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Story

Zwei Welten, nur wenige Lichtjahre voneinander entfernt. Ein Krieg der andauert, seit der erste gemeinsame Kontakt zustande kam. Beide Völker hatten den Weltraum erobert und wollten nun mehr Raum für ihre Bevölkerung zum Leben. Aus heute nicht mehr erklärbaren Umständen trafen sich die Expeditionsflotten beider Welten auf einem Planeten, der mit ein wenig Arbeit eine blühende neue Welt für beide hätte sein können. Doch jede Flotte wollte den Planeten allein für sich. Und so kam es zu einem kurzen, aber heftigen Kampf, den keiner überlebte. Beide Seiten schworen Rache für jeden einzelnen Toten und keiner wollte den neu entdeckten Planeten dem Feind überlassen. So stritt man sich Jahrzehnte lang und eine Flotte nach der anderen wurde vernichtet.

Dies sollte nun ein Ende finden. Zum ersten Mal in ihrer langen und kriegerischen Geschichte hatte ein Volk die technologische Oberhand gewonnen...

Der Befehl

»Flotte voll einsatzbereit!«, so lautete die Mitteilung des obersten Flottenadmirals an die Ministerin für Strategie, Krieg und Überbevölkerungsproblematik. In freudiger Erwartung, den Feind endlich bezwingen und den so lange umkämpften Planeten endlich besiedeln zu können, gab die Ministerin den Angriffsbefehl und wünschte den Kolonisten alles Gute.

Noch ahnte niemand, dass dieser Tag des endgültigen Sieges und der lange ersehnten Erweiterung ihrer Grenzen noch ein solch verblüffendes Ende nehmen sollte.

Ein überraschend kalter Herbst hatte den Planeten fest im Griff. Kaum ein Fahrzeug bewegte sich in der Kälte und niemand, der nicht wirklich musste, ging überhaupt vor die Tür. Dennoch herrschte geschäftiges Treiben, die vielen tausend Kriegsschiffe mussten mit Ingenieuren, Strategen, Offizieren, einfachem Bordpersonal, Ausrüstungsgegenständen und vielem mehr beladen werden, das riesige Kolonieschiff wurde mit allem, was man für die Besiedelung eines neuen Planeten benötigte, beladen und die freiwilligen Kolonisten strömten herbei. Deshalb starteten und landeten Shuttles im Minutentakt, man wollte ja schließlich nicht zulassen, dass die Schlacht begann, bevor die eigene Flotte einsatzbereit war. Es handelte sich um derart viele Shuttles, dass man beinahe meinte, die hohe Luftfeuchtigkeit beruhe auf den Massen an verbranntem Wasserstoff. Die Nachricht des für die Koordinierung des Bereitmachens der Flotte verantwortlichen Offiziers hatte das Oberflottenkommando erreicht und selbiges entnahm ihr, dass ihre auf Hochglanz polierte Flotte bereit war, den Orbit zu verlassen. Sie zögerten keine Minute und gaben den Befehl, den feindlichen Planeten anzugreifen. Alle der über 500.000 gut ausgebildeten Besatzungsmitglieder wussten um ihre Aufgabe, wussten um das Scheitern all derer, die vor ihnen in den Kampf gezogen waren, doch nur die wenigsten waren pessimistisch.

Selbst die Pessimisten sollten überrascht werden

Schon der Flug erwies sich als schwierig. Es gab sehr viele Meteoritenfelder, was auf äußerst starke Gleichgewichtsschwankungen zwischen der neu entstandenen Materie und der Weiterentwicklung, sowie dem Abbau der alten, bereits vorhandenen Materie im gesamten Universum hindeutete. Es würde ein Wagnis werden, durch sie hindurch zu navigieren, jedes falsche Manöver könnte wertvolle Schiffe und Männer kosten. Man könnte den Meteoritenfeldern ausweichen, sie umfliegen, doch aufgrund des bloßen Ausmaßes dieser Felder würde dies zu erheblichen Verzögerungen führen. Dies wiederum brachte den Flottenadmiral in große Bedrängnis, denn sollte die Ankunft der Flotte zu stark verzögert werden, wäre eine frühzeitige Entdeckung durch die gut entwickelte Scannertechnologie des Gegners nicht mehr auszuschließen, was dem räudigen Hund eventuell ermöglichen würde noch rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Doch dazu sollte es nicht kommen.

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