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Valve - Chef Newell kritisiert permanenten On...

01.09.2011 von Björn Plantholt
Steam
Knopf im Auge; kann kein Steiff sein.
Valve-Oberhaupt Gabe Newell hat sich erneut gegen "agressive" DRM-Maßnahmen ausgesprochen, die Spieler dazu zwingen, während des Spielens kontinuierlich online zu sein. „Der Glaube, den Umsatz eines Spiels zu erhöhen, indem man es durch ein aggressives Digital Rights Management im Wert mindert, geht völlig nach hinten los“, sagte Newell im Interview mit dem US-Newsblog Kotaku.

Folgend verdeutlicht Newell seine Sichtweise anhand der Expansion von Steam in russische Gefilde, die abgesehen von Großbritannien und Deutschland inzwischen als größter Absatzmarkt der Distributionsplattform in Europa gelten. Anstatt die Piraterie zu bekämpfen, habe man die Spiele für die Region komplett lokalisiert. „Als wir auf den russischen Markt kamen, sagte jeder, 'Ihr könnt hier kein Geld machen. Jeder nutzt illegale Quellen'“, so Newell über die Einschätzung anderer Publisher. Er erklärt, dass die illegalen Quellen die Titel bis dato häufig besser lokalisiert hätten, als es die offiziellen Publisher taten.

Bei der Überlegung der Leute, wo sie sich ihre Spiele kaufen, sehen sie sich um und sagen, 'Jesus, die illegalen Anbieter liefern uns einen besseren Service'“, so Newell. Daraus zieht er Schlüsse für die Art und Weise, wie Publisher mit den Kunden umgehen sollten. „Der beste Weg, Piraterie zu bekämpfen, ist, einen maßgeschneiderten Service zu entwickeln. Ich denke [Publisher mit restriktiven DRM] werden weniger ihrer Produkte verkaufen und mehr Probleme verursachen.

Zuletzt hatten Blizzard und Ubisoft die Diskussion um Always-On-Voraussetzungen in Computerspielen wieder befeuert. Während die Franzosen den zunächst geplanten Schutz bei aktuellen PC-Versionen ihrer Titel infolge heftiger Community-Reaktionen wieder abgeblasen haben, distanzieren sich die Kalifornier von dem Vorwurf, damit der Piraterie vorbeugen zu wollen und betonen die Vorteile für die Kunden. Auch Tim Willits von id Software stimmte zuletzt in den Blizzard-Kanon ein und präsentierte sich als „großer Befürworter der permanenten Verbindung“.
Quelle: Computerandvideogames.com

Kommentare (4)

geschrieben am 02.09.2011 um 09:34

KueheUmschubbsen_

Spam-Meister

Kommentar #04
2440 Beiträge

Valve - Chef Newell kritisiert permanenten Online-Zwang

die haben einfach nicht verstanden (wir spieler leider noch weniger), dass es inzwischen so viele wirklich spielenswerte namen gibt, dass man eh nicht mehr die zeit fuer alles hat. also kann der spieler inzwischen aussieben: er kann warten, bis ein spiel nicht mehr 50, sondern nur- noch 30 euro kostet, weil er eh genug zu tun hat. er kann sehen, dass ein spiel zerschnitten ist und es importieren (betrifft nicht den hersteller, aber halt den deutschen spieler). er kann fuer 2 stunden spielzeit noch ein DLC fuer 15 euro kaufen, oder es lassen. und er kann spiele, die mit besonders bescheidenen EULAs glaenzen ebenfalls im regal stehen lassen, was leider viel zu wenig genutzt wird.
haetten die leute das damals bei HL2 gemacht, haetten wir alle den scheiss steam nicht an der backe. dann waere von permanetem onlinezwang nie die rede gewesen. und ich denke, das ist neben der browsergame-entwicklung auch der punkt, weshalb sich die publisher heute erlauben, spiele mit 6 stunden SP zu verkaufen, weil die restlichen 44 stunden ja in 3 DLC-paketen zu kaufen sind.

geschrieben am 02.09.2011 um 08:35

MarkBrandis

Neuer Benutzer

Kommentar #03
27 Beiträge

Valve - Chef Newell kritisiert permanenten Online-Zwang

Gut Valve verfolgt sicher auch eigene Ziele, aber recht hat er.

Für Single-Player ständige Online Verbindungen ist eine Zumutung.
Schon allein weil man den PC sicherheitstechnisch an zu viel Stellen öffnen muss,
gemeint sind globale Ports öffnen (was meine Firewall nicht existent macht, wozu hab ich die eigentlich?)

Überall wird nach Onlinesicherheit gerufen hier wird sie abgebaut.
Bot-Netzbetreiber werden sich freuen. (mehr Zombie-PC´s)

Und der Vorteil von Blizzard´s Diablo 3 ist nur das ich es nicht kaufen werde.
Online Itemauktionen braucht kein Mensch. Ist nur ein verkappter Kopierschutz.
(man kann es aber ja anders nennen, die Leute glauben es ja)

Zhatan

geschrieben am 01.09.2011 um 15:44

Zhatan

Spam-Meister

Kommentar #02
4185 Beiträge

Valve - Chef Newell kritisiert permanenten Online-Zwang

Ich hoffe die Einsicht verbreitet sich. Kann ich mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen. Man sollte sich mal ansehen warum Spiele überhaupt erst illegal besorgt werden. Zum einen ist da der Preis. Singelplayer Spiele kosten soviel wie ein Spiel mit Multiplayer? Das geht nicht. Ich spiele es ein, höchstens zwei mal durch und soll aber genau so 50EUR bezahlen wie für mein Bad Company2, das ich jede Woche an 3 oder 4 Tagen spiele. Da passt doch was nicht.
Das ganze erinnert mich an frühere Tage, da musste man immer die CD im Laufwerk haben. Das hat genervt, ein Crack musste her und wurde auch immer schnell gefunden. Wenn ich aber eh mit Crack spielen muss, warum dann kaufen? Jetzt ist das nichts anderes, Onlinezwang? Will ich nicht, also Crack her, was dann kommt ist ja klar. Bei einem guten Spiel, das ich lange und im Multiplayer spielen werde stellt sich diese Frage natürlich nicht, Diablo3 und Battlefield werden gekauft, aber bei anderen, nicht AAA Spielen überlegt man schon.

Haldarim

geschrieben am 01.09.2011 um 14:49

Haldarim

Wär gern cool

Kommentar #01
210 Beiträge

Valve - Chef Newell kritisiert permanenten Online-Zwang

Endlich mal einer der das sagt was alle Spieler denken und der auch vielleicht noch gehört wird. Online zwang bringt einen großen Teil der Spieler dazu schon mal darüber nachzudenken sich das Spiel garnicht zu kaufen obwohl sie es eigentlich wollten, oder sie schwenken auf die Konsole um wenn vorhanden oder, und das ist wohl die schlechteste Alternative, sie greifen auf Mittel und Wege zurück die nicht immer ganz legal sind um ihre Spiele dann doch offline spielen zu können.

Es mag sein das es manchem Spieler egal ist ob es einen Onlinezwang gibt oder nicht da sie, wie ich auch, eh nur daheim am Rechner spielen aber für all diejenigen die viel auf LANs sind oder unterwegs spielen ist das Eigentlich ein Zumutung.

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