ZDF - Zeigefinger gegen Games
22.04.2009 von Björn Plantholt
Im Rahmen des “Heute Journals“ wurde ein neuer Beitrag zum Thema “brutale Computerspiele“ ausgestrahlt.
Am gestrigen Dienstag öffneten die “Gamestage“ ihre Pforten - ein Anlass für das ZDF, den warnenden Zeigefinger gegen Videospiele zu erheben. So strahlte die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt gestern einen Beitrag über vermeintlich jugendgefährdende Inhalte in Videospielen aus.
Im Rahmen der Sendung “Heute Journal“ kamen unter anderem Dr. Rainer Fromm als Reporter, der Münchener Schulpsychologe Werner Hopf und Bayerns Innenminister Joachim Herrman zu Wort. Schon die Anmoderation des Beitrages durch Sprecher Steffen Seibert zeigte die Richtung an, in welche es in den nächsten knapp vier Minuten gehen sollte. „
Und wenn man kein in nächtelangen Computerspielschlachten gestählter Jugendlicher ist, dann sind viele dieser Szenen schwer zu ertragen", so Seibert als Vorgeschmack auf den Beitrag über “üble Produkte“.
Als nächstes beschreibt Dr. Fromm Inhalte des Spiels “Resident Evil 5“ mit den Worten “Tötungssequenzen, Sadismus pur“ und ist der Meinung, genau das läge derzeit im Trend. In diesem Zusammenhang warnt Elke Monssen-Engberding von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien vor immer realistischer erscheinenden, virtuellen Gewalttaten.
Kurz darauf kommt der Beitrag auf das angeblich im Jahr 2008 erschienene “Call of Duty 4: Modern Warfare“ zu sprechen und betitelt Inhalte derartiger Spiele als “virtuelles Drillcamp“, die Handlung als militärisches Training. Darüber hinaus ist von "sadistischen Rahmenhandlungen" und "Massenerschießungen" die Rede. Diese sollten den "Spielspaß wohl anheizen".
Der Münchener Schulpsychologe Werner Hopf sagt über den Shooter: „
Dieses Spiel, Call of Duty, ist ein exaktes Training für das Militär. Deswegen findet weltweit eine Militarisierung der Gesellschaften statt. Denn, wer das trainiert, in diesem Befehlston, ist gleichgeschaltet mit militärischem Drill und mit Töten."
Kurz darauf folgt ein Kommentar von Bayerns Innenminister Joachim Herrman, der auf ein Verbot bestimmter Videospiele drängt: „
Wir müssen solche Spiele eindeutig verbieten. Das kann kein Freizeitvergnügen sein, andere Menschen zu ermorden. Das hat es im Altertum gegeben, dass man da begeistert im römischen Zirkus zugeschaut hat, wenn sich die Gladiatoren gegenseitig erstochen haben.“ Hermann ist überzeugt: „
Wir können nicht wieder in derartige archaische Zeiten zurückfallen."
Im Laufe des Beitrags wird zusätzlich noch auf die Titel “GTA: San Andres“, in dem “
Frauen mit einer Schaufel erschlagen werden“ können, sowie “Prey“ eingegangen. Und auch Dr. Angelika Kolp, Justizministerin von Sachsen-Anhalt, ist der Meinung, dass einige Spiele durchaus gewaltverherrlichend und damit strafrechtlich bedenklich sind.
Wer sich den Beitrag vollständig ansehen möchte, kann dies auf der Webpräsenz des ZDF unter unserem Link machen.
Heute-Journal: "Brutale Computerspiele - Forscher warnen"
geschrieben am 22.04.2009 um 19:47
Gast
ZDF - Zeigefinger gegen Games
So so so Call of Duty: Modern Warfare erschien Ende 2008. Rofl. Und für so so ein Scheißdreck zahlt man also GEZ.
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