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MX vs. ATV Untamed - Kurztest Playstation 2


Publisher: THQ Entwickler: Rainbow Studios USK: 6 Jahre
Genre: Rennspiel Release: 07.03.2008 Mehr Informationen
Handy
69%
Xbox 360
69%
Playstation 3
66%
Playstation 2
Nintendo DS
36%

Spieltiefe

6 Punkte

Grafik

4 Punkte

Sound

6 Punkte

Bedienung

6 Punkte

Einstieg

7 Punkte

Multiplayer

6 Punkte

Spieltiefe

Potenzial auf der Strecke gelassen!


großer Umfang mit vielen Rennserien, Strecken und Fahrzeugen
Fahrerindividualisierung nicht von schlechten Eltern
nette Tuningoptionen
überzeugende Stunts
künstliche Intelligenz lässt oftmals keine echte Intelligenz aufblitzen
unberechenbare Fahrphysik
recht wenig unterschiedliche Stuntaktionen
Inhaltlich hat sich rein gar nichts geändert – warum auch, der Umfang von MX vs. ATV: Untamed kann auch auf der PlayStation 2 überzeugen: Verschiedene Meisterschaften in unterschiedlichen Disziplinen wie den Nationals, dem Opencross, dem hügeligen Supercross oder diversen Combo Challenges sowie ein umfangreicher Karrieremodus mit diversen Tuningoptionen sorgen für einige Tage Beschäftigung. Beschäftigung sucht Ihr auf den Strecken an sich jedoch nicht selten vergebens: Die künstliche Intelligenz kann – wie schon auf PS3/360 - oft nicht überzeugen und patzt mit dummen Fehlern, die manchmal sogar vom Hintermann direkt übernommen werden. Zudem ist auch die Berechenbarkeit der fehlerbehafteten Fahrphysik ein zweischneidiges Schwert: Die Fahrzeuge – es können zusätzlich noch u.a. Golf Karts und Monster Trucks freigespielt werden – lassen sich nicht immer optimal landen, obwohl es nicht selten danach aussieht. Realistisch meinen die einen, Zufall meinen wir. Denn in anderen, unrealistischen Situationen bleibt unser Fahrer trotzdem immer noch auf dem Gefährt - komisch!

Grafik

Die schwächste Fassung...


ordentliche Fahrzeuge
gute MX-Fahrer-Animationen
größtenteils flüssige Performance
kleinere Slowdowns
unspektakuläres, teils abwechslungsarmes, vor allem aber tristes Streckendesign
verwaschene Texturen
wenig Effekte
übles Kantenflimmern
Wie schon auf PS3, so wird auch auf der PlayStation 2 der Spielspaß durch ein ganz übles Kantenflimmern gemindert, hinzu kommen verwaschene Texturen sowie zumeist optisch unspektakuläre Strecken. Dafür läuft das Ganze zumeist auch im flüssigen Bereich, obwohl es auf der PS2 im Gegensatz zu den anderen Plattformen hier und da kleinere Slowdowns gibt. Die Weitsicht ist derweil nicht ganz so überzeugend wie noch auf Xbox 360/PS3, undurchdringbare Nebelbänke gibt es dennoch nicht. Auch wenn die fahrbaren Untersätze an sich und die Stunt-Animationen der MX-Fahrer immer noch überzeugen können: Grafisch hält sich Untamed im Durchschnittsbereich.

Sound

Glücklicherweise mit Soundtrack!


vorwiegend guter und rockiger Soundtrack
größtenteils miese und erschreckend dünne Soundeffekte
einige Tracks zu sehr nach All American Standard-Schema
Weghören ist auch auf der Current-Gen-Konsole angesagt, weil sich schlichtweg nichts geändert hat: Die Maschinen klingen wie der kaputte Staubsauger von Tante Emma. Vor allem die ATVs und sogar der Monster Truck klingen viel zu leise und unspektakulär. Besser hören sich da schon die Tracks von Punk-, Hard Rock- und Emocore-Bands wie Authority Zero oder Disturbed an, die dem Geschehen einen angemessen chaotischen, weil hetzenden Touch verleihen, auch wenn einige Bands zu sehr nach dem bekannten “All American Standard” klingen.

Bedienung

Keine Änderung, leider...


gutes Handling der MX/ATVs
gut von der Hand zu gehende Stuntsteuerung
Lenkung nicht immer ganz präzise
Landen manchmal pures Glück
grausiges Handling der Bonusfahrzeuge
Die Lenkung gleicht der jüngst getesteten PS3-Fassung wie ein Ei dem Anderen, ist aber somit auch einen kleinen Tick schlechter als bei der 360-Version: Das Lenken mit dem Analogstick könnte präziser ausfallen, nicht immer macht unser Alter Ego gleich das, was wir von ihm wollen. Die Stuntsteuerung ist hingegen simpel, unkompliziert und wahrscheinlich deswegen auch überzeugend – auch wenn es ruhig mehr unterschiedliche waghalsige Aktionen hätten sein dürfen. Zudem kränkelt es beim Landen an scheinbaren Zufällen, die Euch entweder Dreck fressen oder weiterrasen lassen.

Einstieg

Rücksetzen für Strohdumme...


dank einiger Kniffe nahezu für jeden Spielertyp geeignet
bescheuertes Rücksetzsystem führt zuweilen an den Rande der Verzweiflung
Dank seiner recht zugänglichen Bedienung spricht MX vs. ATV: Untamed auch auf der PlayStation 2 nahezu jede Spielergruppe an: Anfänger werden sofort warm mit der Materie, während Fortgeschrittene und Profis bei den Sprüngen noch austüfteln, wie sie auf dem Boden aufsetzen. Anfangs ist es zudem recht leicht, einen flotten Wheelie hinzulegen, da dürften selbst Amateure nicht überfordert werden. Am Schlimmsten ist auch auf PS2 immer noch das Rücksetzsystem: Das wirft mit rigoroser Ignoranz Fahrer nicht selten an den unmöglichsten Punkten wieder ins Renngeschehen hinein. Manchmal reicht es auch nur knapp neben der Strecke zu fahren und es wieder zurück auf die Strecke zu bringen – nützt leider nichts, der Countdown läuft weiter gen Null und schmeißt Euch dann wieder einige Sekunden zurück!

Multiplayer

Wieder mal schlechter...


nette Online/Offline-Hetzereien für Zwischendurch
viele Modi, Strecken und Fahrzeuge laden immer wieder zum Spielen ein
keine Coop-/Versus-Meisterschaft
nur sechs statt acht (PS3) bzw. zwölf (Xbox 360) maximale Spieler
Mussten sich schon PS3-Fahrer daran gewöhnen, mit weniger maximalen menschlichen Fahrern ans Startfeld zu gehen, sieht es auf der PlayStation 2 offline und online noch schlimmer aus. Die Xbox 360-Fassung führt somit mit einer maximalen Spieleranzahl von zwölf Leuten, gefolgt von der PS3-Version mit acht – Schlusslicht: Die PlayStation 2 unterstützt nur höchstens sechs Fahrer. Nach wie vor schön: Sämtliche Events dürfen auch im Mehrspielermodus ausgiebig ausgetestet werden, für eine Coop-/Versus-Meisterschaft hat es jedoch leider nicht gereicht. Macht auch nichts, für viele Stunden Spielspaß ist dank unzähliger Strecken und Fahrzeuge ausreichend gesorgt – auch wenn diese nicht am Stück, sondern immer mal zwischendurch erfolgen sollten.

Fazit von Christopher Link

Irgendwie war das abzusehen: MX vs. ATV: Untamed leistet sich auf der PlayStation 2 die insgesamt schwächste Leistung. Nicht nur bei der Optik, sondern auch beim Mehrspielermodus - Stichwort: Spieleranzahl - mussten Abstriche gemacht werden. Ansonsten übernimmt das Spiel die Stärken, aber vor allem auch die Schwächen seiner Next-Gen-Brüder. Wer also die Wahl zwischen den drei Konsolen hat und unbedingt auf Motocross setzt, sollte daher zur Xbox 360-Version greifen. Die ist zwar mit knapp 65 € nicht die billigste Fassung, konnte aber mit 69% die meisten Wertungspunkte abstauben. Wer keine Wahl hat, darf zumindest einen Blick riskieren: Vor allem im Mehrspielermodus macht MX vs. ATV: Untamed auch auf der PS2 Laune.

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