Wird wohl sterben: Horst Schlemmer.
Ein nicht geringer Teil der deutschen Bevölkerung glaubt wohl wirklich daran, dass Horst Schlämmer existiert. Dafür scheint Hape Kerkeling irgendwie vom Erdboden verschwunden zu sein. Bei dem Erfolg, den der Grevenbroicher Lokaljournalist hat und bei all der Sympathie, die ihm immer noch entgegenschlägt, musste sein Erfinder nun eingestehen, dass es nur Platz für einen der Beiden im Zentrum der Medienwelt und auch außerhalb derer geben kann. "Vielleicht habe ich es auch übertrieben.", sagte Kerkeling gegenüber dem Spiegel, den man in letzter Zeit wirklich nur noch in Form seines Alter Egos sehen durfte. "Vielleicht kommt er gar nicht mehr zurück und ich lasse ihn nun wirklich sterben."
Für alle Horst Schlemmer-Fans wäre dies sicherlich eine herbe Enttäuschung, jedoch muss man gestehen, dass der smarte Vize-Chefredakteur seinen Zenit wohl überschritten und mehr erreicht hat, als man vorher für möglich gehalten hätte. Er hat vielen Menschen in diesem Land erfolgreich den Spiegel vorgezeigt. Und um ganz ehrlich zu sein: Es wird Zeit für etwas Neues, Herr Kerkeling.