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Sturmtrupp Mars - Test Handy


Aufmerksame Videospieler wissen es schon lange. Es gibt Leben auf dem Mars und es ist uns nicht freundlich gesinnt. Fiese kleine Käfer, die nichts anderes verdient haben, als in einer grünen Pfütze zu enden, bedrohen unsere erst kürzlich errichtete Marsbasis. Ein Unding! Entwickler Handy Games gibt euch die nötigen Mittel an die Hand, um der Plage Herr zu werden.



Mit der Townsmen-Reihe zeigte die deutsche Spieleschmiede bereits drei Mal, dass ansprechende Taktiker auch auf dem Handy bedient werden können. Sturmtrupp Mars schlägt zwar in eine etwas in andere Kerbe, weiß durch viel Action und einem durchdachten Gameplay aber nicht weniger zu überzeugen.



Auf dem Mars gelandet erhaltet ihr das Kommando über den ganzen Stützpunkt. Hauptaufgabe ist es, durch gezieltes Platzieren von Truppen und Verteidigungsanlagen die heranstürmenden Käfer an der Zerstörung des Hauptquartiers zu hindern. Einmal gesetzte Verbände und Gebäude können nicht mehr bewegt werden, was angesichts der zunächst nur von einer Seite angreifenden Gegner nicht weiter schlimm ist. Im weiteren Spielverlauf werden die feindlichen Versuche allerdings gezielter und koordinierter, eine ausgeklügelte Verteidigung nach allen Seiten zum Muss.



Müssen zu Beginn Soldaten und Lasertürme als Verteidigungslinie genügen, würden die größeren Monsterhorden, auf die ihr in den 25 Missionen trefft, darüber einfach hinweg rennen. Da helfen nur Minenfelder, in die Feinde durch Leuchtturme gelockt werden können, Radartürme, die unsichtbare Feinde aufdecken oder Feuertürme, die Käfer mit heißer Flamme brutzeln. Die richtige Mischung aus Feuer- und Projektilwaffen wird später immens wichtig, zeigen einige Vertreter der unfreundlichen Spezies doch entsprechende Resistenzen.




Zwischen den Angriffswellen bleibt Zeit zum Aufstocken der eigenen Linien. Vorhandene Einheiten und Gebäude werden repariert und aufgerüstet, an neuen Technologien (z.B. erhöhte Waffenreichweite oder Schutzschilde für Gebäude) geforscht und das Geld gezähl... Ja, alle Aktionen wollen teuer bezahlt werden. Ein Glück, dass jeder Käfer weniger euren Reichtum mehrt.



Viel Spaß macht Sturmtrupp Mars nicht nur durch das eingängige und fesselnde Gameplay. Die Steuerung ist simpel gehalten, die Menüs übersichtlich – Gebäude und Einheiten sind im Nu platziert. Spielerischen Tiefgang gewinnt der Titel durch den Fog of War, durch den Einheiten nicht beliebig weit von der Basis entfernt gebaut werden können. Möglichst weit entfernt errichtete Gebäude und Einheiten erweitern zwar eueren Aktionsradius, eleganter löst ihr das Problem aber durch Radartürme oder Satelliten. Natürlich haben die keine eigene Verteidigung und müssen wieder besonders gesichert werden.



Mit vielen Details und feinen Animationen ist grafisch alles mindestens so weit im grünen Bereich wie der Lebenssaft der Käfer farbig ist. Etwas unglücklich ist die stets verschwindende Übersichtskarte, sobald der Cursor auf Häuser oder Einheiten zeigt. Dann ersetzt sie eine Anzeige über Restenergie und Verteidigungswerte. Leider sieht man dann nicht mehr, aus welcher Richtung die nächste Käfergruppe kommt. Akustisch sieht es auf dem Mars düster aus. Stets in Schleife stört euch die Hintergrundmelodie aufs Neue.
Sturmtrupp Mars
(Cluster: nd44 - Sprache: de)