Heroes of Mana - Test 

Ungewöhnlich experimentierfreudig zeigt sich plötzlich Square Enix, die zuletzt eher mit uninspirierten Final Fantasy-Ablegern auffielen. Heroes of Mana, welches im gleichen Universum wie das berühmte Secret of Mana angesiedelt ist, ist nämlich ein echtes Echtzeitstrategiespiel. Richtig gehört, Square Enix hat ein Echtzeitstrategiespiel entwickelt und dafür auf eine Welt zurückgegriffen, die bisher diversen Adventures vorbehalten war. Kann so ein Unterfangen überhaupt gelingen oder war das Projekt von Beginn an zum Scheitern verurteilt?
Ein Spähtrupp des Königreiches Pedda wird im Land der Tiermenschen unerwartet angegriffen. Man ist den Menschen nicht gerade freundlich gesonnen, denn die peddanische Armee greift das Land bereits ohne Vorwarnung oder triftigen Grund an. Es scheint als sei die kleine Heldengruppe ungewollt als ablenkender Köder eingesetzt worden. Irgendwer hat die Armee mobilisiert, um sich die anderen Reiche der Mana-Welt zu unterwerfen. In der Hoffnung das Komplott aufzuklären und dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, kämpfen die Helden an der Seite der Tiermenschen und gegen die eigenen Landsleute.
Die Erzählung der Geschichte ist ein zweischneidiges Schwert. Positiv anzurechnen sind die liebevoll gezeichneten Standbilder und die vorbildlichen Videosequenzen, die etwas Abwechslung in das textlastige Spiel bringen. Außerdem informiert ein kleines Lexikon zwischen den Missionen ausgiebig über die Spielwelt und dessen Bewohner. Dass das Spiel nicht lokalisiert wurde, ist hingegen der negative Aspekt. Wer nicht gut mit englischen Texten zu Rande kommt, wird deshalb wenig Freude an Heroes of Mana und den zahlreichen Texten und Dialogen finden. Lässt sich nur vermuten, dass man aus Kostengründen von der Lösung dieses Problemchen abgesehen hat.
Square Enix auf Abwegen
Operationsbasis der Truppe ist die Nightswan, ein kleines Trägerschiff mit magischen Fähigkeiten. So lassen sich innerhalb der mobilen Basis Produktionsstätten und andere hilfreiche Gebäude errichten. Die benötigten Rohstoffe, Gaiasteine zum Gebäudebau und Treantbeeren zur Beschwörung von Einheiten, findet man auf dem Schlachtfeld. Die Ressourcen werden von den obligatorischen Sammlern zur Basis gebracht. Wirklich genutzt werden kann das Hauptquartier jedoch nur, wenn es mit dem Boden verbunden ist. Diesem Zweck dienen Ankerpunkte, die fest in der Umgebung installiert sind. Das Schiff von der Verankerung zu lösen kann weiterhin auch ohne Neupositionierung sinnvoll sein. Im freien Flug ist die Nightswan nämlich vor garstigen Nahkämpfern geschützt. Nur Fernkämpfer und Flugeinheiten sind dann in der Lage anzugreifen.
Lasst mich zurück, ich kann trotzdem helfen
Sind es anfangs vor allem die Helden, die sich auf dem Schlachtfeld profilieren, erhalten diese schnell Verstärkung von diversen Gefolgsleuten. Sammler, Bodentruppen, schwere Bodentruppen, Fernkämpfer und Flugeinheiten sind dem Spieler zu Befehl.
Die Kampftruppen stehen in einem typischen Kräfteverhältnis zueinander. Fernkämpfer sind also stark gegen Flugeinheiten, diese teilen wiederum kräftig gegen schwere Einheiten aus und so weiter. Die Helden stehen normalerweise nicht in einem solchen Verhältnis.
Im Laufe der Kampagne erhält die Truppe aber eine Vielzahl von Gegenständen, mit denen die Recken ausgerüstet werden. Diese Kluncker können den betreffenden Helden in das Kräfteverhältnis einbinden, gewähren in der Regel allerdings lediglich Boni auf die Attribute des Trägers. Zudem sind die Helden auch abseits des Schlachtfeldes äußerst nützlich. Da immer nur eine gewisse Anzahl der Gruppe am Geschehen teilnehmen darf, sind die anderen dazu verbannt auf dem Trägerschiff ihren Dienst zu tun. Jeder Zurückgelassene nutzt in diesem Fall seine Standby-Fähigkeit und kann somit beispielsweise die Produktion bestimmter Gebäude oder Einheiten beschleunigen oder der Nightswan zu mehr Geschwindigkeit verhelfen. So mischt sich der Rollenspiel-Aspekt gut und innovativ mit dem strategischen Grundgerüst.
Selbst über lange Zeit wird das Konzept nicht langweilig und so ist es erfreulich, dass die Kampagne mit reichlich verschiedenen Missionen aufwartet. Wem das nicht reicht, der darf sich zudem mit einer Vielzahl von Bonus-Missionen austoben oder über Wi-Fi einen Freund zum Duell herausfordern. Dazu benötigen jedoch beide Spieler eine Version des Spiels. Auch die Nintendo Wi-Fi Connection wird unterstützt. Der Dienst bietet aber lediglich die Möglichkeit die eigenen Ergebnisse der Bonus-Missionen hochzuladen und sich somit in eine Rangliste einzugliedern.
Die Steuerung, man mag es sich kaum vorstellen, ist äußerst löblich umgesetzt worden. Nach einer kurzen Einarbeitung geht das Kommandieren locker von der Hand. Vor allem bei der Auswahl der Einheiten auf dem Schlachtfeld haben die Entwickler Wert auf Komfort gelegt. So lassen sich über eine Schaltfläche gleich alle Schergen einer bestimmten Klasse anwählen. Ein anderer Button ermöglicht es, einen Bereich auf dem Touchscreen zu markieren. Dann werden alle in diesem Bereich befindlichen Truppen automatisch angewählt.
Auch das Scrollen per Steuerkreuz kann praktischerweise umgangen werden. Dazu sind die Bildschirme wechselbar, so dass die Übersichtskarte auf dem Touchscreen erscheint. Ein einfaches Tippen auf den gewünschten Ort führt direkt zum Ziel. Schade nur, dass die vorbildliche Steuerung das große Manko der verkorksten Wegfindung nicht ausbügeln kann. Letztere ist nämlich etwas kläglich ausgefallen und so endet das Bewegen großerer Verbände stets in einem wilden Gelatsche kreuz und quer über den Bildschirm. Ansonsten gibt es in technischer Hinsicht aber wenig auszusetzen. Die Landschaften sind hübsch modelliert und für DS-Verhältnisse sehr schön anzusehen.
Charaktere und bestimmte Effekte fügen sich passend als flache Sprites in die dreidimensionalen Landschaften ein. Für das nötige Flair sorgt die gelungene, wenn auch nicht überragende, Hintergrundmusik. Stimmungsvoll, abwechslungsreich und nicht nervig. Eben so, wie es sein sollte. Damit die Übersicht nicht verloren geht, lässt sich die Ansicht im Übrigen über die beiden Schultertasten drehen. Zu guter Letzt ist das Spiel nahezu jederzeit speicherbar.
Im Laufe der Kampagne erhält die Truppe aber eine Vielzahl von Gegenständen, mit denen die Recken ausgerüstet werden. Diese Kluncker können den betreffenden Helden in das Kräfteverhältnis einbinden, gewähren in der Regel allerdings lediglich Boni auf die Attribute des Trägers. Zudem sind die Helden auch abseits des Schlachtfeldes äußerst nützlich. Da immer nur eine gewisse Anzahl der Gruppe am Geschehen teilnehmen darf, sind die anderen dazu verbannt auf dem Trägerschiff ihren Dienst zu tun. Jeder Zurückgelassene nutzt in diesem Fall seine Standby-Fähigkeit und kann somit beispielsweise die Produktion bestimmter Gebäude oder Einheiten beschleunigen oder der Nightswan zu mehr Geschwindigkeit verhelfen. So mischt sich der Rollenspiel-Aspekt gut und innovativ mit dem strategischen Grundgerüst.
Selbst über lange Zeit wird das Konzept nicht langweilig und so ist es erfreulich, dass die Kampagne mit reichlich verschiedenen Missionen aufwartet. Wem das nicht reicht, der darf sich zudem mit einer Vielzahl von Bonus-Missionen austoben oder über Wi-Fi einen Freund zum Duell herausfordern. Dazu benötigen jedoch beide Spieler eine Version des Spiels. Auch die Nintendo Wi-Fi Connection wird unterstützt. Der Dienst bietet aber lediglich die Möglichkeit die eigenen Ergebnisse der Bonus-Missionen hochzuladen und sich somit in eine Rangliste einzugliedern.
Mit dem Stylus ist man Herr der Dinge
Die Steuerung, man mag es sich kaum vorstellen, ist äußerst löblich umgesetzt worden. Nach einer kurzen Einarbeitung geht das Kommandieren locker von der Hand. Vor allem bei der Auswahl der Einheiten auf dem Schlachtfeld haben die Entwickler Wert auf Komfort gelegt. So lassen sich über eine Schaltfläche gleich alle Schergen einer bestimmten Klasse anwählen. Ein anderer Button ermöglicht es, einen Bereich auf dem Touchscreen zu markieren. Dann werden alle in diesem Bereich befindlichen Truppen automatisch angewählt.
Auch das Scrollen per Steuerkreuz kann praktischerweise umgangen werden. Dazu sind die Bildschirme wechselbar, so dass die Übersichtskarte auf dem Touchscreen erscheint. Ein einfaches Tippen auf den gewünschten Ort führt direkt zum Ziel. Schade nur, dass die vorbildliche Steuerung das große Manko der verkorksten Wegfindung nicht ausbügeln kann. Letztere ist nämlich etwas kläglich ausgefallen und so endet das Bewegen großerer Verbände stets in einem wilden Gelatsche kreuz und quer über den Bildschirm. Ansonsten gibt es in technischer Hinsicht aber wenig auszusetzen. Die Landschaften sind hübsch modelliert und für DS-Verhältnisse sehr schön anzusehen.
Charaktere und bestimmte Effekte fügen sich passend als flache Sprites in die dreidimensionalen Landschaften ein. Für das nötige Flair sorgt die gelungene, wenn auch nicht überragende, Hintergrundmusik. Stimmungsvoll, abwechslungsreich und nicht nervig. Eben so, wie es sein sollte. Damit die Übersicht nicht verloren geht, lässt sich die Ansicht im Übrigen über die beiden Schultertasten drehen. Zu guter Letzt ist das Spiel nahezu jederzeit speicherbar.




