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Tempel des Elementaren Bösen - Test PC


Greyhawk – die älteste D&D-Welt - hat nun endlich den Sprung hin zu einem Computer-Rollenspiel geschafft. Ob die 1:1-Umsetzung des uralten Pen&Paper-Abenteurers „Temple of Elemental Evil“ den Flair und die Spannungen erhalten konnte, könnt ihr in unserer Review lesen. Die Flaeness, ein riesiger Kontinent mit Dutzenden kleiner und größerer Staaten, droht alsbald in einem alles vernichtenden Krieg zu versinken. Eine Gruppe düsterer und nicht gerade netter Priester und Magier nämlich ist gerade dabei, in einem gut versteckten Tempel, der allgemein nur als der Tempel des Elementaren Bösen bekannt ist, das Ende der Welt herbei zu beten. Logisch, dass unsereins dem Ganzen nicht tatenlos zusehen kann. Also Sachen gepackt, Schwerter geschärft und ab in die dunklen Gefilde der bedrohlichen Kerker und unterirdischen Tempelanlagen. Und auch zwei Götter empfinden urplötzlich ein gewisses Interesse an der ganzen Angelegenheit. Nun denn, Kameraden, auf in den Kampf. Wer bislang nur (A)D&D-PC-Rollenspiele vom Schlage eines Baldurs Gate, Icewind Dale oder Neverwinter Nights gespielt hat, wird sich fragen, wo denn Greyhawk in den Reichen zu finden sein könnte.

Antwort: Gar nicht. Denn Greyhawk ist, genauso wie die Vergessenen Reiche, eine eigenständige Rollenspielwelt mit eigener Geschichte und komplett anderer Götterwelt. Greyhawk ist sogar die mit Abstand älteste Welt, die es für das D&D-Rollenspiel-Setting gibt. Das nun versoftete Abenteuer namens „Tempel des Elementaren Bösen“ (kurz: TdEB) ist bereits als so genanntes Rollenspiel-Modul 1985 erschienen und gilt für viele alteingesessene Rollenspieler als eines der komplexesten und kampfwütigsten Abenteuer schlechthin. Wie jedes vernünftige Rollenspiel bedarf es eines Regelwerkes, damit das Spiel überhaupt funktioniert. Um es kurz zu machen: Die Macher von TdEB, Troika Games entschieden sich, auf die nagelneu überarbeiteten Regeln des Dungeons&Dragons-Regelwerkes in der Version 3.5 zurückzugreifen, das im Vergleich zu den älteren D&D 3.0 und AD&D-Regeln speziell im Kampf viel komplexere Möglichkeiten für den Spieler bietet. Während sich Profis vor Freude die Hände reiben, werden absolute Anfänger von der Komplexität schier erschlagen, dazu später jedoch mehr.

Es wäre wohl kaum ein Rollenspiel, wenn es keine Charaktergenerierung gäbe. Faule Zeitgenossen und Anfänger können hierzu einfach auf vorgefertigte Charaktere zurückgreifen, während Freunde von Würfelorgien und Experimenten auf die manuelle Charaktererschaffung zurückgreifen werden. Wie schon erwähnt: das D&D 3.5-Regelwerk ist recht komplex und liegt nicht wie bei Icewind Dale 2 und Neverwinter Nights in kastrierter Form vor. Daher sollte man das Handbuch immer zur Hand haben, wenn man seine Attribute, Fertigkeiten und Talente auf seinen Charakter, der aus sieben spielbaren Völker – Menschen, Elfen, Zwerge etc – stammen kann und die elf wählbaren Berufe – vom Barbar bis hin zum Waldläufer – zu erlernen vermag. Besonders wichtig und später auch spielrelevant ist die Wahl der Gesinnung, die von Rechtschaffen Gut bis Chaotisch Böse variieren kann.
Temple of Elemental Evil
(Cluster: web3 - Sprache: de)