EyePet Adventures - Test 

Egal, ob man sie mag oder nicht – ein bisschen süß sind die 'EyePets' ja. Mit Adventures kommt nun ein zweiter Teil für die PlayStation Portable rund um die knuddeligen Fellkugeln. Zwar nicht so interaktiv wie die PS3-Varianten, werden kleine Spieler sicherlich entzückt sein.
Tatendrang
Gleich zu Beginn trefft ihr unvermittelt auf die weltbeste EyePet-Forscherin, die zugleich auch einen Forscher aus euch macht – warum auch nicht? Geforscht wird natürlich nicht wie in der normalen Welt, sondern mittels eures EyePets, das mit dem neuen Forscherkopter in die Tiefen der Erde vordringen kann, um dort nach Schätzen zu graben.
Spielerisch sieht das so aus: Wie gewohnt arbeitet EyePet mit einer speziellen Karte, die der aufgesetzten PSP-Kamera als Fixpunkt dient. So projiziert das Spiel ein knuffiges Tierchen in die reale Umgebung, die mittels Kamera auf dem Screen gezeigt wird. Anders als die PS3-Varianten, die euch hier direkt im großen Maße mit dem Tier interagieren lassen, bewegt ihr euch in 'Adventures' mehr auf Minispielpfaden.
Ruft ihr per Knopfdruck den Forscherkopter, tut sich ein Loch im Boden auf (also beispielsweise eurem Schreibtisch) und das Tierchen hüpft hinein. Der Forscherkopter dient als Hub für alle Aktivitäten. Ihr könnt das Aussehen eures EyePets anpassen, es verkleiden, es füttern, es waschen. Dass es auf den ersten Blick weniger interaktiv zugeht, ist kein Makel. Immerhin ist die PSP eine portable Konsole und da ist nicht immer Lust für das volle Programm an Zuneigung – durch den Forscherkopter kann auch ohne Kamera/Karte mit dem Tier gespielt werden.
Und nun?
Spielerisch geht es etwas mau zu. In einer 2D-Seitansicht könnt ihr euch durch ein labyrinthartiges Geflecht aus Gängen bewegen. Zu finden sind hier in erster Linie zwei Dinge – Teilstücke von Spielzeugen, mit denen sich sechs Minispiellevel aktivieren lassen, sowie Münzen, mit denen ihr euer Gefährt verbessern könnt. Wollt ihr beispielsweise durch dunkle Gänge fliegen, braucht ihr Licht und das gibt es nur gegen Bares.
'EyePet' lebt vom Knuddelfaktor. Die Erkundung der Unterwelt ist simpel wie öde, legt man "größere" Maßstäbe zugrunde. Ihr fliegt eben durch die Gegend und sammelt Objekte ein. Die Minispiele sind ebenso simpel. Schatzkisten vor Krabben verteidigen mit dem EyePet, Getreide vor Mäusen verteidigen, eine Burg vor mittelalterlichen Figürchen verteidigen und so weiter.

An der Abenteuerwand rüstet ihr euren Helikopter aus und wählt die Minispiele.
Viel Zeit werden junge Spieler mit dem EyePet-Editor verbringen, in dem es gefühlt unendlich Zubehör für euren Liebling gibt. Fell neu designen, Frisur ändern, eine Mütze aufsetzen. Ist das gemeistert, holt ihr das EyePet einfach an die Oberfläche und lasst es mit den eingekauften Spielzeug interagieren – alles auf eurem Schreibtisch.
Während das EyePet noch überaus flauschig über den Bildschirm huscht, ist die weitere Technik enttäuschend. Die Unterwelt ist trist, die deutsche Sprachausgabe dank amateurhafter Sprecher schlimm und die ewigen Ladezeiten – selbst während ihr durch die Unterwelt fliegt – einfach nicht zu tolerieren.




