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Release: 17.08.2012 | Altersfreigabe: ab 16 Jahre  
Darksiders II
Werden die apokalyptischen Brüder von Krieg und Tod doch noch ihre eigenen Abenteuer bekommen?
Mit dem Aufkauf der Marke 'Darksiders' vom insolventen Publisher THQ hat Nordic Games alle Fäden in der Hand, einen dritten Teil zur Action-Adventure-Reihe in Auftrag zu geben. Dafür will sich der Publisher einen perfekten Partner suchen, kündigte Nordic Games-CEO Lars Wingefors gegenüber den britischen Kollegen von Eurogamer in einem Telefon-Interview an. Gleichzeitig darf das Ganze aber nicht zu teuer werden.

Wir sind kein Entwickler“, sagte Wingefors. „Wir können keinen Nachfolger machen. Wir müssen das besten kreative Team finden, damit es sich um das Sequel kümmert. Wir werden uns verschiedene Möglichkeiten ansehen, Nachfolger zu entwickeln.“ Nordic Games hat im April die Marken 'Darksiders', 'Red Faction', 'MX vs. ATV' sowie Assets zu Spielen wie 'Titan Quest', 'Supreme Commander', 'Frontlines', 'Stuntman', 'Juiced', 'Full Spectrum Warrior', 'Destroy All Humans' und weitere für rund 4,9 Millionen US-Dollar in der Versteigerung des Restportfolios von THQ erworben.

Jetzt will der Publisher klären, wie man mit der zunächst totgeglaubten Marke 'Darksiders' am besten umgeht. „In den vergangenen 24 Stunden haben uns Leute angesprochen, die sich offensichtlich ziemlich gut mit dem Produkt auskennen. Ich kann aber nicht sagen, ob die Gespräche irgendwo hinführen“, so Wingefors. Ein potentieller Partner ist Crytek USA, in dem seit Ende Januar eine große Zahl der ehemaligen Mitarbeiter von Vigil, dem ursprünglichen Entwickler von 'Darksiders', beschäftigt ist.

Ich sage nicht, dass wir mit Crytek USA in Kontakt stehen, aber ich würde gerne etwas mit ihnen machen, wenn wir eine gute Ausgangslage schaffe können“, merkte Wingefors an. „Wenn sie nachweisen können, dass sie in der Lage sind, einen würdigen Nachfolger zu machen, warum sollten wir dann nicht miteinander sprechen?“ Schließlich habe er großen Respekt vor den Mitarbeitern. „Sie haben sehr gute Spiele gemacht. Allerdings denke ich, dass sie einen vollen Zeitplan haben. Das Entwickeln von Spielen kostet Zeit.

Seiner Ansicht nach ist Crytek USA am besten geeignet, die 'Darksiders'-Serie weiterzuführen, allerdings können sich auch andere Studios melden, die sich in der Position sehen. Problematisch für Nordic Games sei das Fehlen eines finanziellen Rückgrats, um den Weg von THQ weiterzugehen. „Selbst wenn ich mein eigenes Kapital hätte, um diese Assets zu kaufen und wir finanziell gesehen ein sehr gut aufgestelltes Unternehmen wären, habe ich keine 100 Millionen US-Dollar, oder was auch immer THQ in das Projekt Darksiders 2 gesteckt hat“, gibt Wingefors zu. Man müsse vielmehr eine kreative Idee finden, um das Problem zu lösen und dafür falle ihm sicher etwas ein.

Aktuell verzeihe der Markt nichts, weshalb sich Wingefors fragt, welcher Weg kommerziell Sinn machen würde. „Wir könnten allein deshalb kosteneffizienter arbeiten, weil wir nicht THQ sind. Aber das wichtigste ist, die richtigen Voraussetzungen und Leute dafür zu finden. Es gibt keinen Markt für ein Spiel mit einer Metakritik von 60. Man muss über 80 haben oder noch besser 90, um es kommerziell existenzfähig zu machen.“ Anders sei das beispielsweise bei Steam, wo auch niedriger bewertete Spiele lebensfähig seien.

So oder so wird es noch dauern, bis Fans von 'Darksiders' das nächste Kapitel der gelungenen Reihe zu Gesicht bekommen – wenn überhaupt.
Quelle: Eurogamer.net

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