Killerspiele - Schweiz bald auch betroffen?
08.06.2009 von Jan Fratzer
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Von wegen "armes Deutschland": Nicht nur hierzulande steht das Schicksal von sogenannten "Killerspielen" á la Counter-Strike auf wackeligen Beinen, auch im seitens deutscher Zocker begehrten Import-Land Schweiz besteht die theoretische Möglichkeit, dass es um brutale Shooter bald zappenduster wird.
Gleich zwei Forderungen wurden demnach erst letzte Woche vom Schweizer Nationalrat akzeptiert und in Empfang genommen. Bei der einen handelt es sich um die Forderung nach dem Verbot des Verkaufes von "Killerspielen" an Kinder und Jugendliche. Bis hierhin ist das Ganze ja noch verständlich und fernab der von erwachsenen Spielern gefürchteten Entmündigung.
Bei Forderung Nummer Zwei, die den Plänen der Killerspiel-Gegner im deutschen Innenministerium stark ähnelt, sieht das Ganze allerdings schon wieder anders aus: Hier wird auf einen Gesetzesentwurf abgezielt, der das generelle Verbot von Computer- und Videospielen, in denen "grausame Gewalt gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beiträgt", beinhaltet. Der schweizerische Ständerat entscheidet nun über das Schicksal der unter der Kritik stehenden Spielesparte. Willigt man hier ein, sieht sich der Bundesrat gezwungen, das bisherige Gesetz zu überarbeiten.
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