Mount & Blade - Test 

Ein überzeugendes Action-Rollenspiel mit einer großen Handlungsfreiheit, packenden Gefechten sowie einer Prise Strategielemente will Mount & Blade sein - ob man das so stehen lassen kann, erfahrt Ihr natürlich in unserem Review.
Erster Schock...
Mount & Blade ist bei Grafikpuristen schon unten durch, bevor es überhaupt richtig angefangen hat. Kein Wunder, präsentiert sich die optische Seite des Titels doch von vorvorgestern: Eckige Charaktere, detailarme Umgebungen und schwache Animationen lassen das Spiel wortwörtlich alt aussehen. Rein oberflächlich betrachtet hätten wir Mount & Blade also bereits nach einer halben Stunde beenden, von der Platte schmeißen und vergessen können – wie gesagt, rein oberflächlich. Denn ansonsten haben wir es mit einem durchaus annehmbaren Titel zu tun. Alles beginnt damit, dass wir uns unseren späteren Helden mithilfe eines ausreichend umfangreichen Editors zusammenbasteln: Vom Scheitel bis zur Sohle können wir so ziemlich alles verändern, was man sich so als Rollenspieler wünscht – dabei werden natürlich auch Attribute verteilt, auf denen wir im späteren Spielverlauf aufbauen.
Selbige unterteilen sich dabei noch in drei große Bereiche: Eigenschaften – zum Beispiel Stärke und Charisma -, Fertigkeiten – unter anderem Anführerschaft, Aufklärung und Reiten – sowie Fähigkeiten, also beispielsweise für Zweihandwaffen oder Armbrüste. Danach werden wir recht schnell ins Spiel geworfen: So ein kalter Sprung vom 10 Meter-Turm wäre vor allem dann tragisch, wenn die Story einen hohen Stellenwert einnimmt. Bei Mount & Blade kann das aber fast schnuppe sein, denn hier dümpelt die Rahmenhandlung so vor sich hin – eine weitere Sache, weswegen wir den Titel am Liebsten in die Wüste geschickt hätten. Statt festen Pfaden zu folgen, verändert Ihr als aufstrebender Anführer das Mächtegleichwicht nach Eurem Gusto. Unterteilt ist die Landkarte, auf der Ihr zwischen Euren Streifzügen und Kämpfen umherirrt, in verschiedene Königreiche, die natürlich nicht allzu gut aufeinander zu sprechen sind.






