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Geheimakte Tunguska - Kurztest Nintendo DS


Publisher: Deep Silver Entwickler: Fusionsphere Systems USK: 6 Jahre
Genre: Adventure Release: 01.09.2006 Mehr Informationen
PC
87%
Wii
80%
Nintendo DS
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Spieltiefe

8 Punkte

Bedienung

9 Punkte

Einstieg

8 Punkte

Grafik

7 Punkte

Sound

5 Punkte

Multiplayer

0 Punkte

Spieltiefe

Ein großes Vorbild


Recht spannende Geschichte
Zwei spielbare Charaktere
Kaum Abstriche gegenüber den "großen" Versionen
Neben der Umsetzung des vor zwei Jahren sehr erfolgreichen Point and Click-Adventures für Nintendo Wii hat es Geheimakte Tunguska ebenfalls auf Nintendos kleinen Schössling geschafft. Was für die Wii-Version galt, gilt auch hier: alle Spielinhalte wurden eins zu eins übernommen, die Steuerung konnte dank Touchscreen optimal angepasst werden und selbst die Zwischensequenzen finden sich auf der Speicherkarte. Lediglich auf die Sprachausgabe muss direkt im Spiel verzichtet werden. Die Geschichte rund um die mysteriösen Ereignisse in der sibirischen Tunguska-Region im Jahr 1908 wird aus der Sicht Nina Kalenkows erzählt, die eines Tages ihren Vater Wladimir vermisst. Das Büro durchwühlt, die Wohnung verwüstet und anscheinend hat er auch noch etwas mit den damaligen Ereignissen zu tun. Die Polizei möchte natürlich nicht helfen und gefährlich aussehende schwarze Robenmänner machen die ganze Geschichte nicht klarer. Gut, dass sie Hilfe von Max Gruber bekommt, einem Kollegen ihres Vaters, der ebenfalls im Museum arbeitet. Die Geschichte um komische Experimente des Militärs, Außerirdische und eine Sekte ist nicht der Überhammer, aber fesselnd genug über die Spielzeit. Der zweite spielbare Charakter erlaubt im späteren Spielverlauf den fliegenden Wechsel zum „kombinierten“ Rätsellösen und damit eine gelungene Abwechslung zum Soloalltag.

Bedienung

Es leben die Hotspots!


direkte Steuerung mittels Steuerkreuz oder grandios gelöst über den Touchscreen
Gelaufen wird mit dem Steuerkreuz oder mittels Wegpunkten über den Touchscreen. Alle anderen Interaktionen lassen sich über letzteren vollführen und das so präzise, dass es eine wahre Freude ist. Details oder kleine Objekte lassen sich auf dem Minidisplays natürlich nicht erkennen, wodurch die so hoch gelobte Hotspot-Anzeige zu eurem besten Freund wird – anders finden sich die winzigen Pixel schlicht nicht. Mittels L-, R-Tase oder über ein kleines Symbol in der oberen rechten Ecke werden alle Objekte auf dem aktuellen Bildschirm mit einer Lupe markiert, mit denen sich interagieren lässt. Kombiniert werden Objekte genauso: ein Klick auf das Objekt und ein Klick den vermeintlichen Partner.

Einstieg

Für Einsteiger


Hotspot-Anzeige hebt die Spielbarkeit trotz fehlender Details in unerahnte Höhen
Kaum Trial & Error-Passagen
Tagebuch als roter Faden
Logische Rätsel...
... etwas zu selten zu finden
Durch die Hotspots habt ihr für die vielen Kombinationsrätsel zu jeder Zeit die Wildcard in der Hand. Geübte Spieler oder gar Profi-Tüftler werden so nach wenigen Stunden das Ende sehen. Der logische Rätselaufbau hält die Schwierigkeit sowieso schon in Grenzen, Trial and Error-Passagen gibt es nur wenige. Da aber durch die perfekte Spielbarkeit innerhalb kürzester Zeit alle Kombinationen getestet werden können, bleiben die grauen Gehirnzellen im Sparmodus. „Echte“ Rätsel gibt es lediglich eine Hand voll, alle nicht besonders knifflig. Wer dennoch Probleme damit hat, darf sich in Ninas Tagebuch einen kleinen Tipp abholen.

Grafik

Find mich!


Hintergründe/Szenarien mit Charme
Gute Animationen der Charaktere
Actionreiche Cutscenes
Details kaum zu erkennen
Das Spielgeschehen läuft die ganze Zeit über auf dem unteren Bildschirm ab. Der obere wird nur genutzt, um die Kombinationen mit den Gegenständen optisch etwas in Szene zu setzen. Die niedrige Auflösung einmal außen vor gelassen, versprühen die Hintergründe der Szenarien denselben Charme wie die anderen Versionen, wobei Details nicht mehr wirklich zu erkennen sind. Die Charaktere selbst sehen etwas grob gepixelt aus, sind dafür aber anständig animiert. Grafikeffekte finden sich auf dem kleinsten Vertreter der Tunguska-Adaptionen nur sehr sehr spärlich. Die Zwischensequenzen sind erhalten geblieben, DS-üblich aber etwas grob, dafür im Gegensatz zum Rest des Spieles aber immerhin mit Sprachausgabe.

Sound

Synchronsprecher im Urlaub!


Atmosphärische Geräuschkulisse...
... zu spärlich eingesetzt
Sprachausgabe nur während der Cutscenes
Mit einer vorzeigefähigen Sprachausgabe kann die DS-Version nicht punkten. Lediglich in den Cutscenes lernen die Charaktere sprechen, wenn auch etwas blechern. Schade, dass die DS-Version zusätzlich mit Soundeffekten geizt. In einigen Räumen gibt es eine Geräuschkulisse. Musik aus dem CD-Player, rauschendes Wasser oder eine sich füllende Badewanne. Immerhin genug, um der Atmosphäre keinen Abbruch zu tun.

Fazit von Lars Hilbig

Geheimakte Tunguska scheint wie für den Nintendo DS gemacht. Die perfekte Spielbarkeit durch das Hotspot-Feature und der moderate Schwierigkeitsgrad durch logische Rätsel und übersichtliche Areale machen es für Genreneulinge besonders interessant und für Kenner zu einer netten Unterhaltung zwischendurch. Die Geschichte rund um die Geschehnisse in Tunguska endet für meinen Geschmack etwas zu plump, der Nachfolger im kommenden Sommer macht da hoffentlich einen größeren Satz! Denn spannend ist das Adventure über die Spielzeit ohne jeden Zweifel. Die Zwischensequenzen sind vielleicht etwas übertrieben, aber was soll´s, solange die Unterhaltung stimmt? Das Alter sieht man dem Titel auf dem DS nicht an, da grafisch sowieso Abstriche gemacht werden mussten. Lässt sich eine Empfehlung aussprechen? Von mir kommt ein klares „Ja“!

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