Länder
Weitere Looki-Spiele

Tomb Raider: Legend - Test Xbox




Als im November 2004 der sechste Tomb Raider-Titel mit dem Untertitel The Angel of Darkness erschien, waren zahlreiche Fans der Schatzsuchenden und vollbusigen Archäologin mehr als enttäuscht. Tomb Raider: The Angel of Darkness wartete zwar mit einer spannenden und abwechslungsreichen Story auf und bot darüber hinaus dank neuer Grafikengine auch eine gute zeitgemäße Grafik, da allerdings die Steuerung vollkommen für die Füße war, mutierte der Titel schon nach kürzester Zeit zum Genreflop. Und obwohl der letzte Tomb Raider-Teil gute Verkaufszahlen erzielte, so war er trotz alledem der bisher schlechteste Teil der weltweit beliebten Action-Adventure-Serie.

Damit sich so etwas nicht noch einmal wiederholt, reagierte die Leitung von Eidos prompt: Sie entzog der für die bisherige Tomb Raider-Serie verantwortlichen Entwicklerschmiede Core Design das Projekt und verpflichtete die kreativen Köpfe von Crystal Dynamics, die vielen durch Titel wie Gex: Enter the Gecko, Pandemonium und der erfolgreichen Legacy of Kain-Serie bekannt sein dürften. Zusätzliche Unterstützung sollte das seit 1998 interne Entwicklerstudio von keinem geringeren als Toby Gard, dem geistigen Schöpfer von Tomb Raider und Vater von Lara Croft, bekommen. Gemeinsam hat das Team nun seit 2004 an dem Projekt Legend gearbeitet und es tatsächlich geschafft, der schönen Millionärstochter zurück zur alten Stärke zu verhelfen.

Lady Croft kehrt zu ihren Wurzeln zurück



Storytechnisch erzählt Tomb Raider: Legend eine andere Geschichte und knüpft nicht an The Angel of Darkness an, das bekanntlich ursprünglich als Trilogie geplant war. Auf den eigentlichen Handlungsstrang von Legend wollen wir hier jedoch nicht genauer eingehen, so viel sei aber gesagt: Lara ist – wie könnte es anders sein – mal wieder auf der Suche nach einem wertvollen und mysteriösen Artefakt. Dabei verschlägt es sie zu verschiedenen Kontinenten, auf denen sie es mit korrupten Machenschaften und dunkle Mächten aufnehmen muss. Der Anführer allen Übels wird dabei ein alter Bekannter aus Miss Crofts Vergangenheit sein, der allerdings eigentlich längst tot geglaubt war.
Laras Abenteuer beginnt in den bolivianischen Bergen, in denen die junge Archäologin nach dem Tiwanaku-Tempel sucht. Ziel der Reise ist ein antikes Inka-Artefakt, das in diesem Tempel verborgen sein soll und hinter dem Lady Croft bereits seit mehreren Jahren her ist. Schon nach den ersten Spielminuten in dem südamerikanischen Staat – das gleichzeitig auch als Tutorial dient – wird klar, dass die Entwickler von Crystal Dynamics erstklassige Arbeit geleistet haben. Wie in alten Zeiten lässt sich die Protagonistin durch das Areal steuern, wo sich auch sofort das erweiterte Bewegungsrepertoire und die komplett überarbeitete Steuerung bemerkbar machen. Dank dieser sieht Lara in ihren Bewegungsabläufen deutlich realistischer aus als in den Vorgängern und lässt sich zudem auch besser kontrollieren.

Eine der wichtigsten Neuerungen in der Steuerung ist, dass ihr endlich nicht mehr punktgenau abspringen müsst, um den nächstgelegenen Vorsprung greifen zu können. Bedeutete ein zu früher Absprung in den alten Tagen noch den frühzeitigen Bildschirmtod, so passieren solche kleinen aber fatalen Patzer jetzt nur noch in seltenen Fällen. Meist bekommt ihr bei einem misslungenen Sprung immer noch eine Kante zu fassen, allerdings nur noch mit einer Hand.



Drückt ihr anschließend schnell die eingeblendete Taste, greift Lara mit der zweiten Hand nach und kann sich so vor dem Absturz retten. Seid ihr hingegen zu langsam oder drückt gar die falsche Taste, stürzt die hübsche Amazone in die Tiefe. Euer Reaktionsvermögen ist jedoch nicht nur bei falschen Absprüngen, sondern auch in den neu hinzugekommenen Quicktime-Events – ähnlich denen in Resident Evil 4 – gefragt. Hier gilt es in diversen Spielabschnitten entweder die Beine in die Hand zu nehmen oder eine angezeigte Tastenkombination nachzudrücken. Seid ihr auch hier zu langsam oder drückt die falschen Tasten, bedeutet das hier ebenfalls den vorzeitigen Bildschirmtod.
(Cluster: nd32 - Sprache: de)