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PixelJunk 4am - Test Playstation 3


Auf jeder Tonspur kann jederzeit nur ein Loop laufen, insgesamt sind es dann also vier, was einen (elektronischen) Song ergibt. Variationen gibt es zum einen in Form variierender Loops. Je nachdem, wo ihr außerhalb des Bildschirms sucht, findet ihr andere Loops, die einen anderen Klang tragen.

Natürlich habt ihr noch mehr Möglichkeiten. So lässt sich zum Beispiel über einen Druck auf die Move-Taste und gleichzeitiges Bewegen des Controllers nach links/rechts sowie oben/unten die Klangtönung/Höhe der einzelnen Loops ändern – erneut separat für die vier Spuren. Durch Drehen des Move-Controllers gegen den Uhrzeigersinn lässt sich ein Hall erzeugen.


Na, wer erkennt die Melodik hinter dieser Grafikwurst?



Eine dritte Möglichkeit sind die sogenannten "One-Shots". Haut ihr mit dem Move-Controller an eine der vier Bildschirmseiten, ertönt ein One-Shot, der sich (ihr ahnt es) wieder von Spur zu Spur unterscheidet. Vollkommen wird es dann, wenn ihr eigene Loops aufzeichnet und auf die einzelnen Spuren setzt. Loops lassen sich von Abfolgen von One-Shots aufzeichnen oder auch von der Änderungen der Klangtönung/Höhe – dazu müsst ihr einfach während der Aktion den Trigger zusätzlich gedrückt halten, anschließend läuft das Aufgenommene in Schleife.

Klingt alles ziemlich kompliziert, ist aber sehr eingängig, wenn die Idee hinter den einzelnen Spuren erst einmal verstanden ist, was spätestens nach dem Tutorial der Fall ist. Etwas komisch ist, dass 4am die Variationen der einzelnen Spuren bewusst "vergisst", wenn ihr lange keine Änderung vorgenommen habt.
So seid ihr gezwungen, euch ständig mit jeder Tonspur zu beschäftigen, was etwas stressig sein kann. Noch komischer ist dieser Umstand, weil euch 4am durchaus erlaubt, auch separat an den Spuren zu arbeiten. Ihr könnt euch durch einen langen Druck auf den entsprechenden Face-Button eine Spur aussieben und beliebig die Effekte proben, die Auswahl "speichern" für den Gesamtsong geht aber nicht. Hier müsst ihr alles live und gleichzeitig vollbringen. Ein richtiger Kritikpunkt ist es aber nicht, denn 4am lebt ja von dem Live-Gedanken.

Eine Schwäche gibt es dennoch. Und die nennt sich Eintönigkeit. Nach spätestens einer Handvoll Stunden hat man die Nase von der elektronischen Musik und den immer gleichen Visualisierungen. Zwar schalten sich mit der Spielzeit neue Songs und ein paar neue Visualisierungen frei, doch bleibt für den Nichtkenner elektronische Musik einfach elektronische Musik und so übermäßig genial sind die optischen Effekte dann auch nicht.

Wer abseits davon Unterhaltung sucht, darf sich höchstens mit einem zweiten Spieler vor dem heimischen Bildschirm vergnügen. Schade, dass es nicht online geht – immerhin ist das gesamte Spiel darauf ausgelegt. Weiterhin habt ihr die Möglichkeit, über den Visualisierer MP3s mitsamt dargebotenen Designs darzustellen – ganz nett als Hintergrundberieselung für eine Party.

Zwischen den einzelnen Sets könnt ihr während der Live-Session on-the-fly wechseln.

PixelJunk 4am
(Cluster: nd01 - Sprache: de)