Entwicklerlegende John Carmack glaubt nicht daran, dass die neue Konsolengeneration von Sony und Microsoft mitsamt ihrer gesteigerten Hardware-Power für viel Innovation in der Branche sorgen wird. Auf der E3 in Los Angeles Anfang Juni zeigte Carmack neben der 'Doom 3 BFG Edition' vor allem sein neues Virtual Reality-Headset. Seiner Ansicht nach könnten Ansätze wie Virtual und Augmented Reality sehr viel mehr Bewegung in die Industrie bringen als rohe Leistungssteigerung - wie einst Nintendos Einführung der massentauglichen Bewegungssteuerung mit der Wii-Konsole.
„Sony und Microsoft werden sich mit Gigaflops und Teraflops und Grafikprozessoren und all diesem Kram gegenseitig bekämpfen“, prognostizierte Carmack gegenüber GamesIndustry International. „Letztendlich wird es keinen großen Unterschied machen. Beschäftigt man sich damit [Virtual Reality; A.d.R.], macht das bei der Spielerfahrung einen erheblichen Unterschied. Nintendo ging hin und brachte Bewegung in die Spielewelt und hat sie alle bei den Verkäufen übertrumpft, obwohl sie nur ein Zehntel ihrer Rechenpower hatten. Ich glaube, jemand hat hiermit Möglichkeit, das nochmal zu machen. Obwohl es ein ganzes Ökosystem beansprucht, ist nahezu perfekt.“
Laut Carmack hätte Microsoft sein Forschungsbudget lieber in VR-Technologie statt in Kinect investieren sollen. Seiner Ansicht nach haben sie zwar tolle Arbeit mit der Peripherie geleistet, doch würde die Latenz noch immer einen dicken Streich durch die Rechnung ziehen. Von einer reinen Ressourcensteigerung bei der neuen Konsolengeneration hält der Designer nichts. „Wenn die Leute danach fragen, wie ausgereizt die aktuelle Konsolengeneration ist, sind PCs zehnmal leistungsstärker, aber man ist trotzdem noch immer nicht technisch beschränkt.“
„Jede kreative Vision, die ein Designer hat, kann ziemlich gut auf der aktuellen Gegenration und auf jeden Fall auf dem PC umgesetzt werden“, fügte er hinzu. „In vielerlei Hinsicht freue ich mich nicht über die kommende Generation. Sie lässt uns all das machen, was wir jetzt machen wollen, nur mit aufgedrehten Knöpfen.“
Die kommende Konsolengeneration biete schlichtweg mehr dessen, was bekannt ist. Carmack versucht anhand eines aktuellen 30FPS-Spiels wie 'Halo' (4) zu verdeutlichen, wie die Zukunft seiner Meinung nach aussieht: „Wenn man das auf 1080p, 60 Frames mit High Dynamic Frame Buffers laufen lässt, hast man plötzlich sämtliche Ressourcen der Next-Gen verbraucht. Es wird das sein, was wir bereits haben, nur deutlich besser. Man wird sich auf DX11 konzentrieren, aber das wird keine Welten bewegen.“ Es werde sich nicht anfühlen, als spiele man einen Shooter zu ersten Mal. Das können vielmehr der Schritt in die Virtual Reality.
Den wollten Entwickler bereits Mitte und Ende der 1990er Jahre gehen, allerdings erfolglos. Die Technologie wurde damals als solche der Zukunft verkauft, konnte sich am Markt jedoch nicht durchsetzen. Aktuell arbeiten Unternehmen wie Valve und Google ('Project Glass') an mehr oder weniger ausreiften Augmented Reality-Technologien, doch werden marktreife Ergebnisse erst in fünf bis zehn Jahren erwartet. Reine VR könnte sich früher den Weg in das öffentliche Bewusstsein zurückerobern.











geschrieben am 20.06.2012 um 22:41
Zhatan
Spam-Meister
John Carmack - Next-Gen-Technologie geht in die falsche Richtung
Geht nicht gibts nicht. Wer weis schon was uns dieZukunft bringt. Ich denke das Lösungen gefunden werden an die jetzt halt noch keiner denkt. Die Entwicklung geht so rasend schnell voran das wir in den nächsten Jahren schon was brauchbares haben werden.
geschrieben am 20.06.2012 um 16:41
KueheUmschubbsen_
Spam-Meister
John Carmack - Next-Gen-Technologie geht in die falsche Richtung
VR für zu hause funktioniert nicht, einfach weil der normalsterbliche kein leeres zimmer zur verfügung hat. wieviele wii-steuerungen wurden schon am mobiliar zerkloppt?
bei VR braucht man echt assistenzpersonal. ich hatte so einen helm schonmal auf dem kopf, man würde im eifer des gefechts halt wirklich vor wände laufen, wenn niemand aufpasst.
abgesehen davon hat die unibielefeld einen VR-raum. die arbeiten mit der quake III engine und nach ca. einer minute wollte da noch jeder hardcorezocker wieder raus, weil es zu anstrengend wird. nach drei von den sprungdingern aus quake drei ist einem speiübel, wenn man ins o einem raum steht und die brille würde das auch bewirken.
für die kirmes isses echt super, aber zu hause geht es aus obigen gründen einfach nicht!
geschrieben am 20.06.2012 um 15:43
WarPilot
Leeroy Jenkins
John Carmack - Next-Gen-Technologie geht in die falsche Richtung
Der Mann hat recht. Gutes Beispiel auf dem PC ist Minecraft. Es geht wirklich um die Spielmechanik und nicht ums Aussehen.
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