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Wario Ware: Do It Yourself - Kurztest Nintendo DS


Publisher: Nintendo Entwickler: Nintendo USK: 0 Jahre
Genre: Geschicklichkeit Release: 30.04.2010 Mehr Informationen
Nintendo DS

Sound

7 Punkte

Bedienung

7 Punkte

Grafik

7 Punkte

Einstieg

8 Punkte

Spieltiefe

7 Punkte

Multiplayer

6 Punkte

Sound

Ton ab und Action


treibende Musikuntermalung
guter Soundeditor
viele vorgefertigte Instrumente und Rhythmen
Laut, schrill, schräg...Die Musik von "WarioWare: DiY" steht der Optik in nichts nach. Schiefe Töne in wechselndem Tempo treiben den Spieler von einem Minispiel zum Nächsten. Wer sich musikalisch selbst verwirklichen möchte kann im Sound-Editor die passende Musikuntermalung zu seinen Minispielen entwerfen. Vier Melodiespuren und eine Rythmusspur dürfen nach Lust und Laune mit Noten gefüttert werden. Durch die Zuweisung verschiedener Instrumente entstehen in kürzester Zeit mehr oder weniger gelungene Musikstücke. Wem das absolute Gehör fehlt, darf sich vom "Maestro" automatisch einen passenden Track komponieren lassen

Bedienung

Klick und Doof


Simple und eingängige Minispiel-Steuerung
Keine Mikrofon/Kameraunterstützung
Menüs wirken unübersichtlich und überladen
Das Spielprinzip von "WarioWare: DiY" ist so einfach, dass Nintendo bei der Steuerung eigentlich gar nichts falsch machen konnte. Der Großteil der Mini-Spiele beschränkt sich auf das Auslösen einer simplen Aktion. Beispiel gefällig? Eines der ersten Spiele ist das "Käferspiel". Wir sehen einen Marienkäfer auf einer grünen Wiese. Was ist zu tun? Durch einen kurzen Klick per Stylus bringen wir den Käfer dazu, vor Ablauf der Spielzeit (4 Sekunden) aus dem Bild zu laufen. Das wars. Das Spielprinzip erfordert selten mehr als eine kurze Handbewegung. Leider hat es Nintendo versäumt, von den Fähigkeiten des NDS Gebrauch zu machen. Mikrofon oder Kamera bleiben in "WarioWare:DiY" leider ungenutzt. Die Steuerung im Editor geht mit etwas Übung ebenfalls leicht von der Hand. Gerade zu Beginn werdet ihr euch aber nicht selten durch die verschiedenen Buttons klicken. Nicht alle Schaltflächen im Editor erklären sich auf den ersten Blick von selbst.

Grafik

Grafik nach Maß


Schrill, bunt...einfach Wario
ausgefeilter Grafikeditor
viele Hilfswerkzeuge
...zum Teil zu simpel
Die WarioWare-Serie gibt sich gewohnt bunt und schrill. Auch "WarioWare: Do it Yourself" macht hierbei keine Ausnahme. Wer dem bunten Treiben absolut gar nichts abgewinnen kann, darf die Grafik seiner Minispiele nach eigener Vorliebe gestalten. Hierzu steht euch ein umfangreicher Grafikeditor zur Verfügung. Per Stylus können eigene Charaktere gezeichnet, Hintergründe mit Texturen belegt oder mehrere Zeichnungen zu einer Animation verkettet werden. Zahlreiche Hilfwerkszeuge, wie Stempel oder vorgefertigte Objekte helfen euch auf Wunsch bei der Umsetzung eurer Vorstellungen. Ausreichend Geduld vorausgesetzt, sind eurer Fantasie beim Erstellen von Spielfiguren und Objekten kaum Grenzen gesetzt. Negativ fällt nur der kleine Bildschirm des DS ins Gewicht. Beim Funktionsumfang des Editors stößt der kleine Screen schnell an seine Grenzen. Ohne Zoomfunktion wären detaillierte Entwürfe kaum möglich.

Einstieg

Gut Ding will Weile haben


ausführliches Tutorial
gutes, informatives Handbuch
gute Lernkurve durch neue Funktionen
simple Minispiele...
kleiner DS-Screen wirkt überladen
gute Entwürfe erfordern viel Geduld
Hat man sich erst einmal mit der gewöhnungsbedürftigen Benennung der einzelnen Menüpunkte vertraut gemacht (der Multiplayer versteckt sich in der "Versandzentrale", die Optionen findet man in der "Werkstatt"), ist der Einstieg denkbar einfach. Die Minispiele sind simpel und erfordern keine weitere Erklärung. Der Reiz besteht ausschließlich im Tempo, mit dem euch die Spiele um die Ohren gehauen werden.
Ganz anders sieht die Sache beim Blick in den Editor aus. In ausführlichen Tutorials erklären euch Wario und seine Gehilfin Penny, wie ihr von der einfachen Zeichnung zum animierten Spiel mit passenden Sound kommt. Sollten danach noch Fragen offen bleiben, hilft ein Blick in das vorbildliche 60 Seiten starke Handbuch. Spätestens damit sollte jeder in der Lage sein, eigene Minispiele zu entwerfen. Wer sich übrigens fleißig mit den über 90 vorgefertigten Spielchen beschäftigt, darf sich regelmäßig über neue Funktionen im Editor freuen. Eure Eigenkreationen werden mit der Zeit dadurch immer komplexer.

Spieltiefe

Machs dir selbst...


leicht verständlicher Editor
Editor bietet unzählige Möglichkeiten
motivierendes Spielprinzip
neue (usergenerierte) Mini-Spiele per WiFi-Connection
über 90 Mini-Spiele...
...die man in ähnlicher Form bereits gesehen hat
schwache "Pseudo-Story"
erzwungener Humor
"WarioWare: Do it yourself" ist eine weitere Minispielsammlung aus der WarioWare-Reihe. Nintendo bleibt auch im neusten Teil dem gewohnten Spielprinzip der Serie treu. "WarioWare: DiY" bietet mehr als 90 Minispiele, die ihrem Namen alle Ehre machen. Im Sekundentakt müssen ultra kurze Aufgaben gelöst werden. Häufig reicht dabei eine einfache Handbewegung aus. Wer zu langsam ist oder das Ziel der Aufgabe nicht gleich durchschaut, büßt eines seiner Leben ein. Soweit, so simpel. Das Highlight von "WarioWare: DiY" ist der mitgelieferte Editor. Mit dessen Hilfe könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen. Mit etwas Übung sind die ersten eigenen Minispiele schnell erstellt. Wer will kann dafür auf ein vorgefertigtes Baukastensystem aus Stempeln, Muster und Vorlagen zurückgreifen. Profis dürfen vom Sound, über die "KI" bis hin zur Erstellung eigener Grafiken und Charaktere an sämtlichen Bereichen der "Spieleentwicklung" selbst Hand anlegen. Dank der übersichtlichen Gestaltung des Editors und den zahlreichen Hilfswerkzeugen stellen sich schnell erste Erfolge ein. Als Belohnung winken Medaillen und freischaltbare Minispiele. Wer will darf seine Meisterwerke sogar mit Freunden tauschen. Jedem sollte dabei klar sein: In "WarioWare: DiY" ist der Editor das Spiel. Ohne Fantasie und Spaß am Tüfteln sollte man einen großen Bogen um den Titel machen. Sowohl die gebotenen Minispiele im Singleplayermodus als auch die Story rund um Wario und seine WarioWare Inc. locken niemanden mehr hinterm Ofern hervor.

Multiplayer

Luft nach Oben...


Multi-Karten-Spiel für bis zu 2 Spieler
neue Minispiele per Download
regelmäßige Designwettbewerbe
Freundescode-System
kein richtiger "Onlinemarktplatz" für Minigames
Neben dem klassischen Multi-Karten-Spiel bietet "WarioWare: DiY" die Möglichkeit, selbst erstellte Minispiele mit Freunden auf der ganzen Welt zu teilen. Leider geht ohne den entsprechenden Freundescode gar nichts. Nintendo verzichtet - wohl aus Angst vor jugendgefährdeten Inhalten - auf eine frei zugängliche Minispiel-Tauschbörse. Doch keine Angst! Wer keinen begnadeten Spiele-Designer in seinem Bekanntenkreis hat, wird direkt von Nintendo mit zusätzlichen Inhalten versorgt. In regelmäßigen Abständen werden neue Spiele veröffentlicht. Neben prominenten Entwicklern finden sich im offiziellen Downloadportal auch Spielideen aus der Feder gewöhnlicher Spieler. Nintendo veranstaltet zu diesem Zweck regelmässig Designwettbewerbe unter allen Hobbyentwicklern. Unter allen Einsendungen wird das Beste Minispiele gekürt und für Alle zum kostenlosen Download freigegeben.

Fazit von Philipp Schneider

Als klassische Minispielsammlung wäre "WarioWare: Do it Yourself" nur müde Durchschnittskost. Die rund 90 Minispiele fesseln nur kurz vor den Bildschirm und oft beschleicht einen das Gefühl, ein ähnliches Minispiel bereits in einem früheren Teil der WarioWare-Reihe gesehen zu haben. Nintendo tat gut daran den Spielern einen Editor an die Hand zu geben, mit dem eigene Ideen umgesetzt werden können. Etwas Fantasie und Motivation vorausgesetzt, lassen sich in "WarioWare: Do it Yourself" eigene Minispiele "entwickeln", die sich vor der professionellen Konkurrenz nicht verstecken müssen.

Leider setzt Nintendo nach wie vor auf das umständliche Onlinesystem, was einen freien Austausch eurer Meisterwerke gekonnt unterbindet. Schade eigentlich. Titel wie "LittleBigPlanet" haben in der Vergangenheit bewiesen, was für ein Potential in den Köpfen der Spieler steckt. Für einen möglichen Nachfolger von "WarioWare: DiY" wünschen wir uns daher nichts sehnlicher als eine zeitgemäße Onlineunterstützung, die den direkten Zugriff auf sämtliche Minispiele der Hobbyentwicklergemeinde ermöglicht. Nichtsdestotrotz ist "WarioWare: Do it Yourself" ein gelungener Minispielbaukasten für alle, die bereit sind etwas Zeit in den Editor zu investieren. Wer ausschließlich auf der Suche nach lustigen Minispielen ist, sollte bei einem anderen Teil der WarioWare-Reihe zuschlagen.

Kommentare (4)

Fallout-Boy

geschrieben am 13.06.2010 um 20:06

Fallout-Boy

Neuer Benutzer

Kommentar #04
162 Beiträge

Wario Ware: Do It Yourself - Review

@Joshua
Es ist ungefähr vergleichbar mit der Level-Erstellung in LittleBigPlanet. Wirkliches Programmieren sieht natürlich anders aus ;)

Durzan

geschrieben am 13.06.2010 um 17:38

Durzan

Eingeweihter Ausweider

Kommentar #03
1273 Beiträge

Wario Ware: Do It Yourself - Review

Hmm. Ich wollte es vielleicht kaufen. Die einen sagen, es wäre sehr gut, die anderen sagen, es wäre nicht empfehlenswert. Was soll ich jetzt glauben ^^

Eddyes

geschrieben am 13.06.2010 um 16:41

Eddyes

Neuer Benutzer

Kommentar #02
31 Beiträge

Wario Ware: Do It Yourself - Review

is wohl eher was für kleine kinder oder casual gamer - denn von langzeitspielspass kann man(n) hier glaup ich nich reden

Joshua37

geschrieben am 13.06.2010 um 16:18

Joshua37

Eingeweihter Ausweider

Kommentar #01
1212 Beiträge

Wario Ware: Do It Yourself - Review

Wirkliches programmieren is aber noch viel komplizierter. Is die Zielgruppe zufällig Möchtegernprogrammierer aller Altersstufen??

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