The Hell in Vietnam - Test 

Gerade einmal ein halbes Jahr nach dem extrem bescheidenem Ego-Shooter Terrorist Takedown: Covert Operations schiebt der polnische Entwickler City Interactive sein nächstes Projekt The Hell in Vietnam hinterher. Ob nun etwas Vernünftiges dabei herausgekommen ist, erfahrt Ihr in unserem Review!
Wir schreiben das Jahr 1967. Auf einem Berg in der Nähe von Don Dien liegt eine US-Militärbasis mitten auf der Angriffsroute der kommunistischen Armee. Die Truppen des Gegners bereiten sich auf einen Angriff auf die altertümliche Hauptstadt Hoe der Provinz Binh Tri Thien vor...
Ach wisst Ihr was? Ehrlich gesagt können wir uns dieses 08/15-Storygerüst auch sparen, denn genauso schnell wie es erklärt wird, kann es auch schon wieder vergessen werden. Stattdessen zählt: Hunderte Vietcong abknallen! Dies ist dann unser Prinzip in insgesamt acht mageren Missionen: Wir sprengen Bunker, klemmen unseren virtuellen Ami-Podex hinter MG-Geschütze und räuchern Dörfer aus.
Da sind nach alter US-Pathos-Manier auch Begriffe wie „Schlitzauge“ in rauen Mengen vollkommen legitim. Die armen Amerikaner, wir kennen es ja aus historischer Sicht. Die bösen Buben sind natürlich nur die Vietcong. So einseitig, wie hier die Kriegsparteien dargestellt wurden, ist letztendlich auch das Gameplay.
Chuck Norris wäre stolz...
Taktik sucht man vergebens, vielmehr ähnelt The Hell in Vietnam dem vermurksten Terrorist Takedown: Covert Operations – was für ein Brüller, kommt ja „nur“ vom gleichen Entwickler – in dem das gleiche „Rush & Kill“-Spielprinzip im Vordergrund stand. Richtig böse wird es aber erst, wenn nicht die Gefahren des vietnamesischen Dschungels, sondern die des Bug-Dschungels auf Euch niederfallen.

Da spawnen Feinde scheinbar aus heiterem Himmel direkt vor Eurer Nase auf oder es starten bestimmte Skript-Sequenzen nicht. Die Palette an Fehlern ist reichhaltig und besonders dann fies, wenn man dadurch an wichtigen Stellen nicht weiterkommt. Genauso mies ist aber auch die Kollisionsabfrage, „dank“ der wir oft in den kleinsten Unebenheiten stecken blieben. Oder wir ballern ein halbes Magazin auf einen Vietcong.




