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Let's Tap - Kurztest Wii


Publisher: Sega Entwickler: Prope Ltd. USK: 0 Jahre
Genre: Geschicklichkeit Release: 19.06.2009 Mehr Informationen
Wii

Grafik

8 Punkte

Sound

7 Punkte

Bedienung

6 Punkte

Spieltiefe

7 Punkte

Einstieg

8 Punkte

Multiplayer

8 Punkte

Grafik

Stilsicher


viele verschiedene Stilrichtungen
technisch saubere Umsetzungen...
… die aber mehr an Flash-Spiele erinnern
teilweise chaotisch
Wie auch schon Project Rub und Rub Rabbits, hatten Sega-Minispiele immer Ihren ganz eigenen Grafikstil. Auch Let's Tap steht dem in nichts nach, wenn auch jedes der fünf Minispiele nicht unterschiedlicher hätten ausfallen können. In dem einen Fall, laufen Strichmännchen auf schwarzen Hintergründen zu knallbunten Neonfarben um die Wette, beim Rhythmus-Spiel laufen bunte Farbbänder von rechts nach links über den Bildschirm. Die verschiedenen Grafikstile erwecken allerdings den Eindruck, dass wir es hier mit einem simplen Flashspiel zu tun haben. Im Multiplayer-Modus geht es dann auch ab und zu drunter und drüber im Spiel, so dass man vor lauter bunter Farben nicht mehr viel auf dem Bildschirm erkennen kann.

Sound

Fröhlich beschwingt


entspannende Menümusik
lustige Soundeffekte
anfangs Ohrwürmer...
… die man aber bald gerne loswerden würde, weil die Musik nervt
ständig recycelte Musik
Das Titelthema bleibt Euch schnell im Kopf hängen, wird dann aber auch häufiger in den Spielen neu aufgegriffen als Hintergrund-Musik, so dass dies irgendwann seine Wirkung verbraucht hat und nur noch nervt. Besonders beim Rhythmus-Spiel „Rhythm Tap“ ist die Musik wichtig. 20 verschiedene Songs können getrommelt werden, die zwar alle unbekannt sind, den Musikgeschmack japanophiler Spieler aber gut treffen. Die Soundeffekte passen ebenso sehr gut zu den Minigames, wenn sie durch Ihre aufdringliche Art irgendwann auch anstrengend werden.

Bedienung

Man nehme die Wiimote und einen Pappkarton


innovatives Pappkarton-Geklopfe
gut strukturierte Menüs
Sensibilität einstellbar
Getrommel insgesamt zu ungenau
Die besondere Innovation an Lets Tap ist natürlich die vorher groß angekündigte Steuerung. Und zwar nehmt Ihr einen völlig normalen Pappkarton, legt die Wiimote waagerecht darauf, mit den Buttons gen Boden zeigend, und steuert nun durch Trommelschläge die Minispiele. Lets Tap soll leichte und starke Schläge differenzieren können, was in der Praxis aber fragwürdig bleibt. Im Eifer des Gefechts geraten die Steuerungsbefehle nämlich ziemlich häufig durcheinander, was für Frust sorgen kann. Beim Wettrennen passiert es zum Beispiel sehr häufig, dass man statt vorwärts zu laufen, in hohen Bögen über die Strecke springt und so wertvolle Zeit verliert. Egal wie sensibel die Steuerung eingestellt ist, Probleme treten immer wieder auf.

Spieltiefe

Für Puristen


fünf sehr unterschiedliche Minigames
Rhythm Tap hat viele verschiedene Songs
Neues innerhalb der Minispiele freischaltbar
dünner Umfang
manche Minispiele unheimlich lahm
Solospiel wird einem schnell überdrüssig
Lets Tap kostet im Laden nur 30 Euro und das nicht ohne Grund, denn Ihr dürft Euch zu insgesamt nur fünf verschiedenen Minispielen austoben. Diese sind zwar dafür ziemlich unterschiedlich ausgefallen, kennt man aber aus anderen Minispielsammlungen schon größtenteils. In „Rhythm Tap“ schlagt Ihr in Donkey Konga-Manier im passenden Moment auf dem Karton herum. Zwanzig verschiedene Songs lassen diesen Spielmodi aber sehr kurzweilig für Musikspiel-Fans erscheinen. „Silent Blocks“ ist im Prinzip ein Abklatsch von Boom Blox, nur dass Ihr die Steuerung kompliziert über die Trommeleingabe herausziehen und kombinieren müsst. Das ist zwar nicht sonderlich kompliziert, eine direkte Eingabe über die Wiimote wäre aber wesentlich entspannter. Dann gibt es noch ein Wettrennen, welches typisch ist für die meisten Rennspiele, nur dass Ihr hier, statt auf den Buttons herumzudrücken, einen Karton bearbeitet und einen Hindernisparcour bewältigt. Ein sehr nettes Minispiel wäre dann noch „Bubble Voyager“, eine Art Sidescroll-Shooter, wo Ihr durch das Trommeln die Höhe Eures Fliegers beeinflusst und Geschosse abfeuert. Das fünfte und somit letzte Minispiel konnte uns am wenigsten überzeugen. Prinzipiell könnt Ihr lediglich Einfluss auf einen Bildschirmschoner nehmen. Durch die Trommelei kommen Fische im Meer herbei geschwommen, Bilder mit Farbe bekleckst oder versucht Kugeln in einen Trichter zu befördern. Aber egal welches der fünf Minigames Ihr spielt, sie werden nach kürzester Zeit leider langweilig, da es an Spieltempo fehlt um länger bei der Stange zu halten und Probleme mit der Steuerung tun Ihr Übriges.

Einstieg

Vorbildliche Erklärungen


gute Erklärung der Trommelsteuerung
Tutorials vor Minispielen
gute Lernkurve
Gelerntes kann leider schlecht umgesetzt werden
Die Minispiele von Lets Tap sind einfach und eingängig. Nach einer kurzen Steuerungserklärung stellen sich absolut keine Fragen mehr und Ihr schreitet zur Tat. Der Schwierigkeitsgrad steigt dann langsam auch deutlich an mit den Stages, die jedes Minispiel hat. Schade bleibt nur, dass die gelernten Steuerungsmechanismen so schlecht übertragen werden. Erst einmal muss man einen geeigneten Karton finden, wenn man nicht die Special Edition gekauft hat. Kartons mit zu dünner Pappe schwingen aber zu sehr. Wir haben letztendlich einen festen Umzugskarton genommen, wobei auch hier Probleme auftreten, was uns zu der Annahme kommen lässt, dass es im Grunde egal ist, welche Unterfläche Ihr für das Spiel nutzt. Am Ende hatten wir die Wiimote direkt auf die Oberfläche des Tischs gelegt und so am wenigsten Schwierigkeiten.

Multiplayer

Wir beherrschen das Chaos


zwei Kartons bei „Special Edition“ dabei
bis zu vier Spieler
nette Highscore-Jagd
manche Minispiele im Mehrspielermodus absolut chaotisch
Minispiele entfalten Ihr wahres Potenzial aber bekanntlich im Mehrspielermodus. So auch Lets Tap. Es macht Spaß mit Freunden auf Kartons um die Wette zu trommeln, die Idee rund um das Spielprinzip sorgt auch für heitere Gemüter. Leider sind manche Minispiele, wie Bubble Voyager allerdings extrem unübersichtlich und „Visualize“ ein netter Wink mit dem Zaunpfahl, falls Gäste nicht verschwinden wollen, so langweilig ist dieses Minispiel für Zuschauer. Ansonsten fehlt halt leider für die Langzeitmotivation an Umfang. Nach Highscores haschen macht zwar Spaß, aber da im Grunde nur wenige Minispiele im Mehrspielermodus richtig lustig sind, nimmt man schnell wieder Abstand von der Trommelspielerei.

Fazit von Julia Bitu

Was bei Lets Tap durch den Slogan „The Game even Penguins can play“ eine lustige Vorstellung bereitete, endet leider wieder mal in einem durchschnittlichen Minispiel. Zugegeben, die Idee mittels eines Kartons und leichten, wie auch stärkeren Trommelschlägen zu spielen, klingt interessant, scheitert aber an der technischen Umsetzung genau dieser Innovation. Die Steuerung reagiert oft nicht so, wie man möchte, so dass man manches Mal vor Frust in den Pappkarton beißen möchte. Auch wirkt die Steuerung teilweise sehr aufgesetzt. Silent Blocks zum Beispiel wäre mit einer normalen Wiimotesteuerung sehr viel einfacher zu spielen. Dass von den fünf Minispielen, eines dann auch noch völliger Unsinn ist, da es lediglich ein interaktiver Bildschirmschoner ist, zieht den guten Ersteindruck noch zusätzlich hinunter. Wer also wirklich sicher gehen möchte, dass er mit dem Spielerlebnis von Lets Tap zurecht kommt, sollte sich das Spiel besser ausleihen, statt sofort 30 Euro dafür im Laden zu lassen.

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