Please Insert Coin... Again! - Spezial 

Kürzlich schallte es beim Test von World in Conflict: Soviet Assault aus dem Nachbarraum: "Mein Gott, 13 Euro für sechs neue Aufträge. Das sind ja über zwei Euro pro Mission!". Kollege Christopher Link war in der Tat wenig begeistert vom Umfang des PC-Addons und natürlich auch vom Preis- / Leistungsverhältnis. Als Konsolero kann man da nur entgeistert gucken. Mensch, für das bisschen Geld gleich sechs neue Missionen... Das ist doch der pure Wahnsinn! Soweit ist es also schon gekommen. Zehn Euro für gerade einmal vier neue Mehrspielerkarten für einen Konsolenshooter sind längst zum Standard geworden.
Da ist die Frage natürlich berechtigt, warum sich Konsoleros mit teilweise total überteuerten kleinen Erweiterungen zufrieden geben, sie hinnehmen und sogar noch kaufen. Spiele mit neuen Inhalten aufzufrischen, damit sind PC-Spieler bereits großgeworden. Wer jedoch den Großteil seiner Zeit vor der Konsole verbracht hat, ist solchen Luxus schlicht gar nicht gewohnt. Erst seit der nun schon ein paar Jahren bestehenden neuen Konsolengeneration sind Erweiterungen problemlos möglich. Und richtig: Was für den Menschen neu ist, damit lässt sich auch ordentlich Geld verdienen.
Längst hat man das Gefühl, dass die Spiele für herunterladbare Inhalte konzipiert werden. Besonders ärgerlich wird es, wenn ein Spiel noch nicht einmal im Handel ist und die ersten kostenpflichtigen Erweiterungen bereits angekündigt werden. Gut, bei GTA IV wurde auch bereits im Vorfeld bekannt gegeben, dass es zwei neue Episoden geben wird. Dass dazwischen jedoch noch viel Entwicklungszeit liegt und die Erweiterungen arg umfangreich werden sollen, unterstrich man jedoch. Rockstar Games sollte recht behalten. Als einer von wenigen Entwicklern, werden die neuen Inhalte auch ihrem Preis gerecht. Für 1.600 MS-Points liefert die GTA IV-Erweiterung The Lost and Damned mehr Spielspaß als so mancher Vollpreistitel. Nur leider sind eben solche Erweiterungen relativ selten.

Ein passendes Negativbeispiel lieferte Capcom vor wenigen Tagen. Noch vor der Veröffentlichung von Resident Evil 5 kündigte man an, dass es noch im Releasemonat diverse Mehrspieler-Modi zum Download geben wird. Kostenpunkt: Rund 5 Euro.

Unverständlich: Capcom veröffentlicht den Mehrspieler-Modus von Resident Evil 5 bereits kurz nach dem eigentlichen Release und verlangt dafür knapp 5 Euro (400 MS-Points).
Ein passendes Negativbeispiel lieferte Capcom vor wenigen Tagen. Noch vor der Veröffentlichung von Resident Evil 5 kündigte man an, dass es noch im Releasemonat diverse Mehrspieler-Modi zum Download geben wird. Kostenpunkt: Rund 5 Euro.








