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Pinar Toprak - Interview (dt.) - Spezial Xbox 360




Ursprünglich aus Istanbul stammend, handelt es sich bei Pinar Toprak um eine sehr talentierte Komponistin, die trotz ihres jungen Alters schnell in den USA Respekt erlangte. Sie arbeitete zuvor bereits als Filmkomponistin, wobei sie auch schon mit dem weltberühmten deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer kooperierte. N3: Ninety-Nine Nights ist ihr sehr viel versprechendes Debüt als Videospielkomponistin und wir sind sehr stolz, ein exklusives Interview mit ihr zu präsentieren.

Das Interview führte André Mackowiak (JG).

JG: Wann entdeckten Sie Ihre Begeisterung für die Musik?


Toprak: Eigentlich war es mein Vater, der sie vor mir entdeckte. Er war derjenige, der darauf bestand, dass ich mich bei dem Konservatorium bewerbe und das bevor ich überhaupt wusste, was Konservatorium bedeutet. Über die Jahre hinweg lernte ich mehrere Instrumente, aber ich glaube ich war etwa 16 als ich bemerkte, dass mir das Schreiben von Musik mehr Spaß macht als das Spielen. Zu diesem Zeitpunkt traf ich die Entscheidung, nach Amerika zu ziehen und evt. auch nach Los Angeles, um meine Interessen weiter zu verfolgen. </font>

JG: Abgesehen von vielen anderen Fächern studierten Sie zuerst Komposition. Später entschlossen Sie sich, Musik und Film zu kombinieren und erlangten danach Ihren Bachelor of Film Scoring und den Master of Music in Komposition. Ich kenne ehrlich gesagt nicht sonderlich viele weibliche Komponisten. Haben Sie eine Erklärung dafür, dass es anscheinend weniger Frauen in der Filmbranche gibt als im traditionellen Bereich der Musikkomposition?
Toprak: Ich habe keine Erklärung, aber ich habe Theorien. Leider leben wir in einer Welt, in der Leute nicht unbedingt Risiken eingehen wollen und es scheint immer noch riskant zu sein, einen weiblichen Komponisten zu engagieren. Das liegt hauptsächlich daran, dass es nicht viele Frauen gibt, die für das Schreiben in einem „männlichen Genre“ in Betracht gezogen werden. Selbst wenn dies geschieht, werden ihnen nicht die gleichen Chancen gegeben, sich zu beweisen. Ich glaube das ist eine Zwickmühle, die sich in den nächsten Jahren durch talentierte, smarte und geduldige Komponistinnen auflösen wird und durch Filmemacher, die wissen, dass Musik kein Geschlecht hat.



JG: Sie arbeiteten bei Media Ventures, welches für den weltberühmten Komponisten Hans Zimmer bekannt ist. Als Komponist war er für große Meilensteine der Filmgeschichte verantwortlich. Ihre Website weist darauf hin, dass Sie ihm während Projekten wie Fluch der Karibik, King Arthur und Last Samurai beiwohnten. Ich fand auch heraus, dass er Ihnen sogar persönlich im Booklet des Last Samurai Soundtracks dankte. In welcher Art und Weise trugen Sie zu seiner Arbeit bei und welche Rolle spielt er in Ihrer Karriere?


Toprak: Hans Zimmer war der Grund, warum ich mit der Filmkomposition beginnen wollte. Seine Musik inspirierte mich immer schon und während ich in Istanbul war, setzte ich mir das Ziel, irgendwann einmal mit ihm zu arbeiten. Ich hatte das Glück während solcher Projekte größtenteils als seine Sample/Synthesizer Programmiererin zu arbeiten.
 
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