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Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots - Test Playstation 3


Ständig fliegen irgendwelche Trümmer in die Luft, Menschen schreien und sterben. Wir fühlen uns eingebettet. Da stört auch die weniger gelungene grafische Seite wenig. Da gibt es nämlich öfter Texturen, die wie aus dem Mülleimer anmuten. Richtig hässliche Stellen wechseln sich mit hervorragenden Settings ab. Insgesamt wirkt die Umgebung jedoch etwas trist, wenn auch durchaus belebt. Und die Entschuldigung Kojimas, die beinhaltet, dass die PS3 nicht mehr hergibt, ist unbegründet. Da hätte mehr Entwicklungszeit hinein gesteckt werden müssen, so einfach ist das. Nichts zu meckern gibt es hingegen bei den unendlich schönen Zwischensequenzen, die ein Grafikpracht und einen choreographischen Stil auf die Mattscheibe bannen, wie man es noch nie in einem Videospiel zu sehen bekam. Da stört es auch nur wenig, dass die Längste mit rund 90 Minuten länger geht, als Ice Age.

Gut getarnt nimmt Snake einen Aussichtsposten aufs Korn.



Zwar wird hier und da etwas philosophiert, mit sich selbst gesprochen, im Großen und Ganzen aber wird vor allem eins getan: Die Story voran gebracht und vieles, wenn auch nicht alles aufgeklärt. Und wenn sich immer mal wieder Giganten der Serie treffen, wie etwa Raiden und Vamp, um sich bis zum Ende in bis zum letzten durchgestylten Kampfszenen zu beharken, geht dem Spieler das Herz auf.
Mal ganz von den extrem dramatischen Szenen vom Schicksal Snakes abgesehen, die vielen eine Träne ins Augen treiben werden. Hier hat Konami ganze Arbeit geleistet. Dafür aber leider etwas das Gameplay vergessen. Das ist zwar noch immer sehr gut, an Innovationen mangelt es aber. Kleinere Details wurden verbessert, so kann man nun noch besser schleichen, noch besser zielen und hat vor allem die Auswahl zwischen mehr Wegen und mehr Methoden, aber revolutionär ist das Ganze nicht. Und wer ein Meisterwerk schaffen will, das niemals jemand vergessen wird, der sollte nicht nur die genialste Geschichte zu Ende führen, sondern auch für non-stop Innovationen im Gameplay sorgen. Das ist leider nicht gelungen, auch wenn neue Gimmicks, wie das Rollen in einer Tonne Spaß machen. Immerhin wurden die Gespräche per Funk deutlich eingeschränkt, was den Spielfluss erleichtert.

Eine 3D-Karte ist jederzeit einblendbar und der kleine Mk. II. ist das Geld allein schon wert. Der kleine Roboter besorgt euch nicht nur die Waffen vom Händler, sondern kann für euch auch die Orte ausspähen, sowie Gegner per Stromschlag erledigen. Knuffig ist er außerdem. Ebenfalls genial inszeniert sind einmal mehr die Bosskämpfe, die aber leider nicht gerade herausfordernd ausgefallen sind. Taktische Kniffe, wie früher, benötigt man nun nur noch selten, dafür wird man aber durch die Wucht der Bilder mitgerissen. Trotzdem fehlt es dem Ganzen dadurch ein ganz klein wenig an Charme. Musikalisch sorgt erneut Williams für das Hörvergnügen. Leider bietet er dieses Mal keinen Soundtrack der unvergesslichen Art, sondern durchweg nur gute Kost. Hingegen sind die Synchronsprecher einmal mehr das I-Tüpfelchen. Man könnte sich stundenlang in ihren Reden vertiefen. Wann bekommt der Sprecher von Snake eigentlich endlich einen Oskar? Wie gewohnt sind auch die Soundeffekte auf hohem Niveau und sorgen zusammen mit der restlichen technischen Seite für die nötige Atmosphäre.
19.06.2008
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