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Lords of the Fallen (Spiel) - Test Xbox One




Lords of the Fallen wurde bereits vor seinem Erscheinen heiß diskutiert. Als die ersten Videos zum Spiel veröffentlicht wurden, warfen viele dem Spiel die offensichtliche Nähe zur großen Dark Souls-Reihe von From Software vor. Gleichzeitig erregten sich die Veteranen dieser Spiele über den scheinbar moderaten Schwierigkeitsgrad. Ein Spiel jedoch bereits vor dem Release als einfachen Klon abzustempeln, erscheint nicht besonders klug, weshalb wir uns den deutschen Titel einmal genauer angesehen haben.

Fiesling gegen Bösewichte



Die Ausgangssituation von Lords of the Fallen präsentiert sich äußerst ansprechend und spannend. Als Ex-Sträfling Harkyn befinden wir uns in einer mittelalterlichen Festung auf Freigang, nicht etwa, wie mancher Fussballmanager wegen guter Führung, sondern weil wir scheinbar der einzige Mensch sind, der die Welt vor dem sich ausbreitenden Übel der Rhogar, einer Horde böser Dämonen, retten kann. Wieso gerade wir und sonst kein anderer dazu befähigt sind, hofft man in den darauffolgenden gut 20 Stunden des Rollenspiels ergründen zu können.
Neben dem interessanten Persönlichkeitsaspekt unseres Protagonisten, der ohne die Apokalypse sein Leben hinter Gittern verbracht hätte, sorgt die starke Atmosphäre zu Beginn für Euphorie. Was das relativ kleine Frankfurter Entwicklerstudio Deck 13 aus der hauseigenen Engine herausquetscht und wie die Designer diese einsetzten, um mittelalterliche und dämonische Settings zu erschaffen, ringt einem großen Respekt ab. Hinzu kommt, dass auch die Mimik, Gestik und die Bewegungsabläufe der Charaktere nachvollziehbar und stimmig sind. Die Kämpfe sehen teilweise spektakulär aus und die Monsterkreationen sind über weite Strecken mehr als nur ansehnlich. Leider gelingt es Deck 13 nicht, die interessante Ausgangslage in eine furiose Geschichte zu verwandeln, die Nebencharaktere bleiben so blass, wie Bösewicht Harkyn selbst und die Story schafft es nie, richtig an Fahrt zu gewinnen. Dafür bleiben bis zum Schluss einfach zu viele Fragen offen und die, die geklärt werden, geizen nicht mit profanen Antworten, die eher enttäuschen. Wir lernen Harkyn zudem nie richtig kennen, der Kerl gibt seine wahre Persönlichkeit kaum zu erkennen und so führt man zwar sein Schwert, bleibt dabei aber seltsam distanziert.

Gute Nerven sind gefragt. Lords of the Fallen zieht ordentlich an.

Lords of the Fallen
(Cluster: web3 - Sprache: de)