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Just Cause - Test Xbox 360




Aber nicht nur dieses Wechselspiel zwischen den Fraktionen ist ein entscheidendes Kriterium für einen erfolgreichen Missionsabschluss. Gleichzeitig heißt es auch noch, sich vor der ortsansässigen Polizei in Acht zu nehmen. Denn die versteht nun wirklich keinen Spaß. Neben den eigentlichen storyrelevanten Aufgaben, könnt ihr auch noch zahlreiche von der Geschichte abzweigende Aufträge erfüllen und dadurch Prestigepunkte einsacken. In verschiedenen Unterschlupfen könnt ihr Munition und Fahrzeuge unterbringen. Quasi auf Kommando dürft ihr euch einen Transport-Heli zur Hilfe rufen, der euch einen Jeep oder ein Motocross-Bike organisiert. Da ihr aber auf dem dicht befahrenen Straßennetzwerk rund um San Esperito quasi rund um die Uhr ein Fahrzeug findet, ist dieses Feature eher ein nettes Gimmick, es sei denn, ihr habt euch einmal im Dschungel verlaufen und müsst vor den Regierungstruppen fliehen. Ein wenig nervig ist die Minimap, da sie nicht genug Terrain anzeigt, und somit das eine oder andere Mal die Missionsziele aus dem Auge verloren gehen. Freundlicherweise spendierten die Entwickler rote Pfeile, die über dem aktuellen storyrelevanten Ziel leuchten. Um euch einen besseren Überblick über Ziele, Kontaktpersonen oder Verstecke zu verschaffen, müsst ihr ansonsten umständlich über die Select-Taste in euren PDA wechseln und dann die Inselkarte aufrufen. Wo wir schon mal beim Thema PDA sind: Hier könnt ihr zusätzlich diverse andere Funktionen aufrufen, wie zum Beispiel eine politische Karte, welche euch über den augenblicklichen Zustand der einzelnen Provinzen informiert und euch anzeigt, ob diese instabil oder politisch stabil sind. Des Weiteren eine Evakuierungsoption, wenn es euch zu gefährlich wird, eine Option mit Übersicht über die aktuellen Missionsziele, einen Button für die geschlossenen Guerilla-Verbindungen, einen für die Regierungstreuen Verbindungen, und einen allgemeinen Statistik-Bildschirm mit Übersichten über Spielzeit, beendete Storyimssionen, ausgehobene Siedlungen und vieles mehr.

Da ist ja mal was los…



Spätestens seit Far Cry wissen wir, wie eine Tropeninsel auszusehen hat. Viel Grünzeugs, Traumstrände, kristallklares Wasser und viel Sonnenschein. Natürlich steht San Esperito dem in nichts nach und zaubert ein bislang nicht gesehenes Urlaubsparadies auf den heimischen Bildschirm.
Das sieht man schon beim Anflug auf San Esperito. Die Insel ist nicht nur größer, sondern verfügt über ein vielfältigeres Erscheinungsbild. Wer sich mit dem Fallschirm nicht am Strand, sondern auf dem Wasser fallen lässt, der wird seinen Augen kaum trauen. Die Unterwasserwelt des Inselidylls ist noch detaillierter und ansehnlicher umgesetzt als beim ohnehin schon eindrucksvollen Far Cry.

Lediglich die Wasseroberfläche sieht bei Cry Techs Shooter attraktiver aus. Leider streamt das Programm die Grafik auch nicht unauffällig ins Bild, sodass es doch das eine oder andere Mal ein Pop up gibt, welches jedoch nicht so störend ist, wie bei anderen Titeln. Auch zu Lande hat Avalanche Studios Just Cause meistens die Nase vorne. Neben einer noch üppigeren Vegetation, einer atemberaubenden Weitsicht und einem imposanten Tages- und Nachtwechsel wurden auch die Wettereffekte und die Motion-Blur während der temporeichen Actionszenen technisch auf den neusten Stand gesetzt. Dank Havok 2.0 Physik Engine gibt es herrlich übertriebene Explosionen zu bewundern. Selbst auf einem Röhrenfernseher mit 4:3 Auflösung macht Just Cause eine gute Figur. Seine wahre Schönheit jedoch entfaltet der Titel erst auf HDTV-Geräten. Auch die Ladezeiten im Spiel wurden recht kurz gehalten. Ein wenig störend empfanden wir beim Testen die Animationen. Gerade Held Rico wirkt ab und an träge und holzig. Das passt nicht richtig zu den Actionsequenzen und den ansonsten fein gezeichneten Charakteren. Und auch die deutsche Synchronisation, holt keinen Hund hinter dem heimischen Ofen hervor. Wie sehr hätten wir uns die Synchronstimme von Antonio Banderas gewünscht. Auch die KI und die wenig akkuraten Trefferzonen hätten die Entwickler besser hinbekommen müssen. Die Musik hingegen entspricht voll und ganz dem kubanisch angehauchten Inselflair und auch die Geräuschkulisse ist stimmig.



Ein wenig schade ist auch die Tatsache, dass sich die Entwickler bei Just Cause ausschließlich auf einen Singleplayer gestützt haben. Wie ein guter Multiplayer aussehen kann, beweist Far Cry. Gerade auf einer riesigen Insel wie San Esperito wäre hier eine Vielfalt an Möglichkeiten geboten, zumal das Spiel selbst durch das Einnehmen von Flaggen in den Rebellenstützpunkten vormacht, wie gut zum Beispiel ein Capture the Flag Modus realisierbar gewesen wäre.
(Cluster: nd01 - Sprache: de)