Warhammer 40k: Dawn of War 2 - Chaos Rising - Test 

Ernüchterung macht sich beim ersten Start von 'Chaos Rising' schnell breit und damit ist nicht das Fehlen einer frischen Introsequenz gemeint: Auch beim ersten Addon für 'Dawn of War 2' hat Relic darauf verzichtet, einer anderen Fraktion als den Space Marines eine Kampagne zu widmen. Abermals absolviert ihr den dank multipler Primär- und Sekundärziele immerhin umfangreichen Solopart auf Seiten der Blood Ravens. Diese müssen sich in der Erweiterung vorwiegend auf dem Eisplaneten Aurelia mit den neu hinzugestoßenen, dämonischen Chaos Space Marines herumschlagen. Wer bereits das Hauptprogramm gespielt hat, darf hier übrigens seine Kampagne samt der jeweiligen Squad-Fortschritte importieren, Frischlinge beginnen hingegen bei Level 18.
Muntere Chaotentruppe
In den 15 dicken Missionen, die sich Relic für 'Chaos Rising' ausgedacht hat, herrscht munteres und vor allem hektisches Micromanagement: Wie schon im Hauptspiel taktiert ihr auch hier im Gegensatz zum ersten Teil lediglich mit ein paar Truppen – jeweils mit eigenem Commander – und eben nicht mit massig Einheiten.
Der Basenbau ist nach wie vor passé, stattdessen müsst ihr mit dem auskommen, was ihr euch vor Missionsstart im übersichtlichen Squadmenü auf der Planetenkarte zusammengebastelt habt. Echtzeit-Squad-Management lautet die Devise – und hier dürften Anfänger nach wie vor große Probleme haben, eben weil die Gefechte zumeist schnell vonstatten gehen und Items wohl gewählt sein wollen, selbst wenn dezimierte Truppen an eingenommenen Stationen Verstärkung einholen können. Pure "Rush"-Manöver führen schneller zum Missionsende, als Strategie-Fans lieb ist. Aber eben nicht an Anfänger, sondern an Anhänger des Franchises ist 'Chaos Rising' gerichtet: Und auch aus diesem Grund wirkt es eher unverständlich, warum die Entwickler nicht einmal eine Hand voll unterschiedliche Missionstypen aus dem Ärmel schütteln konnten. Nach wie vor wird man in besetzten Feindgebieten abgesetzt, um sich bis ans Ende oder wahlweise auch im Uhrzeigersinn direkt zum Kern der Karte vorzukämpfen, um dort einen Boss oder eine gegnerische Basis dem Erdboden gleichzumachen.







