Pro Evolution Soccer 2012 - Test 

Die 'Pro Evolution Soccer'-Reihe verspielte in den vergangenen Jahren den sicher geglaubten Vorsprung die Genrekrone der Fussballsimulationen betreffend an die Konkurrenz aus dem Hause Electronic Arts. Es war ein schleichender Prozess, der aus dem arcadelastigen ’FIFA’ und dem realistischen 'Pro Evolution Soccer' Gegner auf Augenhöhe machte, bis die EA-Simulation in den letzten beiden Varianten die japanische Interpretation des schönen Rasensports in Sachen Gameplay, Spaßfaktor und Realismus in den Schatten stellte. Nach unseren sehr kritischen ersten Eindrücken legen wir heute den Test zur neusten Version, 'Pro Evolution Soccer 2012', nach. Und wir müssen zugeben, dass wir uns in Seabass und Kollegen getäuscht haben. Warum, klärt der Test.
Zurück zu alter Stärke
Kaum ein Genre begeistert die Redaktion so sehr, wie das der Fussballsimulationen. Doch in den letzten Jahren nahm die Spielfreude deutlich ab. Wer bisher auf realistisches Rasenschach stand, musste plötzlich eher zur ’FIFA’- Reihe greifen, ohne dass der EA-Spross die Erwartungen in dieser Hinsicht erfüllen konnte.
'Pro Evolution Soccer' hatte plötzlich auch in Sachen Gameplay das Nachsehen, von der besseren Präsentation, der viel umfassenderen Lizenz und dem deutlich besseren Onlineplay des Konkurrenten ganz zu schweigen. Immer wieder machte man den Spielern vor dem Release einer neuen 'Pro Evolution Soccer'-Version große Versprechung. Und jedes Mal wurden diese wenig befriedigend umgesetzt. Ein Beispiel ist die vergrößerte Passfreiheit in 'Pro Evolution Soccer 2011'. Das Feature spielt sich zu Beginn recht cool, wird aber immer häufiger zu Plage, wenn das Spiel Eingaben anders interpretiert, als der Spieler sie gemeint hat und sorgt so für Frust. Seabass und seine Mannen haben die angekündigten Features in der Vergangenheit nur selten zu Ende gedacht und die Nachteile meist nicht ausreichend berücksichtigt. Ebenso konnten nur die wenigsten Neuerungen, die Modi betreffend, überzeugen.

Auch die Champions League- und Europa League-Modi stellten sich wegen fehlender Lizenzen der teilnehmenden Mannschaften als wenig sinnvoll heraus. Hinzu kam der immer noch sehr schwache Netzcode, der das Onlineplay stark beeinträchtigte.

Die Animationen und Bewegungsabläufe der Spieler sind hervorragend gelungen. Nie sah virtueller Fussball realistischer aus.
Auch die Champions League- und Europa League-Modi stellten sich wegen fehlender Lizenzen der teilnehmenden Mannschaften als wenig sinnvoll heraus. Hinzu kam der immer noch sehr schwache Netzcode, der das Onlineplay stark beeinträchtigte.



