Sleeping Dogs - Test 

Bald wird 'Sleeping Dogs' in den deutschen Händlerregalen stehen. Führt man sich die Entwicklungsgeschichte des Titels aus dem Hause Square-Enix vor Augen, kann man erahnen, um welch ein Wunder es sich bei dieser einfachen Feststellung handelt. Eigentlich war 'Sleeping Dogs' nämlich unter dem Titel 'Black Lotus' in Entwicklung, bevor es einige Zeit später unter dem Namen 'True Crime: Hong Kong', der dritte Ableger der umstrittenen 'GTA'-Klon-Serie von Activision, erscheinen sollte. Doch Verzögerungen und hohe Kosten sowie das zweifelhafte Prestige der Reihe bewogen Activision zwei Jahre nach der Ankündigung dazu, das ganze Projekt einzustellen.
Was nach einem undankbaren Ende für das Spiel aussah, wurde letztlich seine Rettung: Sechs Monate später erwarb ein anderer Publishergigant, Square-Enix, die Rechte an dem Titel und übergab ihn den Händen der United Front Studios, die daraus letztlich 'Sleeping Dogs' erschufen. Der erneute Namenswechsel ist offiziell übrigens in der Tatsache begründet, dass Square-Enix die Namensrechte der 'True Crime'-Serie einfach zu teuer waren. Vielleicht wollte man aber auch die Vergangenheit ruhen lassen.
Willkommen in Asien
Nichtsdestotrotz dürfte eine Menge 'True Crime' in 'Sleeping Dogs' stecken, was zunächst einmal nicht besonders freudig stimmt. Die Franchise hatte allerdings durchaus gute Ansätze, die sie nur nie so recht zu entwickeln wusste. Die Frage ist, ob die Mannen der United Front Studios eine bessere Umsetzung liefern können. Doch beginnen wir ganz von vor. Wir schlüpfen in die Rolle von Wei Shen, einem amerikanischen Chinesen oder chinesischen Amerikaner, wie ihr wollt. Shen hatte nicht die leichteste Kindheit. In den Slums von Hong Kong aufgewachsen, kämpfte er sich bis nach Amerika durch, um dort, abseits alter Freunde und Feinde ein neues Leben bei der Polizei zu beginnen. Doch seine Vergangenheit holt ihn ein und er kehrt zu Beginn des Spiels als Undercovercop zurück in seine Heimatstadt. Dort soll er die Triaden der Sun On Yee, übrigens von der real existierenden kriminellen Vereinigung Sun Yee On abgleitet, infiltrieren, unterwandern und zerschlagen. Zunächst einmal heißt es klein anfangen.






