So sah e damals noch aus, der Agent 47. Was er nicht auf dem Kopf hatte, steckte in den Augenbrauen.
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat den Actioner 'Hitman: Codename 47' vorzeitig von der Liste der jugendgefährdenden Medien (Index) gestrichen. Auf Antrag der Square Enix GmbH wurde das Spiel einer Neuprüfung unterzogen und ist ab dem heutigen Tag in Deutschland nicht mehr indiziert.
'Hitman: Codename 47' ist im Jahr 2000 erschienen und wurde 2001 von der deutsche Bundesoberbehörde BPjM (damals noch Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften - BPjS) unter anderem wegen der realistischen Darstellung der Leichen mitsamt Ragdoll-Effekt auf die Liste der jugendgefährdenden Medien gesetzt. Nach dem Jugendschutzgesetz ist eine Indizierung 25 Jahre lang gültig, solange keine Neuprüfung eine Listenstreichung erwirkt. Im November 2011
trat dieser Fall beispielsweise auch bei 'Doom' und dessen Nachfolger ein.
Die Listenstreichung ermöglicht Square Enix die Prüfung des Spiels, das erstmals den laut- und haarlosen Auftragskiller Agent 47 zum Leben erweckte, durch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und gegebenenfalls eine Neuveröffentlichung in Deutschland. Die Nachricht gibt der Publisher kurz vor dem Release von 'Hitman: Absolution' bekannt, das am 20. November für PC, PlayStation 3 und Xbox 360 erscheinen wird.
Mehr über die Arbeit der USK und der BPjM erfahrt ihr in dem
Bericht zum Thema "Gewalt und die USK: Wird die Zensurschere stumpfer?" und dem
Interview mit USK-Geschäftsführer Felix Falk auf Looki.de.