Runaway - Test 


Immer wieder werden Adventure als tot gebrandmarkt. Nur weil nicht derart viele durschnittliche Titel, wie z.B. im Shooter- oder Echtzeitstrategiegenre, erscheinen. Kurz danach bekommen die Pessimisten aber meist einen Schlag ins Geschicht und eine Perle, wie Syberia, erscheint. Den nächsten Schlag gibt es von Seiten des Publishers dtp. Diese haben nämlich Runaway, welches von den Pendulo-Studios entwickelt wurde, vertont und in Deutsch auf den Markt gebracht.
Schöne Frauen bringen nur Ärger
So oder so ähnlich ist es doch immer wieder. Das muß auch unser Held Brian Basco erfahren. Gerade erst um die Möglichkeit eines Doktorandenplatzes an der Berkeley-Universität reicher, rennt ihm die schöne Gina Timmins vor das Auto. Ihren Aussagen nach wurde gerade ihr Vater von der Mafia erschossen und ist sie jetzt selber in Gefahr. Was tut ein Gentlemen also? Er bringt die hübsche Frau ins Krankenhaus, um sie zu retten. Und schon ist Brian mitten in einem Abenteuer mit Gangstern, indianischen Rhyten und ... nein mehr verraten wir nicht, denn wenn Hintergrundgeschichte auch zuerst relativ einfallslos wirkt, erwarten einem doch noch einige Wendungen. Die Geschichte wird dem Spieler, der das gesamte Spiel über Brian steuert, aus einer Rückblende erzählt, d.h. Brian erinnert sich an sein Abenteuer.
Es lebe Monkey Island?
Nicht wirklich, aber ein klassisches Point&Click-Adventure, wie Monkey Island oder das vor kurzem erschienene Syberia, ist auch Runaway. Jedes der 6 Kapitel besteht aus einer bestimmten Zahl Räume oder Gegenständen, die meist wenige Bildschirme groß sind. Die Aufgabe des Spielers, also Brian: um eine bestimmte Aufgabe zu lösen, sind meist Gegenstände nötig, die irgendwo im selben Kapitel zu finden sind, von anderen Charakteren zu erhalten sind oder aus verschiedenen Dingen zusammengesetzt werden müssen. Was sich zuerst relativ einfach anhört, kann in Runaway durchaus kompliziert werden. Die benutzbaren Gegenstände sind teilweise sehr gut in der gezeichneten Spielgrafik versteckt. Wenn auch der Mauscursor kontextsensitiv ist, kann das Suchen stellenweise nervig sein.
Die meisten Rätsel in Runaway sind aber durchaus fair,logisch und passen auch zur Hintergrundgeschichte. Ärgerlich sind hingegen einige Designfehler. So ist das Spiel extrem linear. Dies betrifft nicht nur auf die Hintergrundgeschichte selbst zu, sondern auch auf das Lösen der Rätsel.
Während noch verständlich ist, dass einige Gesprächsoptionen bei Nichtspielercharakteren erst vorhanden sind, wenn Brian bestimmte Informationen hat oder Probleme lösen muß, so es ist es einfach frustrierend, wenn z.B. drei verschiedene Gegenstände nur auf eine Weise kombinierbar sind oder ein korrekt eingegebener Code bei einem Sicherheitsschloss erst funktioniert, wenn das Rätsel auf die von den Entwicklern angedachte Weise gelöst wird. Es gibt nicht eine Alternativlösung für ein Rätsel. Hinzu kommen einige seltsame Rätsel, um an bestimmte Gegenstände zu kommen oder das fünfmalige Wiederholen einer langwierigen Aktion.
Wir wollen aber absichtlich nicht zu viel verraten, um den Spielspaß nicht zu nehmen. Runaway lebt, wie alle Adventure, von den Rätseln und der Hintergrundgeschichte. Während das Spiel selber für Fortgeschrittene in ca. 15 Stunden lösbar ist, können gerade Anfänger an einigen Stellen verzweifeln oder auf das Lösungsbuch angewiesen sein. Da die Rätsel aber auch sehr abwechslungsreich sind, werden beide Gruppen einiges an Spaß beim Knobeln haben.
Alles tue ich nicht vor Publikum!
So eine Aussage von Brian beim Benutzen einer Toilette. Die wirklich zahlreichen Dialoge von Runaway wurden mit professionellen Sprechern vertont. Die Texte sind witzig, stellenweise wunderbar ironisch und gekonnt gesprochen. Auch wird Musik und andere Effekte perfekt eingeblendet. Schon das Anschauen des Intro mit dem wunderschönen Soundtrack läßt erkennen, dass hier extrem professionell von Seiten dtp gearbeitet wurde. Die Stimmung der Charaktere, der Tonfall und die aktuelle Situation wird gut eingefangen. Die Musik ist passend zum jeweiligen Szenario und kann fast durchweg überzeugen. Gerade auch einige der witzig designten Charaktere, wie drei Schwule mitten in der Wüste, wissen zu überzeugen. Leider kann man sich nicht derart gut mit den Hauptcharakteren identifizieren, wie dies bei Syberia der Fall war, da vor allem damit brillierte, dass sich der Charakter des Hauptcharakters über das Spiel hinweg änderte.
Reich' mir mal den Malstift
Der gleiche postive Eindruck setzt sich bei den gemalten Grafiken fort, die allesamt einen gewissen Comiccharme versprühen. Die Hintergrundgrafiken sind vielfältig und die Animationen butterweich. Allerdings ist auch in Runaway die Welt "tot". Leider gibt es außer den Charakteren, mit denen man interagiert, keine Lebenwesen, wie Tiere oder anderen Menschen. Trotz des guten Aussehens der 2D-Welt, ist die Grafik auch auf kleineren Rechenknechten spielbar.


Negativpunkt bei der Technik sind leider die Videos. Trotz eines Umfanges von 3 CD's sind die Zwischensequenzen stellenweise sehr pixelig. Zwar sind die Animationen trotzdem noch gut gelungen bringen die Geschichte gut vorran, es ist aber ein deutlicher Unterschied zur Spielgrafik erkennbar. Eigentlich schade, trübt es doch den ansonsten extrem postiven Eindruck von der Technik ein wenig.
Die Grafik schafft es trotzdem eine gute Atmosphäre zu vermitteln und Spaß am Weiterspielen zu haben.
Reich mir mal nen Joystick?
Auch die Steuerung ist gelungen. Ingesamt gibt es mit Sprechen, Benutzen und Anschauen nur drei ausführbare Aktionen. Hinzu kommt das ständig aufrufbare und übersichtliche Inventar, welches sich mit Click&Drag bedienne läßt. Alles ist sehr intuitiv verwirklicht.
Zwar sind die anlegbaren Speicherstände kaum nötig, denn Brian kann nicht sterben, dennoch erfüllen sie ihren Zweck, denn das Spiel kann unterbrochen werden und man riskiert nicht eine Zwischensequenz, die nicht übersprungen werden kann, zweimal sehen zu müssen.
Alles tue ich nicht vor Publikum!
So eine Aussage von Brian beim Benutzen einer Toilette. Die wirklich zahlreichen Dialoge von Runaway wurden mit professionellen Sprechern vertont. Die Texte sind witzig, stellenweise wunderbar ironisch und gekonnt gesprochen. Auch wird Musik und andere Effekte perfekt eingeblendet. Schon das Anschauen des Intro mit dem wunderschönen Soundtrack läßt erkennen, dass hier extrem professionell von Seiten dtp gearbeitet wurde. Die Stimmung der Charaktere, der Tonfall und die aktuelle Situation wird gut eingefangen. Die Musik ist passend zum jeweiligen Szenario und kann fast durchweg überzeugen. Gerade auch einige der witzig designten Charaktere, wie drei Schwule mitten in der Wüste, wissen zu überzeugen. Leider kann man sich nicht derart gut mit den Hauptcharakteren identifizieren, wie dies bei Syberia der Fall war, da vor allem damit brillierte, dass sich der Charakter des Hauptcharakters über das Spiel hinweg änderte.
Reich' mir mal den Malstift
Der gleiche postive Eindruck setzt sich bei den gemalten Grafiken fort, die allesamt einen gewissen Comiccharme versprühen. Die Hintergrundgrafiken sind vielfältig und die Animationen butterweich. Allerdings ist auch in Runaway die Welt "tot". Leider gibt es außer den Charakteren, mit denen man interagiert, keine Lebenwesen, wie Tiere oder anderen Menschen. Trotz des guten Aussehens der 2D-Welt, ist die Grafik auch auf kleineren Rechenknechten spielbar.


Negativpunkt bei der Technik sind leider die Videos. Trotz eines Umfanges von 3 CD's sind die Zwischensequenzen stellenweise sehr pixelig. Zwar sind die Animationen trotzdem noch gut gelungen bringen die Geschichte gut vorran, es ist aber ein deutlicher Unterschied zur Spielgrafik erkennbar. Eigentlich schade, trübt es doch den ansonsten extrem postiven Eindruck von der Technik ein wenig.
Die Grafik schafft es trotzdem eine gute Atmosphäre zu vermitteln und Spaß am Weiterspielen zu haben.
Reich mir mal nen Joystick?
Auch die Steuerung ist gelungen. Ingesamt gibt es mit Sprechen, Benutzen und Anschauen nur drei ausführbare Aktionen. Hinzu kommt das ständig aufrufbare und übersichtliche Inventar, welches sich mit Click&Drag bedienne läßt. Alles ist sehr intuitiv verwirklicht.
Zwar sind die anlegbaren Speicherstände kaum nötig, denn Brian kann nicht sterben, dennoch erfüllen sie ihren Zweck, denn das Spiel kann unterbrochen werden und man riskiert nicht eine Zwischensequenz, die nicht übersprungen werden kann, zweimal sehen zu müssen.



