/BackTrack
3. Knoppix
4. Windows



0. Allgemeine Programme
HP USB Disk Storage Format Tool
Website: z.B. http://www.wintotal.de/Software/index.php?id=3181
Mit diesem Programm lassen sich unter Windows USB Sticks komfortabler formatieren und z.B. einen MBR darauf schreiben lassen. (Tipp: für z.B. BIOS Updates, eignen sich DOS-USB-Sticks. Einfach bootbar machen und z.B. eine Windows 95 Startdiskette darauf kopieren)



1. Kanotix CPX-Mini
Benötigt: CD-Brenner, CD-Rohling, USB-Stick >=256MB
Website: http://www2.informatik.hu-berlin.de/~bading/cpx-mini/

Kanotix CPX-Mini ist eine wirklich sehr Einsteiger freundliche USB-Disk Distribution, basierend auf einem abgespeckten Kanotix.
Man brennt die Distribution auf CD-ROM und bootet sie wie jede andere Live-CD. Ist der Fluxbox Desktop geladen, kann man auf dem Desktop das USB-Stick Setup mit einem Klick starten. Außer ein paar Sicherheitsabfragen muss man nicht ins Setup eingreifen und alles wird automatisch eingerichtet. (Meiner Meinung nach gut dafür da, um BIOS Einstellungen und USB-Sticks auszuprobieren, da man eine falsche Installation fast ausschließen kann)
Ist der USB-Stick größer als die eigentliche Distribution wird automatisch der Rest für eine zweite Partition auf dem Stick verwendet, welche als /home dient.

Nachteil ist das ein CD-Brenner benötigt wird, was sich aber ggf. durch VMWare und co. umgehen lässt.



2. SLAX/BackTrack
Benötigt: MySlax Creator (http://myslax.bonsonno.org/), Windows
Website: SLAX: http://www.slax.org
BackTrack: http://www.remote-exploit.org/index.php/BackTrack_Downloads

Mit SLAX und MySlax Creator kann man bereits umfangreiche und individuelle Live-USB Sticks erstellen. Einfach eine der SLAX ISO Versionen und den MySlax Creator downloaden und den Creator installieren.
Das Programm ist weitestgehend selbsterklärend, einfach das SLAX ISO mounten und auf USB-Stick installieren. Alternativ kann man dem Wizard weiter folgen und SLAX durch zahlreiche Module erweitern, welche von der SLAX Website heruntergeladen werden können.

BackTrack ist eine Sicherheitsdistribution, welche die gängigsten Sicherheitstools beinhaltet, welche das Herz begehrt um das meiste im Netz auf Sicherheit zu prüfen. (auf das der Entwurf §202c des StGB niemals verabschiedet wird (Anmerkung: Schade das Hoffen nichts gebracht hat))
Die Distribution/Das Derivat basiert auf SLAX, weshalb man oben verlinkten MySlax Creator verwenden kann um Sie auf einen USB-Stick zu installieren.

Hinweis: Wurde z.B. oben genannte Kanotix CPX-Mini installiert, müssen die Linux Partitionen per Hand über die Systemsteuerung -> Verwaltung -> Datenträgerverwaltung unter Windows gelöscht werden und eine neue Partition angelegt werden, weil der MySlax Creator leider kein eigenes Formatierungsprogramm mitbringt und das Windows eigene verwendet. (welches bekanntlich nur FAT32 und NTFS unterstützt und äußerst unkomfortabel ist, weshalb z.B. im MySlax Creator nur eine der beiden Partitionen auf dem USB-Stick gelöscht werden können und neu Partitionierung gar nicht erst möglich ist. Von daher lieber bereits vorher über die Datenträgerverwaltung den USB-Stick vorbereiten)



3. Knoppix
Benötigt: Linux mit GRUB, USB Stick mit >=~750MiB, Knoppix ISO
Website: http://www.knopper.net
Anleitung basiert auf: http://www.knoppix.net/wiki/USB_Based_FAQ

Hat man ein Linux mit GRUB am laufen und einen ein GiB Stick kann man auch das volle CD ISO auf den Stick kopieren. Hierfür sollte der Stick bereits Bootbar sein, wenn dies noch nicht geschehen ist, einen der vorigen Methoden benutzen oder z.B. das Tool von HP benutzen.

Ausgangslage: USB-Stick: /dev/sda, Knoppix Partition: /dev/sda1
Hinweise: Diese Anleitung 'brennt' Knoppix genauso auf den USB-Stick, wie auf eine CD. D.H. es ist genauso Read-Only, als ob man Knoppix von einer CD-ROM geladen hat.

I. Partitionieren und formatieren des Sticks.
Dies geht mit z.B. »cfdisk /dev/sda«, (nach cfdisk mit z.B. mke2fs -j /dev/sda1 noch das Dateisystem erstellen!) gparted, das Partitionstool von SuSE oder ähnlichem.
Laut FAQ sollte man >=5% mehr Stickplatz verwenden, als das Knoppix ISO groß ist. Ich habe z.B. eine 750MiB Ext3 Partion erstellt, und den Rest des Sticks für eine zweite Partition verwendet, damit man dort persönliche Daten lagern kann.

Verwendet man wirklich eine Ext3 Partition sollte man noch »tune2fs -c 0 -i 0 /dev/sda1« anwenden, damit der lästige fsck nicht anläuft.

II. Kopieren der Knoppix Daten auf den Stick
code:
mkdir -p usb-stick/knoppix
mkdir -p usb-stick/stick
# Knoppix ISO mounten / geht natuerlich auch mit einer CD-ROM bei angepasstem Mount befehl
mount -o loop /pfad/zum/knoppix.iso usb-stick/knoppix
# Stick mounten
mount /dev/sda1 usb-stick/stick
# Knoppix rueberkopieren
cp -R usb-stick/knoppix/* usb-stick/stick/
# ISO unmounten
umount usb-stick/knoppix/

III. Grub installieren
code:
# Grub vom aktuellen System auf den Stick schieben
cp -R /boot/grub usb-stick/stick/boot/
# HD0 ist der Stick
echo '(hd0) /dev/sda' ] usb-stick/stick/boot/grub/device.map
# Grub installieren, dauert recht lange vondaher nicht wundern
grub-install --root-directory=usb-stick/stick --no-floppy '(hd0)'
# usb-stick/stick/boot/menu.lst und usb-stick/stick/boot/isolinux/isolinux.cfg mit einem Editor oeffnen

Die menu.lst so umschreiben das sie wie folgt aussieht:
code:
## beginn menu.lst
default 0
timeout 10

title Knoppix
kenel /boot/isolinux/linux [boot parameter]
initrd /boot/isolinux/minirt.gz
boot
## end menu.lst

Die boot Parameter koennen aus der isolinux.cfg entnommen werden. Meine menu.lst (Knoppix 5.1.1) sieht wie folgt aus:
code:
## begin menu.lst
default 0
timeout 1

title Knoppix
kernel /boot/isolinux/linux ramdisk_size=100000 init=/etc/init lang=us apm=power-off vga=791 initrd=minirt.gz nomce loglevel=0 quiet BOOT_IMAGE=knoppix
initrd /boot/isolinux/minirt.gz
boot
## end menu.lst

Stick unmounten und der Stick sollte nun fertig sein.
umount usb-stick/stick/



4. Windows
Benoetigt: Windows, Bart's PE Builder
Website:

Ist insgesamt recht aufwändig und da angeblich Windows, soweit wie ich gehört habe, eh nicht wirklich flexibel als Boot Disk verwendet werden kann, verweise ich einmal auf den Artikel von Netzwelt. (Anmerkung: Ich habe mittlerweile einen Bart's PE USB-Stick und nutze ihn für Tools wie CPU-Z)
http://www.netzwelt.de/news/74014-windows-xp-vom-usbstick-starten.html

geschrieben am 06.08.2007 16:27
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