Jojo's Bizarre Adventure HD - Test 

Neuauflagen sind „in“ wie eh und je und jeder versucht natürlich, möglichst viel alten Zockstoff an den Mann zu bringen. Neben guten HD-Remakes, Trilogien, kompletten Überarbeitungen gibt es immer wieder kleine nackte Schafe, die aus der Masse herausfallen – und das nicht nach oben raus.
Bizarr?
Es lässt sich drüber streiten, ob man JoJo’s Bizarre Adventure (JBA) im Original kennen und gespielt haben muss. Kurzum: es ist ein 2D Beat ´em Up. Zu Hause auf Arcade-Maschinen, aber auch PlayStation und Dreamcast, ist zumindest spannend, dass für den Titel dasselbe Team verantwortlich war, das auch Street Fighter III aus dem Boden stampfte.
Während einige Prügelspiele über all die Jahre nichts von ihrem Charme einbüßen (man denke nur einmal an an besagtes 'Street Fighter III'), sind die 14 Jahre von JoJo’s Bizarre Adventure nicht so leicht wegzustecken. Ein großes Problem ist hier vielleicht auch die mangelnde Liebe zum Spiel, die der HD-Version für XBLA und PSN leider komplett abgesprochen werden muss.
Wer den Titel nicht kennt und weiß, dass in der Tiefe durchaus Spielspaß lauert, wird bitter und herb enttäuscht. Es beginnt bei der Technik, die im Zuge moderner Konsolen bei 2D-Prüglern einfach in all den Jahren einen Sprung gemacht hat, der jeglichen „Wow-Effekt“ bei JBA im Keime tilgt – Nostalgiker kommen auf ihre Kosten, alle anderen nicht. Wo bei Mortal Kombat noch der Gore-Faktor zieht, fehlt dieser hier völlig. Unverständlich zudem, dass nicht einmal die Ladezeiten angepasst wurden, denn angesichts der unterdurchschnittlichen Optik, sind dreizehn Sekunden Ladezeit einfach zu viel und schlicht unverständlich.

Ein viel gröberer Mangel ist aber der total misslungene Einstieg, den Neulinge nehmen müssen. Es gibt nirgends auch nur den Ansatz eines Versuchs, euch das Gameplay in irgendeiner Form oder Weise näher zu bringen. Der Übungsmodus setzt euch einen nichts tuenden Kontrahenten vor die Nase und damit hat es sich. Keine Erklärung, nichts. Also muss die Move-Liste im Menü herhalten, in der sich dann nicht erklärte Buchstaben à la A, S oder H finden. Erklärungen? Natürlich nicht!

Fliegende Autos sind noch das harmloseste, was ihr geboten bekommt.
Ein viel gröberer Mangel ist aber der total misslungene Einstieg, den Neulinge nehmen müssen. Es gibt nirgends auch nur den Ansatz eines Versuchs, euch das Gameplay in irgendeiner Form oder Weise näher zu bringen. Der Übungsmodus setzt euch einen nichts tuenden Kontrahenten vor die Nase und damit hat es sich. Keine Erklärung, nichts. Also muss die Move-Liste im Menü herhalten, in der sich dann nicht erklärte Buchstaben à la A, S oder H finden. Erklärungen? Natürlich nicht!




