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Killerspiele - Quo Vadis...Jugendschutz? Teil II - Spezial Browser




In der vergangenen Ausgabe unserer Reihe zum Thema “Quo Vadis...Jugendschutz“ haben wir uns angesehen, wie in Deutschland, anderen EU-Ländern und der USA Jugendschutz in Bezug auf potentiell jugendgefährdende Videospiele praktisch betrieben wird. Heute wollen wir uns mit dieser Kenntnis neuen Fragen zuwenden: Was sagt eigentlich die Forschung zu dem Thema Auswirkungen virtueller Gewalt auf die Realität? Wie sehen die Standpunkte der größeren Parteien in Deutschland zu diesem Thema aus und wie könnte ein derzeitig gefordertes Verbot von “Killerspielen“ aussehen? Packen mers an...!

Wie gefährlich sind “Killerspiele“?



Das ist die Frage, die elementar für die Bemühungen rund um ein “Killerspiel“-Verbot ist. Sie ist schnell gestellt, doch fallen die Antworten darauf mannigfaltig aus. Seit Anfang der 1980er Jahre untersuchen Wissenschaftler das damals neue Forschungsfeld “Videospiele“. Zwar konnten bereits früh bestimmte Einflüsse von Videospielen auf Kinder festgestellt werden. Doch ob gewaltdarstellende Spieletitel aggressionsfördernde Wirkung besitzen oder nicht, darüber gab es keine eindeutige Aussage. Prinzipiell ist es heute noch immer so.
Einige Wissenschaftler gingen zuerst unter anderem der Frage nach, wieso Menschen überhaupt Videospiele spielen und wieso sie eine solche Faszination ausüben. Hier konnte festgehalten werden, dass sowohl die Darstellung von Sexualität als auch von Gewalt besonderen Reiz auf Jugendliche ausübt. Da diese Thematiken innerhalb der eigenen Familie häufig auf Hindernisse stoßen und eher selten angesprochen werden, faszinieren sie – vereinfacht dargestellt. Wissenschaftler wie Jürgen Fritz und Wolfgang Fehr gehen jedoch davon aus, dass Gewalt in Computerspielen nicht realer Gewalt entspricht. Reale Gewalt, die nicht wünschenswert ist und gesellschaftlich nicht toleriert wird, werde auf “virtuelle Gewalt” transformiert. Das menschliche Gehirn stellt zwischen den beiden Seiten – real und virtuell - daraufhin ein Ähnlichkeitsverhältnis her.

Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) setzt sich für besseren Jugendschutz ein.

 
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