Left 4 Dead - Test 

Achja, also Zombie hatte man es noch nie einfach. Was wurde nicht schon für Schabernack mit einem getrieben? Da wurde man zerstückelt, zerhäckselt, in die Luft gesprengt, mit dem Rasenmäher malträtiert und durch Einkaufhäuser gescheucht. Und nun? Nun schickt Valve den Spieler erneut in den Krieg mit den lebenden Toten und beschert euch nebenbei zugleich das intensivste und spaßigste Online-Erlebnis des Jahres.
Die vier Musketiere
Zoey, Bill, Louis, Francis. Vier Charaktere, vier Persönlichkeiten und ein gemeinsames Ziel – möglichst unbeschadet den ganzen Mist zu überleben. Der „Mist“, das sind vier gänzlich unterschiedliche Filmkampagnen, die jeweils in fünf einzelne Abschnitte unterteilt sind. Das Ziel ist dabei immer das gleiche – den nächsten Schutzraum ausfindig machen, am Ende in einem finalen Showdown entkommen und zwischendrin möglichst viele Gehirne an den Wänden verteilen. Die Charaktere selbst sind dabei sehr eindimensional geraten. Louis, der Quotenschwarze, Francis, der schlechtgelaunte Ex-Knacki, Bill, der stetig rauchende Vietnamveteran und Zoey, die Vorzeigestudentin mit dem „Hütten“-Bonus.
Eine Hintergrundgeschichte haben die Charaktere nicht. Auch die vier Kampagnen sind nicht mit einer Story verknüpft. So ein Mist – brüllen da die Geschichtspuristen. Genial – heißt es bei den B-Movie-Trash Fans und genau die werden auch mit Left 4 Dead das Maximum an Spielspaß erleben. Der B-Movie Charme blitzt an allen Ecken und Kanten hervor, angefangen bei den „Planet Terror“ angehauchten Grindhouse Ladebildschirmen, die mit knackigen One-Linern den Spieler auf ihre Rollen und die Kampagne vorbereiten, bis hin zu einem stetigen Staub- und-Kratz-Filter, der sich über das Spiel legt. Nach erfolgreichem Abschließen einer Kampagne wartet sogar ein Abspann für die Statistikfreunde auf die Überlebenden – mit genauer Anzahl aller getöteten Zombies und Kopfschüssen.

Überhaupt scheint das Spiel seine Inspiration von den ganzen Romeros und Jacksons dieser Welt zu holen – Anspielungen finden sich im Spiel zu Hauf.
B-Movie at it’s best. Vor jeder Kampagne erwarten euch trashige Ladebildschirme, die euch auf die Missionen vorbereiten.
Überhaupt scheint das Spiel seine Inspiration von den ganzen Romeros und Jacksons dieser Welt zu holen – Anspielungen finden sich im Spiel zu Hauf.



