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Medieval II: Total War - Interview - Spezial PC


Looki.de : Medieval: Total War gilt so ziemlich als das beste Spiel der Total War-Reihe, daher wollen wir uns auf keinen Fall beschweren. Aber warum habt ihr euch angesichts der zahllosen geschichtlichen Themen, die man hätte wählen können, dieses Mal wieder für das Mittelalter entschieden?

Bob Smith: »Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens ist das Mittelalter in vielerlei Hinsicht das perfekte Setting für ein Total War-Spiel. Es bietet zahlreiche Einheitentypen, technologische Fortschritte, konstante Kriegsführung, Verrat, Intrigen und Konflikte zwischen Zivilisationen. Und zweitens hat sich in den vier Jahren, die seit der Veröffentlichung des Originaltitels vergangen sind, unsere Technologie immens verbessert, so dass wir in Medieval 2 den Glanz und die Pracht der Schlachten nun richtig festhalten und der mittelalterlichen Ära somit endlich gerecht werden können.«

Looki.de: Erwartet uns ein komplett neues Spiel oder ist Medieval 2 eher eine Evolution statt einer Revolution? Was sind eurer Meinung nach die größten Neuerungen?

Bob Smith: »In Medieval 2 wollen wir das bewährte Gameplay von Rome erheblich verbessern, es auf das Mittelalter übertragen und so einen neuen Maßstab für die Total War-Reihe schaffen, der in sämtlichen Bereichen neue Standards setzt: angefangen beim Kampagnenspiel bis hin zu den historischen und den Multiplayer-Schlachten.«

Looki.de: Welche Nationen und typischen Einheiten werden die Spieler in Medieval 2 kontrollieren können? Wird es hier große Unterschiede zum ersten Medieval geben?

Bob Smith: »Es wird 21 spielbare Seiten für benutzerdefinierte Schlachten und den Multiplayer-Modus geben: England, Frankreich, Schottland, das Heilige Römische Reich, Dänemark, Spanien, Portugal, Mailand, Venedig, die Papststaaten, Sizilien, Polen, Russland, Ungarn, Byzanz, die Türken, Ägypten, die Mauren, die Mongolen, die Timuriden und die Azteken.
Die endgültige Liste der spielbaren Seiten im Kampagnenspiel steht noch nicht fest, es wird aber eine große Auswahl an Seiten geben, deren Rolle der Spieler übernehmen kann. Wie ihr anhand der Liste sehen könnt, haben wir einige Seiten integriert, die im ursprünglichen Medieval-Spiel nicht enthalten waren, darunter Schottland, Portugal und Venedig. Sie alle verleihen der Kampagne ihre persönliche Note und selbstverständlich stellen ihre Truppen auch auf dem Schlachtfeld neue Herausforderungen dar.

Venedig beispielsweise wird besonders interessant sein. Die Venezianer beginnen die Kampagne mit einer aussichtslosen Startposition und keiner wirklich erhabenen Militärmacht. Sie müssen sich darauf konzentrieren, möglichst viel Geld zu scheffeln, um durch Bestechung, Attentate und Söldner zu Macht zu gelangen und ihren Einfluss zu vergrößern.«

Looki.de: Was sind die größten Verbesserungen im Bereich Strategie bei Medieval 2?

Bob Smith: »Zum einen wird die Kampagnenkarte durch mehrere neue strategische Einheiten wie Händler, Prinzessinnen und Priester belebt werden. Dadurch bekommen die Spieler mehr Gelegenheiten, mit anderen Seiten ohne Blutvergießen zu interagieren, außer natürlich sie entscheiden sich dazu, ihre Attentäter einzusetzen. Außerdem wird die Karte größer sein und dem Spieler im späteren Spielverlauf die Chance bieten, Amerika zu entdecken!

Der Vorstoß in diesen Kartenbereich und die Entdeckung der Neuen Welt wird reichhaltig belohnt, jedoch werden die Azteken ihren Besuchern keinen allzu freundlichen Empfang bereiten.«
 
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