.hack // Infection - Test 
Spiel im Spiel
Wenn sich Japans größter Anime-Produzent Bandai mit dem „Neo Genesis Evangelion“-Macher Yoshiyuki Sadamato und dem Edelkomponisten Yuki Kajiura zusammentut, mag man etwas Besonderes erwarten. Im Falle des Großprojeckts „dothack“ – wird „.hack“ geschrieben – wird diese Erwartungshaltung sogar erfüllt. In diversen Mangas, einer Anime-Serie und einer vierteiligen PlayStation2-Rollenspielserie wird die Geschichte des Schülers Kite erzählt, welcher dem schnöden Videospiel-Hobby frönt und dabei einer mysteriösen Verschwörung auf die Schliche kommt. Insgesamt ist „dothack“ wohl das bis dato größte Projekt von Bandai, welches mittels vier Medien erzählt wird.
Durch den ungewöhnlichen Story-Ansatz wird aus dem PlayStation2-Titel „dothack // Infection“ quasi ein Spiel im Spiel. Der Spieler schlüpft in die Haut des jungen Kite und spielt an dessen Stelle das fiktive Onlinerollenspiel „The World“. Den Schuljungen Kite werdet ihr dabei nie zu Gesicht bekommen, da sich die reale Welt auf ebenfalls fiktive Onlineforen und gelegentlichen Email-Kontakt mit anderen Spielern beschränkt. „dothack“ simuliert somit ganz ohne Breitbandadapter und Internet-Provider das Spielprinzip von „Everquest“ oder „Ultima Online“, mit eben dem feinen Unterschied, dass eure Mitspieler zwar über ihre Hausaufgaben philosophieren und ganz Internetgerecht mit Smileys um sich werfen, in Wahrheit jedoch weiterhin NPCs sind, welche stur ihre Dialoge abspulen.
Im Gegensatz zu „Everquest“, bei dem die Handlung einzig durch Aktionen der Spieler sowie extrem seltener Großevents vorangetrieben wird, beschränkt sich die Geschichte von „Infection“ jedoch fortan nicht nur auf das Erkunden von „The World“.
Vielmehr fällt gleich zu Beginn ein guter Freund von Kite nach einem Serverfehler im Spiel in Koma und es gilt, hinter das Geheimnis der seltsamen Erkrankung zu kommen. Leider nutzt „Infection“ die interessante Ausgangslage kaum, um die Handlung wirklich voranzutreiben. Zwar werden in unzähligen Ingame-Zwischensequenzen nach und nach neue Charaktere vorgestellt, am Ende eures fünfzehn Stunden-Abenteuers seid ihr jedoch genauso schlau wie zu Beginn. Hier bleibt nur die Hoffnung, dass Bandai die Geschichte in den drei folgenden Serienepisoden schneller vorantreiben wird. Immerhin bietet die dem Spiel kostenlos beiliegende Animè-DVD einen weiteren Einblick in die ansonsten sehr interessante Welt von Kite und „The World“.
Hinter „The World“ selbst verbirgt sich ein recht simples Action-Rollenspiel im Stil von Squares „Kingdom Hearts“. Aus der Third Person-Perspektive kämpft ihr euch in Echtzeit durch allerlei Fantasy-Monster, um nach und nach eure Ausrüstung durch erworbenes Geld aufzupäppeln und im Level zu steigen. Witzig hierbei: Geht ihr in ein Menü, um Spezialattacken, Zauberangriffe oder Inventargegenstände auszuwählen, pausiert das Spiel, was in einem echten Online-Rollenspiel ein Ding des Unmöglichen wäre. Dadurch wird die Steuerung zwar etwas komfortabler, jedoch verlieren die Kämpfe vor allem gegen Ende des Abenteuers, wo man häufig heilen muss, deutlich an Dynamik.
Dabei wäre dieser Eingriff gar nicht mal nötig. Die Menü- und Kampfsteuerung geht nach kurzer Eingewöhnung sehr gut von der Hand und wenngleich sich rollenspieltypisch Gruppen bilden lassen, steuert ihr immer nur Kite. Euren Party-Mitstreiter lassen sich nur simple Befehle zurufen. Dies ist jedoch nur in den seltensten Fällen wirklich nötig.
Hacken und Abmetzeln
Hinter „The World“ selbst verbirgt sich ein recht simples Action-Rollenspiel im Stil von Squares „Kingdom Hearts“. Aus der Third Person-Perspektive kämpft ihr euch in Echtzeit durch allerlei Fantasy-Monster, um nach und nach eure Ausrüstung durch erworbenes Geld aufzupäppeln und im Level zu steigen. Witzig hierbei: Geht ihr in ein Menü, um Spezialattacken, Zauberangriffe oder Inventargegenstände auszuwählen, pausiert das Spiel, was in einem echten Online-Rollenspiel ein Ding des Unmöglichen wäre. Dadurch wird die Steuerung zwar etwas komfortabler, jedoch verlieren die Kämpfe vor allem gegen Ende des Abenteuers, wo man häufig heilen muss, deutlich an Dynamik.
Dabei wäre dieser Eingriff gar nicht mal nötig. Die Menü- und Kampfsteuerung geht nach kurzer Eingewöhnung sehr gut von der Hand und wenngleich sich rollenspieltypisch Gruppen bilden lassen, steuert ihr immer nur Kite. Euren Party-Mitstreiter lassen sich nur simple Befehle zurufen. Dies ist jedoch nur in den seltensten Fällen wirklich nötig.




