Die knapp 40 ehemals bzw. weiterhin beim Entwickler Infinity Ward angestellten Mitarbeiter, die seit März gegen den Mutterkonzern Activision klagen, haben den Streitwert von 625 Millionen US-Dollar auf 216 Millionen gesenkt. Dafür präsentiert die Kotaku vorliegende Klageschrift neue, vermeintliche Details über den Umgang von Activision mit dem Studio.
Die Kläger werfen dem Publisher beispielsweise vor, 60 Prozent der Bonuszahlungen, welche ihnen für 'Call of Duty: Modern Warfare 2' zugesagt worden waren, zurückgehalten zu haben. Damit sollte erzwungen werden, dass 'Modern Warfare 3' im November 2010 rechtzeitig fertiggestellt wird, heißt es in der Klageschrift. Erst dann sollten die 54 Mio. USD ausgezahlt werden. Dazu habe Activision außerdem Türsteher eingestellt und geheime "Verhöre" durchgeführt, so dass gar eine "Polizeistaat-Atmosphäre" entstanden sein soll.
Am 5. August wird ein Richter entscheiden, ob dieser Streitfall mit dem der Studiogründer West und Zampella verbunden zusammengelegt wird. Der Auftakt zum Prozess wurde auf den 23. Mai 2011 gelegt.
Hintergrund
Anfang März waren erste Meldungen aufgetaucht, die eine mögliche Entlassung der beiden IW-Mitgründer Jason West und Vince Zampella durch den Publisher Activision beinhalteten. Außerdem betonten mehrere Studio-Mitarbeiter, es herrsche eine “angespannte“ und “verwirrte“ Stimmung, was durchaus zu den oben genannten Details passen würde. Indes hatte Activision rechtliche Schritte eingeleitet und die US-Börsenaufsichtsbehörde aufgrund eines „Vertragsbruches und Insubordination von zwei hochrangigen Angestellten bei Infinity Ward“ eingeschaltet und Jason West und Vince Zampella entlassen. Kurz darauf machten Gerüchte über fehlende Honorarzahlungen und Activisions vermeintliche Übernahme des Franchises die Runde – obwohl IW ebenfalls Rechte daran besitzt.
Wenige Stunden später verkündete Activision offiziell per Pressemitteilung, wie es mit der 'Call of Duty'-Reihe weitergehen soll und das man eigens dafür eine neue Geschäftseinheit gebildet hätte, die den Erfolg und die Verbreitung der Marke ausweiten solle. Seitdem erschienen weitere Gerüchte, die zum Teil kongruent mit der laufenden Klage seitens West und Zampella sind.
Wenige Tage nach den Entlassungen der Studiogründer wurde bekannt, dass die ersten Infnity Ward-Mitarbeiter bei ihrem Arbeitgeber die Kündigung eingereicht hatten. Es folgten weitere Asusstiege, so dass Insider von einer nicht unerheblichen Destabilisierung des Entwickler-Stabs sprachen.
Mitte Mai verkündeten West und Zampella schließlich die Eröffnung eines neuen Stduios namens Respawn Entertainment, das in Bezug auf die Publishing- und Distributions-Rechte auf EA Partners zurückgreift. Seitdem wurden diverse Abgänger von Infinity Ward bei Respawn aufgenommen.































geschrieben am 13.07.2010 um 16:23
Zhatan
Spam-Meister
Infinity Ward vs. Activision - Kläger werfen Polizeistaat-Atmosphäre vor
Der Name passt sehr gut, bin gespannt was wir von denen in Zukunft noch hören werden. Und wie es mit der Call of Duty Reihe weiter gehen wird. Wenn sie weiter die Abzockschiene fahren seh ich eh schwarz, auf Dauer lassen sich die Spieler hoffentlich nicht für Dumm verkaufen.
geschrieben am 13.07.2010 um 12:59
Loewedonut
Benutzer
Infinity Ward vs. Activision - Kläger werfen Polizeistaat-Atmosphäre vor
Respawn Entertainment :D lol was für ein name ^^ naja
geschrieben am 13.07.2010 um 09:02
Sir_Arthur_Conan_Doyle
Eingeweihter
Infinity Ward vs. Activision - Kläger werfen Polizeistaat-Atmosphäre vor
Respawn Entertainment :-D zu geil
Glaube net dass MW3 was wird. Leider.
geschrieben am 12.07.2010 um 22:44
SpaceFalcon
Möchtegern
Infinity Ward vs. Activision - Kläger werfen Polizeistaat-Atmosphäre vor
Respawn Entertainment...welch passender Name. Der ist sicher nicht zufällig ausgewählt worden. Zeugt jedenfalls von Humor.
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