Nach den kürzlichen Vorkommnissen zwischen Activision und Infinity Ward machen heute weitere Gerüchte die Runde, die unter anderem besagen wollen, wie es zu der Entlassung der beiden IW-Mitgründer Jason West und Vince Zampella kam. Aus mehreren “kontextnahen“ Quellen will Gamasutra.com erfahren haben, dass es bereits seit Monaten zwischen der Activison-Führung und den IW-Köpfen kriselt.
Zum einen heißt es, West und Zampella würden allgemein den Ruf genießen, nicht sehr umgänglich zu sein. Doch habe ihre Verweigerung, Activision die Meilensteine der 'Modern Warfare 2'-Entwicklung prüfen zu lassen, beispielsweise den Zorn von Activision-CEO Bobby Kotick erregt. Dazu käme außerdem der immense Erfolg von 'Modern Wafare 2' und womöglich dem eines dritten Ablegers. Während das Musikgenre bei Activision einknickt, habe der Publisher IW dazu bewegen wollen, mit der Entwicklung eines dritten 'Modern Warfare' zu beginnen.
Das Studio habe dagegen Wünsche geäußert, lieber eine neue Marke fertigzustellen, die ihnen vertraglich bei Activision zugesichert sei. Dasselbe Übereinkommen garantiere IW außerdem, als alleiniges Studio an den 'Modern Warfare'-Ablegern der CoD-Reihe zu arbeiten, während Treyarch mit den anderen CoD-Titeln beschäftigt wird. Eine Auslagerung des dritten 'Modern Warfare' beispielsweise an das neue Acti-StartUp Sledgehammer Games sei somit nicht möglich gewesen, also habe man IW dazu bewegen müssen, schneller mit 'Modern Warfare 3' zu beginnen. Sledgehammer wird dafür nun definitiv an einem Action-Adventure zu CoD arbeiten.
Einige Quellen widersprachen dagegen dem gestrigen Gerücht, Activision schulde IW noch Honorare. Da diese quartalsweise gezahlt würden, stünden sie aktuell noch nicht an und der Publisher sei somit auch nicht in Zahlungsverzug. Allerdings legt eine andere Quelle nahe, dass die beiden entlassenen West und Zampella mehr Kapital von Activision forderten, sollten sie sich 'Modern Warfare 3' zuwenden. Auch die mögliche Neuverhandlung dessen könnte den Zorn des Publishers auf den Plan gerufen haben.
Denkbar wäre den Quellen nach außerdem, dass sich die Studioführung angesichts der schlanken Linie von nur 75 Mitarbeitern weigerte, dem Willen Activisions nachzukommen und IW-Angestellte zu entlassen. Diese Weigerung hätte dem Publisher schließlich die Möglichkeit für die Klage gegen West und Zampella wegen Ungehorsamkeit ermöglicht.
Bei alledem handelt es sich weiterhin um Gerüchte und unbestätigte Spekulationen. Allgemein gilt Activision in der Branche als ein Konzern, der häufig gerichtliche Mittel einsetzt, um seine Ausgangsposition zu verbessern und Spiele bekanntermaßen als reines Geschäft sieht. Beispiele dafür sind die 'Brütal Legend'-Kabbelei mit Konkurrent Electronic Arts oder auch die Schließung von Red Octane und Einschnitte bei Neversoft, nachdem die 'Guitar Hero'-Marke nicht mehr so viel Geld abwirft, wie früher.










geschrieben am 03.03.2010 um 17:56
Necro6SD
Möchtegern
Infinity Ward vs. Activision - Mögliche Streit-Hintergründe aus der Gerüchteküche
Was ist nur mit der Welt los :( wenn jetzt die Software-Schmieden- und Publisher sich bekriegen!
geschrieben am 03.03.2010 um 15:17
Durzan
Eingeweihter Ausweider
Infinity Ward vs. Activision - Mögliche Streit-Hintergründe aus der Gerüchteküche
Also egal welches Gerücht man nimmt, man kommt bei folgender Aussage raus:
Activision = Böse
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