Interview mit Felix Falk von der USK - Spezial 

Seit Jahren diskutieren Eltern, Politiker, Jugendliche und Gesetzeshüter über den deutschen Jugendschutz. Inzwischen ist das Thema öffentlich nur noch von sekundärem Interesse, dabei scheint die USK gleichzeitig eine deutlich liberalere Spruchpraxis als jemals zuvor in ihrer Geschichte zu fahren. Wir haben uns mit dem Geschäftsführer der in Deutschland für die Alterseinstufungen verantwortlichen Selbstkontrolle Unterhaltungssoftware (USK), Felix Falk, über gewalthaltige Inhalte in Videospielen, den Wandel der Zeit und Tipps für Eltern unterhalten.
Looki: Herr Falk, spielen sie privat Videospiele? Und falls ja, welcher Art?
Falk: Ja, allerdings finde ich sehr viel weniger Zeit dafür als früher. Während ich zu Schul- und Studentenzeiten besonders gern Adventures, Jump'n'Runs und Shooter gespielt hab, reicht die Zeit jetzt nur noch selten für große Titel. Ich begnüge mich stattdessen gern mit mobilen Casual Games.
Looki: Lassen Sie ihre Kinder Videospiele spielen und richten Sie sich dabei ausschließlich und strikt nach den Kennzeichnungen, oder versuchen sie, dem eigenen Nachwuchs bei der Auswahl seiner Titel mehr mit auf den Weg zu geben?
Falk: Mein Sohn ist vier Jahre und er spielt vielleicht einmal in der Woche Memory oder Wimmelburg. Besonders, wenn er älter ist, werde ich darauf achten, dass ich ihn bei seiner Mediennutzung begleite. Dabei sind die Alterskennzeichen eine wichtige Orientierungshilfe. Entscheiden sollten Eltern mit ihren Kinder letztendlich zusammen was gespielt werden darf und ab wann.
Looki: Die USK versteht sich in diesem Bezug als Ratgeber für Eltern. Aber aus der Realität wissen wir nur allzu gut, dass Kinder und Jugendliche – vor allem im Alter zwischen 12 und 16 Jahren – nicht immer auf elterlichen Rat hören, vor allem bei ihren Hobbies. Gleichzeitig ist diese Altersklasse eine sehr relevante für Videospiele. Wenn Eltern fragen, wie sie beim Thema Videospiele Zugang zu ihren Kindern finden können, um eine Diskussionsbasis zu schaffen, was empfiehlt die USK als Ratgeber für Eltern?
Falk: Am besten ist es, wirkliches Interesse zu zeigen. Kinder erzählen und zeigen gern, was Ihnen Spaß macht. Wer einfach mal mitspielt oder auch nur zuschaut, bekommt einen wirklichen Eindruck und kann auch besser einschätzen, wo es angemessen sein kann, das Spielen einzuschränken. Die USK-Kennzeichen sind dabei eine wichtige Orientierung aber letztendlich entscheiden Eltern selbst.
Looki: Im April dieses Jahres hagelte es Kritik vonseiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an der Nominierung von 'Crysis 2' für den Deutschen Computerspielpreis (DCP). Der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, bezeichnete die Nominierung im Namen seiner Bundesfraktion als „unvertretbar“ und sah einen Widerspruch mit der Grundlage für die Vergabe des Computerspielpreises. Kurz darauf hatte sich der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware eingeschaltet und die Nominierung verteidigt. 'Crysis 2' gewann später den Preis sogar. Was halten Sie von der immer wieder aufflammenden Diskussion um Killerspiele im Allgemeinen, die nie ihren Geruch nach Plakativismus und Meinungsmache verloren hat, und jener mit Bezug auf den Deutschen Computerspielpreis im Speziellen?
Falk: Ich bin froh, dass es diese Diskussion gerade nicht mehr gegeben hat. Herr Börnsen schien selbst in der CDU/CSU schnell allein dazustehen mit seiner leider sehr populistisch formulierten Meinung. Und dass so gut wie keine Zeitung oder sonstige Medien auf diesem Niveau in diese Diskussion eingestiegen sind, zeigt mir, dass Computerspiele gesellschaftlich endlich besser verstanden und vorurteilsfrei betrachtet werden.
Falk: Am besten ist es, wirkliches Interesse zu zeigen. Kinder erzählen und zeigen gern, was Ihnen Spaß macht. Wer einfach mal mitspielt oder auch nur zuschaut, bekommt einen wirklichen Eindruck und kann auch besser einschätzen, wo es angemessen sein kann, das Spielen einzuschränken. Die USK-Kennzeichen sind dabei eine wichtige Orientierung aber letztendlich entscheiden Eltern selbst.
Looki: Im April dieses Jahres hagelte es Kritik vonseiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an der Nominierung von 'Crysis 2' für den Deutschen Computerspielpreis (DCP). Der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, bezeichnete die Nominierung im Namen seiner Bundesfraktion als „unvertretbar“ und sah einen Widerspruch mit der Grundlage für die Vergabe des Computerspielpreises. Kurz darauf hatte sich der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware eingeschaltet und die Nominierung verteidigt. 'Crysis 2' gewann später den Preis sogar. Was halten Sie von der immer wieder aufflammenden Diskussion um Killerspiele im Allgemeinen, die nie ihren Geruch nach Plakativismus und Meinungsmache verloren hat, und jener mit Bezug auf den Deutschen Computerspielpreis im Speziellen?
Falk: Ich bin froh, dass es diese Diskussion gerade nicht mehr gegeben hat. Herr Börnsen schien selbst in der CDU/CSU schnell allein dazustehen mit seiner leider sehr populistisch formulierten Meinung. Und dass so gut wie keine Zeitung oder sonstige Medien auf diesem Niveau in diese Diskussion eingestiegen sind, zeigt mir, dass Computerspiele gesellschaftlich endlich besser verstanden und vorurteilsfrei betrachtet werden.







