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The Witcher 2: Assassin of Kings - Test PC




Geralt Riva, der grauhaarige Hexer mit dem betörenden Pferdeschwanz, ist zurück. Und viele Rollenspiel-Fans freuen sich auf den düsteren Fantasy-Mix aus Polen, der, wie schon Teil 1, wieder mit vielen Ideen, viel Gewalt und einer ordentlichen Prise Sex daherkommt. Doch kann das Sequel in die großen Fußstapfen des Überraschungshits treten oder erwartet uns nur ein lauer Aufguss?

Das 'God of War' der Rollenspiele?



Eines machen die Entwickler gleich zu Beginn von 'The Witcher 2' klar: Es handelt sich bei dem Titel zwar um ein Rollenspiel, auf eine gigantisch inszenierte Story a la 'God of War’ müssen wir aber trotzdem nicht verzichten. Und so metzelt sich Geralt bereits im phantastisch inszenierten Prolog in typischer 'The Witcher’-Manier durch Heerscharen von Monstern. Klar, wer zwei Schwerter auf dem Rücken trägt, sollte sie auch benutzen. Sogar einem Drachen geht’s in den ersten Minuten des Spiels an den Kragen. Dabei steht die angenehmen Hektik einer 'Call of Duty’-Inszenierung in nichts nach und sieht sogar noch besser aus. Unverschämt für ein Rollenspiel. Eigentlich.

Aber Geralt schert sich sowieso nicht um Konventionen, weshalb er sich auch skrupellos durch die drei Akte des Spiels knüppelt, Monster und unliebsame Menschen vernichtet, Frauen verführt und überhaupt immer seinen Kopf durchsetzt. Das allerdings alles nicht ohne Charme. Primärziel in den rund 25 Stunden Spielzeit ist zunächst die Verfolgung eines Glatzköpfigen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Monarchen um die Ecke zu bringen. Die Story verwirrt zu Beginn ein wenig, nimmt aber im zweiten Fünftel des Spiels dramatisch an Fahrt auf und lässt erst wieder gegen Ende in ihrer Spannung nach. Dann allerdings dramatisch. Denn was die Polen von CD Projekt in den ersten zwanzig Stunden des Spiels an wendungsreicher, spannender und überraschender Story bieten, kommt im gerade einmal dreistündigen Schlussakt rund um eine kleine Ruinenstadt fast vollständig zum erliegen. Das vorher reiche Angebot von Haupt- und Nebenquests, das sich auch durch viel Abwechslungsreichtum und kurze Wege auszeichnen konnte, sucht man plötzlich vergebens.

Die Geschichte wirkt in den ersten Minuten etwas verwirrend, fährt aber schnell schwere Geschütze auf und wird mit der Zeit nicht nur klarer, sondern immer spannender.

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