The Elder Scrolls V: Skyrim - Test 

„Es ist eine gefährliche Sache, aus deiner Haustür hinauszugehen. Du betrittst die Straße und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen.“ Wie einst Bilbo Beutlin seinen Adoptivsohn Frodo im 'Herrn der Ringe', warnen wir heute alle Spieler von 'The Elder Scrolls: Skyrim': In den bevorstehenden, langen Winternächten werdet ihr Dutzende Stunden in der Provinz Skyrim verbringen, sobald eure Füße den verschneiten Boden einmal betreten haben. Es warten Ruhm, Ehre, Gold einzigartige Abenteuer, die fraglos lange im Gedächtnis bleiben. Aber kann Bethesda dem vergötterten 'Morrwind' oder schwer erfolgreichen 'Oblivion' einen würdigen Nachfolger spendieren, dessen sich die beliebte Rollenspielreihe nicht schämen muss?
Zweifelsohne sind die Ansprüche hoch, vor allem Hardcore-Rollenspieler warfen 'Oblivion' zuletzt vor, zu casuallastig, marktopportun und gleichzeitig zu generisch zu sein. Wie steht es bei Skyrim mit der Gretchenfrage nach der Komplexität, wie lange werdet ihr unterhalten, wie machen sich die Nord als Gastgeber, was hat es eigentlich mit den feuerspeienden Lederhäuten auf sich? Viele Fragen, zu denen wir Antworten liefern. Bedenkt jedoch: Im Vorfeld haben wir eine sehr ausführliche Vorschau zu 'Skyrim' veröffentlicht, die weite Teile des Gameplays erläutert und Vergleiche mit 'Oblivion' anstellt. Folgend gehen wir nicht mehr auf alle Details ein.
Dem Bock entsprungen
Welch Ironie, dass uns einer der größten Todbringer der Region Skyrim, zu deutsch Himmelsrand, gleich zu Spielbeginn vor dem sicheren Verderben rettet. Eben noch lag unser Haupt mit pochendem Puls auf dem hölzernen Bock des Schafrichters und sollte durch eine stumpfe Axt vom Torso getrennt werden, da taucht aus dem Nichts ein gigantischer Drache auf, steckt imposant brüllend Fleisch wie Holz in Brand und versetzt das verschlafene Armee-Nest Helgen in unverhohlene Panik. Noch ironischer ist, dass der Drache damit seinen größten Feind gerettet hat, nur wissen weder wir noch er zu diesem Zeitpunkt etwas davon. Auch das fünfte TES-Abenteuer beginnen wir also als todgeweihter Otto-Normal-Gefangener, dem die From-Zero-to-Hero-Tour noch bevorsteht.

Früh macht ihr Bekanntschaft mit diesen Biestern. Zu schlagen sind sie aber alle!
Gemeinsam mit einem Überlebenden der kaiserlichen Armee, die Himmelsrand entgegen dem Wunsch vieler einheimischer Nord zu ihren Provinzen zählt, fliehen wir und gelangen an ein malerisch gelegenes Tal. Im Nichts angekommen, stehen uns Bethesda-üblich alle Wege schrankenlos offen - das Abenteuer hat begonnen!





