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Story

Masaru Outpost. Kaum eine Niederlassung der Gesellschaft vereinter Galaxien (GvG) war weiter vom zivilisierten Bereich des Universums entfernt als diese. Dennoch war sie ein Teil dieser beeindruckenden Versammlung der Völker des Alls.

Die GvG wurde vor unzähligen Jahren ins Leben gerufen und jedem ausreichend etwickeltem Volk wurde angeboten, ihr beizutreten. Und jedes Volk, das intelligent genug war die Vorteile aus diesem Beitritt zu erkennen, tat dies auch. Einst gab es nur vier große Völker im Universum. Ihre Namen sind schon seit Jahrmillionen nicht mehr ausgesprochen worden, aber ihre Hinterlassenschaften prägen noch heute das Bild des Weltalls. Über Tausende von Jahren führten diese Völker Krieg gegeneinander, bis schließlich eines von ihnen völlig ausgerottet wurde. Die anderen drei Völker erkannten, welchen Schaden sie damit angerichtet hatten und entschlossen sich für ein Zusammenleben.

Hierfür wurden Regeln erstellt, die es einzuhalten und zu überwachen galt. Nach und nach erwachten auf den Planeten des Alls kleinere, primitivere Geschöpfe und entwickelten sich im Laufe der Zeit zu Gesellschaften heran. Die ersten von ihnen wurden noch von den großen Drei persönlich besucht und über das Wesen des Universums aufgeklärt. Das erste Volk, welches Kontakt mit den Großen Drei hatte, waren die Magumer. Sie lernten von den Weisesten und Klügsten und noch heute sind sie aus diesem Grunde technologisch viel weiter entwickelt als alle anderen Völker in den Galaxien.

All diese jungen Völker erkannten die GvG an und wurden ein Teil von ihr. Viele Völker entsandten Repräsentanten in das Galaktische Konzil und beraten dort seit jeher über den Fortgang des Universums. Sie legen neue Regeln fest und wählen aus ihrem Kreise diejenigen, die über die Einhaltung der Gesetze wachen sollen.

Die Gesellschaft der vereinten Galaxien ist somit das letzte, alles überdauernde Vermächtnis der Großen Drei.

Doch nicht jeder akzeptiert die ihm auferlegten Regeln. Es gibt Individuen, die die Fesseln der Gesetze nicht tragen wollen. Im Gegenteil, sie ziehen ihren größten Nutzen daraus, die Völker, die die Gesetze akzeptierten mit Chaos und Zerstörung zu überziehen.

Karatos, ein morricanischer Kriegsherr, war einer von ihnen. Er hatte eine gewaltige Armada von Gleichgesinnten um sich geschart und machte mit Vorliebe die abgelegnen Gegenden des Universums unsicher. Und keine Gegend war abgelegener als das Masaru System. Hier war der Arm der GvG so schwach, dass sich dieser Außenposten nur mit Mühe halten konnte. Aber es wäre nicht in Karatos Interesse gewesen diese Handelsstation zu gefährden. Die Verlockung nach großen Reichtümern lockte viele Händler in die Region und diese waren sein bevorzugtes Ziel.

Der Herrscher Waramu steuerte mit seiner Handelsflotte, bestehend aus schwer gepanzerten Carrier Kaiman, Masaru Outpost an. Er kannte die Gefahren der Gegend, doch er brauchte dringend Wasser für seine Forschungen. Seine Flotte war voll beladen mit wertvollen Metallen, die er hier gegen das dringend benötigte Wasser eintauschen wollte. Metalle waren hier sehr rar. Viele jamazoidische Imperien in der Nähe siedelten hier und diese Wesen, halb mechanisch, halb organisch, hatten einen beständigen Bedarf an Metallen.

Dafür konnten sie gut und gerne große Wassermengen abgeben, die sie von Eisplaneten extrahieren. Sicher, man könnte auf die Idee kommen sich das Wasser einfach von den Planeten zu holen, aber sie waren Hoheitsgebiet fremder Herrscher und nach den Gesetzen des galaktischen Konzils war es verboten fremde Planeten auszuplündern.

Darüber hinaus wusste kein Volk im Universum seine Planeten besser zu verteidigen als die Jamazoiden. Ihre orbitalen Abwehrbatterien waren so mächtig, dass es erheblicher Kampfverbände bedarf um diesen auch nur annährend gefährlich zu werden. Und so viel Zeit hatte Waramu nicht. Er musste sich beeilen, um seine Forschungen schnellstmöglich fortsetzen zu können. Wie jeder anständige Magume war auch er von der Wissenschaft nahezu besessen. Masaru war seine beste und günstigste Chance. Er würde eben aufpassen müssen. Waramu hatte schon andere gefährliche Transportmissionen durchgeführt und war sich sicher, dass die dicken Außenwände seiner Kaimane einen nicht unerheblichen Schutz bedeuten würden.

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