Guitar Hero 2 - Test 

Unwissende können über die kleine Plastikgitarre nur lächeln, für Spielefans ist sie jedoch das heilige Utensil für eines der besten PlayStation 2-Spiele. Die Rede ist von dem Gitarrencontroller, mit dem jeder – Übung, Fleiß und Fingerfertigkeit vorausgesetzt – zum Guitar Hero aufsteigen kann. Nach dem Überraschungserfolg des ersten Spiels steht nun der Nachfolger, Guitar Hero 2, im Handel. Klar, dass wir uns den nicht entgehen lassen konnten.
Vor über einem Jahr erschien Guitar Hero zunächst in Amerika, dann unter anderem in Großbritannien. Dass das Spiel was ganz Besonderes sei, blieb vielen Deutschen nicht verborgen. Und trotzdem mussten wir bis zum Mai diesen Jahres warten, wurden als letzte mit dem Spiel beliefert, das in den USA lange Zeit ausverkauft gewesen ist. Das Warten auf den Nachfolger dauerte gottlob nicht so lange. So erschien der zweite Teil vor ein paar Wochen, gerade einmal ein halbes Jahr nach dem Verkaufsstart des Ersten. Die völlig neue Songauswahl ist nicht der einzige Unterschied. Vor allem technisch wurde das Spiel weiterentwickelt.
A hell lotta love für die HD-Generation
Viele spielen schon an einem HDTV, werden sich nun über die neuen Einstellungsmöglichkeiten freuen: Denn Guitar Hero 2 unterstützt jetzt Breitbild-TVs im 16:9 Format. Und wer die PlayStation 2 per Komponentenkabel angeschlossen hat, kann außerdem Progressive Scan aktivieren und erhält als Resultat ein deutlich besseres Bild.
Besitzer eines älteren LCD-TVs mit spürbarer Reaktionszeit haben außerdem die Möglichkeit, die Latenz zu kalibrieren, um die Verzögerung von Ton und Bild auszulöschen.
Mit den Charthits der Insider
Technisch wurde das Spiel gestärkt, doch dafür scheint die große Stärke des ersten Teils ein wenig geschwächt: die Musikauswahl. Nun bin ich nicht im Rock und Metal, sondern im Pop der Siebziger und Achtziger zu Hause. Das erste Guitar Hero habe ich trotzdem im leichten und mittleren Schwierigkeitsgrad durchgespielt, auf „schwer“ begonnen und mich sogar am Expertenmodus ein paar Sekunden bis zum Rausschmiss versucht.
Und das, obwohl ich nur wenige Lieder kannte. Ganz ehrlich: aus der Trackliste von Guitar Hero 2 kenne ich gerade einmal eine Hand voll Lieder. Das hebt die Motivation nicht unbedingt, ist aber dann doch nicht so schlimm. Denn irgendwie kommt die Lust von ganz allein. Und dann steht man da, nach dem dreißigsten Lied am Stück. Mit gesenktem Kopf um in den Fernseher zu schauen, mit Rückenschmerzen von der wenig ergonomischen Rockerhaltung.



