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Treasure Island - Review PC


Publisher: HMH Entwickler: Radon Labs USK: 6 Jahre
Genre: Adventure Release: 06.03.2008 Mehr Informationen
PC

Spieltiefe

6 Punkte

Grafik

7 Punkte

Sound

8 Punkte

Bedienung

8 Punkte

Einstieg

7 Punkte

Multiplayer

0 Punkte

Spieltiefe

Harr, 'ne Buddel voll Rum!


tolle Inszenierung, die den Charme der Vorlage perfekt einfängt
markante Charaktere
vorwiegend Kombinationsrätsel
meist interessante Dialoge
nette Abweichungen von der literarischen Vorlage
zu wenig "echte" Rätsel
Knobeleien etwas zu einfach
Ablauf etwas zu linear
variable Antworten haben keine unterschiedlichen Auswirkungen
geringer Umfang, dafür recht hoher Preis
Treasure Island geht gekonnt mit den Vorzügen seiner Romanvorlage um: Die Geschichte ist trotz ihres immensen Bekanntheitsgrades nach wie vor spannend, die Charaktere charmant und das Szenario sprüht nur so vor Atmosphäre. Holzbeine, Augenklappen, Papageien, Totenkopfflaggen und natürlich die berühmte Buddel voll Rum: Alles dabei, alles zum gerne haben - vor allem für Fans des Klassikers. Schade nur, dass es ausgerechnet bei den Rätseln nicht so recht klappen will mit der Euphorie: Treasure Island bietet vergleichsweise wenige "echte" Rätsel, die vorhandenen sind leider einen Tick zu leicht. Hinzu kommt der relativ geringe Umfang - angesichts des Preises von ca. 40,- Euro ist eine Anschaffung also von mindestens einem Denker abhängig.

Grafik

Nebula, du siehst gut aus!


überzeugend detailreiche, dreidimensionale Charaktere
hübsche und stimmig gestaltete 3D-Szenerien
vorwiegend gute Beleuchtung
Animationen bleiben hinter Erwartungen zurück
Figuren werfen keine wirklichen Schatten
Um einen optischen Vorgeschmack auf Das Schwarze Auge: Drakensang zu erhaschen, eignet sich Treasure ganz gut. Nicht umsonst: Das Spiel basiert auf der Nebula-Engine, die auch im kommenden Top-RPG für eine hoffentlich ansprechende Grafik zuständig ist. Hier kann sie schon mal überzeugen: Detaillierte Figuren, atmosphärische Locations mit zahlreichen und hübsch anzusehenden Feinheiten sowie eine überzeugende Beleuchtung stehen auf der Haben-Seite. Nicht so gut sind allerdings die etwas stottrigen Animationen - wir sind uns sicher: Das hätte vermieden werden können!

Sound

Klingt es auch gut?


überaus gute deutsche Synchronisation verleiht Figuren einen eigenen Charakter
ansprechende Musikuntermalung
generelle Soundeffekt-Armut
Fast alle Sprecher leisten ordentliche Arbeit: Hierbei fallen vor allem die Stimmen von Jim Hawkins und Long John Silver überaus positiv auf. Schade nur, dass man das nicht von den Soundeffekten sagen kann: Mehr wären wünschenswert gewesen, die vorhandenen sind dagegen nicht schlecht. Untermalt wird das Geschehen dabei von einer typischen Abenteuermusik, die das Ganze ansprechend inszeniert wirken lässt.

Bedienung

Unspektakulär gut...


einfache Point&Click-Steuerung
simpel zu handhabendes Inventar
gut folgende Kamera bewahrt Übersicht
keine Sortierfunktion
Jim lässt sich wie in jedem anderen x-beliebigen Point&Click-Adventure mit einem einfachen (langsam) oder mit einem doppelten (schnell) Linksklick durch die Locations scheuchen. Selbiger auf Objekte ausgerichtet, lässt Jim mit eben jenem Gegenstand interagieren, ein Rechtsklick dient wie gehabt zum näheren Hinsehen. Das Inventar lässt sich simpel handhaben, obwohl es wieder mal keine Sortierfunktion gibt. Items lassen sich zudem einfach im Inventar anschauen - so werden auch mitunter Details zu Rätseln frei.

Einstieg

Für die Neueinsteiger...


vorwiegend logische und selten überfordernde Kombinationsrätsel
meist zahlreiche Hinweise vorhanden
Hotspot-Hilfe und Notizbuch enthalten
echte "Kopfnüsse" fehlen
Profis haben Treasure Island zu schnell durch
Treasure Island ist das falsche Spiel für echte Adventurekenner - zu zahlreich die Hinweise, zu offensichtlich die Lösung. Es richtet sich daher an Anfänger und höchstens Fortgeschrittene. Löblich: Es wird fast ausschließlich - abgesehen von Dialog-/Ziffernrätseln - auf logische Kombinationsrätsel gesetzt. Das dürfte die grauen Zellen nicht überfordern. Mitunter hätten wir uns dennoch eine echte Kopfnuss gewünscht.

Fazit von Christopher Link

Als adäquate Spielumsetzung des Literaturklassikers von Stevenson lasse ich Treasure Island durch: Das Werk der Jungs von Radon Labs ist ein stimmiges Abenteuer mit logischen Rätseleinlagen und einer angenehmen Atmosphäre - nicht vergessen darf man dabei die gelungene - von kleineren Ecken und Kanten abgesehen - technische Umsetzung. Als echte Adventure-Perle kann ich das Spiel aber nicht akzeptieren: Zu wenige erinnerungswürdige Momente, zu zahme Rätseleinlagen und ein zu starres Rätselkorsett - und nicht zuletzt: Es ist zu kurz. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was für ein Highlight Treasure Island hätte werden können, wenn es an den entscheidenden Pfeilern nicht gekränkelt hätte. Letztendlich ist es aber wie im Leben: Knapp vorbei ist auch daneben. Immerhin reicht es noch für ein vorsichtiges "Gut" - und das ist doch auch was.

Kommentare (1)

IsuzuTrooper

geschrieben am 29.03.2008 um 20:02

IsuzuTrooper

Spam-Meister

Kommentar #01
2232 Beiträge

Treasure Island - Review

sieht richtig aus wie ne Monkey Island Kopie... scheint aber ein bisschen zu schwächeln... naja, ich kaufs mir nicht ^^.

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