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TERA - Spezial PC




Online-Rollenspiele sind ein heißes Eisen. Als Redakteur hat man nie die Möglichkeit, wirklich alles von der Welt zu sehen, mit jeder Rasse und jeder Klasse ins Endgame einzusteigen und jede Communityfunktion zu testen. Außerdem sind Reviews, wie dieses, meist nur eine Momentaufnahme. Ein MMORPG lebt ja gerade von seiner Fangemeinde und von der Entwicklung sowohl des Gameplays als auch des Inhalts und der Geschichte. Insofern stellt also auch unser Test zum koreanischen Kassenschlager 'Tera', das es hier im Westen mutig mit einem monatlichen Bezahlsystem versucht, trotz langer Spieldauer nur einen Querschnitt dar, unsere Erfahrungen mit dem Spiel.

Natürlich berichten wir von den elementarsten Bestandteilen des Spiels, von den Völkern und deren Fähigkeiten und Fertigkeiten, von der Technik, von der Geschichte und dem Gameplay. Trotzdem ist und bleibt es eine Momentaufnahme, die wir nicht mit einer Wertung versehen werden, sondern lediglich mit dem Blick in die Zukunft und einer entsprechenden wörtlichen Empfehlung.

Von der Notwendigkeit der Unterscheidung



Im Online-Rollenspiel-Genre geht es längst nicht mehr darum, von den Besten zu lernen. Das einstmals herausragende Spiel 'World of WarCraft' kann zwar immernoch auf eine mehr als nur stattliche Zahl von Abonnenten schielen, besetzt den Markt aber beinahe zur Gänze und verliert durch sein antiquiertes und entwicklungsarmes Gameplay mehr und mehr an Zuspruch.
Wer heute noch danach trachtet, so wie der Genrekrösus zu sein, wird schnell gefressen. Das haben viele Projekte der letzten Jahre eindeutig bewiesen. 'Tera' versucht glücklicherweise tatsächlich einen anderen Weg zu gehen. Zwar nicht in allen Punkten, aber immerhin im wichtigsten: Dem Kampfsystem. Das langweilige Tastengeklicke, das sich in den etablierten MMORPGs ständig wiederholt, und das man doch kaum beeinflussen kann, weil alles über Cooldown-Zeiten, Werteboni und festgelegten Damage geregelt ist, entfällt in 'Tera' weitestgehend.

Man macht sich zwar trotzdem mit Waffen und Zaubern an den zahllosen Mobs zu schaffen, muss dabei aber genau Zielen, darf selbst Ausweichen und im richtigen Moment Blocken. Kurz gesagt, 'Tera' bietet das Kampfsystem eines Action-Rollenspiels und das sorgt dafür, dass das Gehirn des Spielers eben nicht nach dem ersten Kampf in den Standby-Modus fährt, sondern immer hellwach bleibt.

Das Ganze lässt sich dann auch noch so eingängig und simpel bedienen, dass man 'Tera' sogar mit dem Controller spielen kann. Das muss man sich bei 'World of WarCraft' einmal vorstellen! Der zweite große Pluspunkt des Spiels, der 'Tera' vom Rest des Genres unterscheidet, ist die Optik. Die genutzte Unreal 3-Engine zaubert eine kunterbunte Pracht auf den Bildschirm, die in diesem Genre lange ihresgleichen suchen wird.

Wallende Busen, kurze Röcke und sichtbare Slips: Die Heldinnen aus 'Tera' sind mit Sicherheit nicht der Fantasie einer Frau entsprungen.

 
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