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Sacred 3 - First Facts Xbox 360




Vier Jahre nach 'Diablo II' gab ein deutscher Entwickler den Spielern, wonach es ihnen damals dürstete: Nachschub in Sachen Hack & Slay. Hatte Blizzards Höllenabenteuer den Weg für das noch junge Genre verbreitert, so beschritt 'Sacred' diesen 2004 mit festem Schuhwerk und konnte sogar eigene Akzente setzen. Eine weitestgehend offene, detail- und abwechslungsreiche Spielwelt, sechs Spielklassen und die bald einsetzende Itemsucht sorgten für tolle Verkaufszahlen und eine große Anhängerschaft. Nach einer holprigen Entwicklungszeit folgten der von vielen Fans deutlich schlechter bewertete Nachfolger, eine Erweiterung und schließlich das Aus für Entwickler Ascaron.

Ein schwarzer Tag für die deutsche Entwicklerbranche und natürlich auch alle 'Sacred'-Liebhaber. Das Koch Media-Label Deep Silver sah jedoch Potential in der Marke, kaufte sie Ascaron ab und kündigte vor ziemlich genau drei Jahren an: Der dritte Teil kommt! Seitdem ist viel Sand durch die Enge der Uhr geronnen. Wir warfen auf der Gamscom in Köln vor wenigen Tagen unseren Blick den dritten Besuch in Ancaria.

Weite Welt ade



Wer meint, 'Sacred 3' versuche weitestgehend im Fahrwasser von 'Diablo 3' oder 'Torchlight 2' zu schwimmen, muss sich eines Besseren belehren lassen – so wie wir.
Was wir bei Deep Silver gesehen haben, hinterließ auf den ersten Blick eher den Eindruck eines 'Lara Croft and the Guardian of Light' in Ancaria und zeigte zunächst auffallend wenig Gemeinsamkeiten mit den Wurzeln der Reihe. Grund: In den Vorgängern hätten Spieler bis zu 90 Prozent der Spielzeit mit Laufwegen verbracht, erklären uns die Entwickler. Zudem habe sich die Welt trotz der unterschiedlichen Orte und vielen Quests nie wirklich üppig und lebendig angefühlt, weshalb man Spieler nun schneller zur Action bringen will. Sprich: frei begehbare, offene Welt raus! Stattdessen fanden wir uns in Dungeons wieder, die wie spielbare Kapitel linear aneinandergeklatscht werden.

In denen sollt ihr euch weiter umschauen oder strikt den Hauptweg entlangspazieren können. Wer nach links und rechts blickt, trifft auf unterschiedliche Verstecke und soll ganze Ketten von Ereignissen in Gang bringen, die man ansonsten nicht zu Gesicht bekommt. Im unterirdischen Bauch einer riesigen Festung laufen die Entwickler in der Demo beispielsweise an einer monströsen Maschine entlang, deren Zweck sich uns nicht erschließt. Wird ein Schalter in der Nähe betätigt, strömt auf einmal Energie aus dem Ding, welche die versteinerten Statuten um uns herum zum Leben erweckt. Mist, die greifen jetzt fröhlich an. Dank derartiger Events und Nebenquests, die wiederum neue Aufgaben freischalten können, sollen die räumlich beschränkten Kapitel trotz ihrer Begrenzungen zum Explorieren einladen. Ob das gut geht, können wir noch nicht beurteilen.

Der Berserker stürmt nach vorne und zerdeppert dabei Teiler der Holzbrüstung.

Sacred 3
(Cluster: nd32 - Sprache: de)