Killerspiele-Debatte - Neuer Koalitionsvertrag fordert Medie...
26.10.2009 von Björn Plantholt
Die neue Regierung will Medienkompetenz fördern.
Heute Abend werden die Union und die FDP voraussichtlich ihren gemeinsamen Koalitionsvertrag in Berlin unterzeichnen. Zwar muss die Vereinbarung noch von kleinen Parteitagen von CDU und CSU gebilligt werden, doch gilt die Zusage als sicher und schon gestern hatte die FDP dem Vertrag zugestimmt. Inzwischen liegt der mögliche Koalitionsvertrag vor und wir haben ihn auf die Frage hin durchwühlt, welche Konsequenzen die Biene Maja-Koalition für Software mit gewalthaltigen Inhalten besitzt.
Wir erinnern uns kurz zurück: Im November 2005 lehnte unter anderem der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) die im Koalitionsvertrag der CDU, CSU und SPD (große Koalition) festgehaltenen Forderungen nach einem Verbot von so genannten “Killerspielen” ab. Immerhin sei „
die Formulierung [...] unglücklich, weil unpräzise, und weitere gesetzliche Jugendschutzregelungen für Computer- und Videospiele [wären] nicht nötig.“
Angesichts der alten Vereinbarung legt der Koalitionsvertrag der neuen Regierung ganz offensichtlich das Wortkonstrukt “Medienkompetenz“ stärker in den Fokus. Die unzureichende Formulierung “Killerspiel(e)“ findet dagegen gar keine Verwendung mehr. Im neuen Koalitionsvertrag werden Modelle betont, die einen besseren Umgang mit jugendgefährdenden Medien ermöglichen und Risiken dabei vermeiden sollen:
"
Wir wollen die enormen gesellschaftlichen und individuellen Chancen der Neuen Medien umfassend nutzen; den Risiken im Umgang mit diesen werden wir entgegenwirken. Wir wollen die Medienkompetenz insbesondere von Kindern und Jugendlichen stärken. Dazu gehören die Fortsetzung der erfolgreichen Projekte 'Vision Kino', 'Nationale Initiative Printmedien' und das Netz für Kinder 'Frag Finn'“, heißt es in den Zeilen 3177 bis 3181 der Vereinbarung.
Inzwischen scheint sich – zumindest oberflächlich auf dem Blatt – auch ein anderes Verständnis von Computerspielen eingestellt zu haben: „
Computerspiele sind ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur geworden. Deswegen soll die Entwicklung hochwertiger, kulturell und pädagogisch wertvoller Unterhaltungsmedien gefördert und der Deutsche Computerspielpreis aufgewertet werden“, so ist in den Zeilen 3181 bis 3184 zu lesen.
Angesichts der recht kurzen Erwähnung, die zudem für viele sicherlich stark plakative Züge besitzt, darf wohl gefragt werden, was die neue Regierung konkret plant. Der Begriff "Medienkompetenz" ist für viele Menschen wohl ebenso unpräzise und bedeutungsleer wie das Konstrukt "Killerspiele".
Zum Koalitionsvertrag
Quelle: Tagesschau.de / Cdu.de
geschrieben am 27.10.2009 um 11:19
Tocker
Leeroy Jenkins
Killerspiele-Debatte - Neuer Koalitionsvertrag fordert Medienkompetenz
Ich bin für ein einheitliches Verbot von Medienkompetenz weil es gewaltfördernd und staatszersetzend ist
geschrieben am 26.10.2009 um 22:24
Rhyem
Padawan
Killerspiele-Debatte - Neuer Koalitionsvertrag fordert Medienkompetenz
nichts genaues weiß man nicht...jetzt hört sich alles erstmal besser an....ich würd nicht einen cent auf die regierung setzen....
geschrieben am 26.10.2009 um 20:07
am0k
Neuer Benutzer
Killerspiele-Debatte - Neuer Koalitionsvertrag fordert Medienkompetenz
solang die nie wieder so ein tarah machen ist mir das alles egal hauptsache Starcraft2 mit Blut
geschrieben am 26.10.2009 um 17:12
SimplyCrazy
Padawan
Killerspiele-Debatte - Neuer Koalitionsvertrag fordert Medienkompetenz
@ diefohr: Da hast du recht, das wäre schön!! =D
geschrieben am 26.10.2009 um 17:11
Lord_Dudelsack
Neuer Benutzer
Killerspiele-Debatte - Neuer Koalitionsvertrag fordert Medienkompetenz
jo zu anfang wurd wieder aus der mücke nen elefant gemacht und jetz wird schnell alles weichgespült, weil in 4 Jahren sind dann ja wieder neue Wähler am Start die sich evt. an nen verbot anstoßen könnten.....
geschrieben am 26.10.2009 um 15:47
diefohr
Wär gern cool
Killerspiele-Debatte - Neuer Koalitionsvertrag fordert Medienkompetenz
Zumindest kann man jetzt hoffen, das dieses Unwort "Killerspiele" aus den Köpfen verschwindet und evtl. mal genauer deffiniert wird, was überhaupt von den Politikern gemeint ist.
geschrieben am 26.10.2009 um 15:45
horustheheretic
Benutzer
Killerspiele-Debatte - Neuer Koalitionsvertrag fordert Medienkompetenz
Zumindest klingt es weniger nach Hexenjagd. Vllt tut sich ja tatsächlich was, immerhin klingt es ja danach, als wollen sie die Branche in Deutschland unterstützen (solang sie keine Bretter wie Crysis abliefern, die ja weder "kulturell und pädagogisch wertvoll" sind ^^). Die frage ist dann nur, was wieder als kulturell wertvoll zu verstehen ist... ^^ Naja, wird sich zeigen.
geschrieben am 26.10.2009 um 15:40
WarPilot
Leeroy Jenkins
Killerspiele-Debatte - Neuer Koalitionsvertrag fordert Medienkompetenz
Naja das war doch schon immer so, dass vor den Wahlen irgendetwas hochgespielt wird, welches die Eltern wenig interessiert (siehe "Container Aktion").
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