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Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls - Kurztest Wii


Publisher: THQ Entwickler: THQ USK: 6 Jahre
Genre: Action Release: 30.10.2008 Mehr Informationen
Wii

Spieltiefe

5 Punkte

Bedienung

6 Punkte

Grafik

4 Punkte

Sound

3 Punkte

Einstieg

6 Punkte

Multiplayer

0 Punkte

Spieltiefe

08/15 in Perfektion


viele verschiedene Minispiele
immer mehr Juju-Mächte im Laufe des Spiels
große Levels…
… die aber relativ schnell eintönig werden.
Niveau der Story schmerzt vor Dummheit und dumpfen Ideen
… die aber relativ schnell eintönig werden.
Niveau der Story schmerzt vor Dummheit und dumpfen Ideen
Nach zwei Jahren Pause nun also ein neuer Versuch auf der Wii: Mit diesem Jump’n’Run präsentiert THQ einen weiteren Teil der Tak-Reihe. Es gilt einige böse Giganten in einen Kristall zu verbannen. Dafür erklimmt man die Ungetüme, ganz wie in „Shadow of the Collossus“, und verzaubert sie mit Taks Juju-Magie. Von der Furz- bis zur Emmentaler-Attacke seid ihr gut gerüstet und springt über Klippen, hangelt euch an Lianen entlang und kloppt euch mit Bösewichten um neue Abschnitte der Levels freizuschalten. Zwischendurch lockern simple Minispiele das angestaubte Spielprinzip auf, denn über die etwa vier Spielstunden gestaltet sich das Ganze doch recht eintönig, da sich die vielen kleinen Rätsel ständig wiederholen. Kinder mag das Spiel gut unterhalten. Mit einer Konkurrenz wie Super Mario Galaxy kann „Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls“ nicht annähernd mithalten.

Bedienung

Schnell verinnerlicht


absolut einwandfreie Steuerung per Wiimote und Nunchuk bei den Minispielen
Nette Lightgun-Abschnitte
Kamera ist mangels Justiermöglichkeiten ein Krampf
Keinen Grund zum Meckern gibt die tadellos funktionierende Steuerung. Die waghalsigen Manöver in luftiger Höhe gehen leicht von der Hand. Grundsätzlich nutzt Ihr in den Plattform-Levels ganz traditionell die Buttons, ohne in ein wildes Gefuchtel zu verfallen. Lediglich die rar gesäten Rätsel fordern das Nachamen einer Kurbel. In einer einmaligen Fahrzeugsequenz dürft Ihr ganz wie in einem Lightgun-Shooter Juju-Magie auf eure Gegner schleudern. So anspruchslos die Steuerung ist, umso ärgerlicher verhält sich die Kamera. Unbeeinflussbar und häufig im schlechten Winkel zum Geschehen, springt unser Dschungeljunge all zu gerne in die Tiefe. Wäre ja auch gelacht, wenn man einfach so ohne Schwierigkeiten durch das Spiel rennen könnte…

Grafik

Optik aus der Mottenkiste


abwechslungsreiches Leveldesign
nette Effekte bei Spezialattacken
optisch hat sich seit dem ersten Teil auf dem Gamecube nichts mehr getan
veraltete Animationen
grafisch im Prinzip 1:1-Umsetzung der PS2-Version, zudem fehlt 16:9-Modus
unscharfe Texturen
Grafisch ist Taks neues Abenteuer irgendwo im Jahr 2003 stecken geblieben. Die Hardware der Wii mag zwar nicht die stärkste sein, aber sie würde dennoch viel mehr Power hergeben THQ hier unter Beweis stellt. Schöne Texturen sucht ihr vergebens und grobe Hintergründe lassen lediglich erahnen was sich wohl Jenseits der Levels verbirgt. Stattdessen reicht es gerade einmal für den läppischen 4:3-Modus und eine ruckelfreie Darstellung. Enttäuschend sind auch die Animationen der Charaktere. Beim Sprechen schneiden sie regelrecht Grimassen und die zwei bis drei Rendersequenzen im Stile der Zeichentrickserie können kaum für die hölzernen Bewegungen entschädigen. Was hier dargeboten wird, ist schon eher peinlich. Wenigstens sind die Levels schön abwechslungsreich gestaltet. Nach dem Dschungel als Einstiegslevel erklimmt der Schamane nach und nach vier verschiedene Kolosse. Sie behandeln die vier Themen „Lumpen“, „Schleim“, „Käse“ und „Stinken“. Die Entwickler scheinen einen Faible für Müll zu haben… Auf dem Kopf der Giganten angekommen, entbrennt ein bitterer Kampf, der optisch genauso wenig hermacht wie die restlichen Levels. Eine 180Grad-Wende hat wohl auch kaum jemand erwartet.

Sound

Bitte leiser drehen


Originalsprecher aus der Serie „Tak und die Macht des Juju“
passende Musikuntermalung...
…die aber nach kürzester Zeit auf die Nerven geht
penetrant störende Sprachsamples alle zehn Sekunden
Einen ohrwurmträchtigen Sound, wie in so manch anderen Jump’n’Runs bietet THQ euch hier nicht. Die Songs passen zwar immer zum Level, wirken aber auch reichlich austauschbar und die Tatsache, dass alle paar Meter ein Spruch von Tak getriggert wird, der mal mehr, mal weniger zu den Umständen passt, veranlasst den Spieler schnell dazu in das Optionsmenü zu wechseln und den Sound auszuschalten. Verübeln kann man es niemandem, denn die zig Sprachsamples sind überhaupt nicht lustig und wiederholen sich häufiger. Beinharte Fans mögen dem Geschwätz aber sicher lauschen, denn die Sprecher aus der Serie sind hier mit an Board des sinkenden Schiffes geholt worden.

Einstieg

Alles locker


gute Hilfstexte jederzeit zuschaltbar
anfangs seichter Schwierigkeitsgrad
Respawnen des Hauptcharakters nach jedem Ableben…
… aber dadurch nicht einmal für Einsteiger fordernd
blutige Anfänger sind mit der Kamera überfordert
Völlig unerfahrene Spieler werden bei „Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls“ stets an die Hand genommen, und das von der ersten bis zur letzten Minute. Die Hilfstexte kann man optional deaktivieren, da ansonsten sogar die Lösung der Rätsel vorweggenommen wird. Der Schwierigkeitsgrad ist dermaßen niedrig gehalten, weil der Dschungelboy nie stirbt, sondern lediglich an Ort und Stelle respawnt. Egal ob es Euch in einen Abgrund verschlägt oder einfach eine Attacke vom feindlichen Gesindel unglücklich trifft, Folgen hat es keine. Die Gegner sind ohnehin so dumm, dass sie lieber vor Tak stehen bleiben und Löcher in die Luft starren, bevor sie angreifen. Nach zwei Schlägen mit dem Zauberstab gehören sie dann der Geschichte an.

Fazit von Julia Bitu

Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls hätte wirklich deutlich besser ausfallen können. Ich persönlich bin Fan von Jump’n’Runs, aber dieses Werk ist dermaßen uninspiriert und lieblos dahin geklatscht worden, dass wenig Freude aufkommen mag. Die Grafik ist bestenfalls Durchschnitt, die Musik nervt und frustige Stellen wegen der bockigen unkontrollierbaren Kamera bekommt man gratis oben drauf. Nach vier Stunden ist der Spuk dann (Gott sei Dank) auch schon wieder vorbei und die völlig bekloppte Story um Müllgiganten und Konsorten findet ihr Ende. Danach motivieren höchstens die wenigen unterhaltsamen Minispiele noch, die Disc wieder in den Slot zu schieben. In einer Mehrspielerpartie macht der Titel kurzzeitig nämlich sogar Spaß.

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