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Pinar Toprak - Interview (dt.) - Spezial Xbox 360


Er ist immer noch einer meiner größten Einflüsse und ich habe wirklich eine menge gelernt als ich bei Media Ventures war. Wie viele junge Komponisten verdanke auch ich ihm viel.

JG: Sie begannen auch damit, für Videospiele zu komponieren. War Ninety-Nine Nights Ihr erstes Videospielprojekt?


Toprak: Ja.

JG: Wie wurden Sie für N3 engagiert?


Toprak: Ich komponierte den E3-Trailer für N3 und das führte dann zum eigentlichen Spiel.</font>

JG: Wie empfanden Sie die Kooperation mit dem japanischen Entwicklerteam? Haben Sie sie in Japan besucht?




Toprak: Ich habe sie nicht besucht, aber ich wurde mehrere Male eingeladen und ich hoffe, dass ich sie zu einem späteren Zeitpunkt besuchen kann.</font>

JG: Wie viele Songs komponierten Sie für den Soundtrack des Spiels?


Toprak: Mehrere. Es gibt über 100 Minuten Musik in N3.

JG: Wie waren Ihre Erfahrungen beim Erstellen des Soundtracks? Existieren beim Komponieren Unterschiede zwischen Filmen und Spielen?


Toprak: Meine Erfahrungen beim Komponieren für N3 unterschieden sich durchaus von allen Filmen, an denen ich bisher gearbeitet hatte. Während ich an N3 arbeitete, hatte ich für eine Weile keine Ingame-Zwischensequenzen. Dafür komponierte ich das meiste der Musik basierend auf der Idee und der Geschichte des Spiels, was ziemlich herausfordernd war. Ich hatte mehrere Internetkonferenzen mit Herrn Mizuguchi und einigen anderen Entwicklern und wir einigten uns auf eine generelle Atmosphäre und einen Klang, der uns allen gefiel. Ich empfinde es als einfacher für Filme zu schreiben, weil der Film selbst zur Melodie wird und das bringt mich zu dem, was ich schreiben muss. Es gibt durchaus Vor- und Nachteile auf beiden Gebieten, wobei ich am Ende des Tages doch das gleiche mache und das ist das Schreiben von Musik :-). </font>
JG: Ich denke, dass es für das Publikum immer schwierig ist zu verstehen, wie Komponisten arbeiten. Wie gingen Sie bei der Arbeit an N3 vor? Wie haben Sie Ihre Songs vorbereitet bzw. mit ihnen angefangen?


Toprak: Ich beginne normalerweise mit den Hauptthemen. Bevor ich irgendetwas niederschreibe, denke ich über die Story nach und wie ich die Musik zusammenstelle. Ich lege mir außerdem eine Soundpalette zurecht und programmiere/entwerfe mehrere Sounds, die ich während des Projektes verwenden will. Sobald ich meine Themen und Sounds zusammen habe, beginne ich mit geradlinigerem Schreiben und instrumentiere.

JG: Als Videospiel ist Ninety-Nine Nights ein interaktives Medium. Haben Sie das Spiel selbst gespielt oder gesehen, während Sie dafür gearbeitet haben? Falls dem so ist, wie ist Ihr Eindruck vom Spiel?


Toprak: Nein, ich hatte keine Möglichkeit das Spiel zu spielen, da die interaktiven Teile entwickelt wurden als ich die Musik geschrieben hatte. Ich hatte nur die vorgerenderten Zwischensequenzen.

JG: Können Sie ein paar Informationen über die Story des Spiels verraten?


Toprak: Nicht mehr als das, was ihr schon über die offizielle Website wisst.

JG: Wenn nicht vom Spiel selbst, woher sonst nehmen Sie sich Ihre Inspiration?


Toprak: Wirklich überall her. Ich versuche alles aufzusaugen, das mit mir passiert und lasse es zur rechten Zeit und zum rechten Ort heraus.

JG: Ich kann mir vorstellen, dass Künstler manchmal ein kreatives Tief haben. Was ist Ihr bestes Mittel, um dieses Problem zu lösen?




Toprak: Anstatt darauf zu warten, dass mir eine kleine Fee erscheint, bleibe ich dem Studio lieber eine Zeit lang fern und denke über die Story nach. Normalerweise kommt dann auch etwas heraus, wenn ich das nächste Mal wieder vor dem Keyboard sitze.

JG: Lassen Sie uns über den Soundtrack an sich sprechen: Welche Art von Atmosphäre soll der Soundtrack erzeugen und was sagt er über das Spiel aus?
 
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