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Geheimakte 2: Puritas Cordis - Review PC


Publisher: Deep Silver Entwickler: Fusionsphere Systems USK: 6 Jahre
Genre: Adventure Release: 29.08.2008 Mehr Informationen
PC
Nintendo DS
85%
Wii
85%

Grafik

8 Punkte

Sound

9 Punkte

Bedienung

10 Punkte

Spieltiefe

8 Punkte

Einstieg

8 Punkte

Multiplayer

0 Punkte

Grafik

Aufpoliert und gestriegelt!


schöne Umgebungen
abwechslungsreiche Orte
detailierte Charaktere
starke Atmosphäre
klare Texturen
keine Detailsuche
eher schwache Zwischensequenzen
Grafisch hat sich seit Tunguska wenig getan. Die Umgebungsgrafiken wurden genauso einer Frischzellenkur unterzogen, wie die Charaktere. Während die Zwischensequenzen modernen Standards nicht mehr wirklich entsprechen, hält die Ingame-Grafik noch immer die Messlatte für Adventures aufrecht und steckt sie ein klein wenig höher. Die Szenen tragen zur Atmosphäre bei. Ein Licht durchflutetes Sonnendeck auf einem Kreuzfahrtschiff sorgt für eine gewisse Urlaubsstimmung, der düstere Dschungel sorgt für bedrückende Orientierungslosigkeit und die noch viel düsteren Gemäuer einer alten Kirche führen gar zu einer Art Fluchtreflex. Dabei sind die Hintergründe noch sehr detailverliebt gestaltet, die Charaktere wirken authentisch und die Schauplätze, die auf einem Schiff, in Indonesien, Cambridge, New York und so weiter angesiedelt sind, wirken abwechslungsreich und sind wunderschön anzusehen. Das Inventar ist, wie im Vorgänger, übersichtlich und wichtige Details können nicht übersehen werden. Verwaschene Texturen und andere Grafikfehler fielen uns nicht auf. Alles, bis auf die angesprochenen Zwischensequenzen, wurde bis aufs Letzte poliert und glänzt. Lediglich einige Animationen hätten durchaus flüssiger daherkommen können. So sieht es schon etwas komisch aus, wenn neben Nina plötzlich ein improvisierter Wischmopp erscheint, den sie dann nimmt, um das Fenster „Bild für Bild“ sauber zu wischen.

Sound

Fast perfekt


wunderbare Sprachausgabe
tolle Soundeffekte
atmosphärische musikalische Untermalung
selten nervige Stimmen
Musikalisch bietet Puritas Cordis nicht nur ein wunderschönes Maintheme, sondern auch ansonsten nur höchste Qualität. Ob Soundeffekte oder musikalische Untermalung, alles stützt die mal düstere, mal heitere Atmosphäre ungemein. Die Sprachausgabe ist fast durch die Bank weg professionell und setzt teilweise sogar Maßstäbe. Kleinere Aussetzer gibt es trotzdem. So hat etwa ein kleiner Junge, die scheinbar nervigste Stimme der Welt. Kultig hingegen ist zum Beispiel der Auftritt von Donald Arthur, der Synchronstimme von Chefkoch aus South Park. Wer da nicht vor Lachen vom Stuhl fällt, ist selbst Schuld.

Bedienung

Besser gehts nicht


wunderbar leichte und eingängige Bedienung per Maus
übersichtliche Menüführung
Geheimakte 2 bedient sich kinderleicht und ausschließlich mit der Maus. Man untersucht jede einzelne Szene nach Hinweisen und Gegenständen, die zur Lösung des aktuellen Problems führen könnten, kombiniert sie anschließend miteinander und versucht so den nächsten Abschnitt bzw. die nächste Zwischensequenz zu erreichen. Die Steuerung ist dabei so komfortabel, wie sie nur sein kann, einem wird förmlich alles auf die Nase gebunden, was kein Rätsel ist.

Spieltiefe

Nichts neues, aber fast alles Top!


15 Stunden Rätselspaß
Aufgaben fast immer logisch
wunderbare Atmosphäre
tolle Geschichte
vier spielbare Charaktere
logischer Ablauf
fesselnd bis zum Schluss
selten konfuse Rätselstränge
nichts Neues
Geheimakte 2 bietet mehr als solide Rätselkost. Knapp 15 Stunden wird ein normaler Spieler benötigen, um den Abstand zu Gesicht zu bekommen. Dabei reist er mit vier abwechslungsreichen Charakteren durch die ganze Welt, von Indonesien bis nach Nordamerika und löst dabei eine der spannendsten Geschichten der letzten Zeit. Wirkliche Neuerungen gibt es jedoch kaum zu entdecken. Puritas Cordis spielt sich wie der direkte Nachfolger von Tunguska, in eben diesem Sinne. Die Dialoge sind wieder einmal exzellent ausgefeilt und unterhalten durchgehend gut, binden den Spieler gar an die Charaktere, die Rätsel sind abwechslungs- und zahlreich. Das Genre und die Zielgruppe, die das Spiel bedient, wird zufriedenstellend repräsentiert. Einige Minispielchen sorgen für Abwechslung. Wirkliche Innovationen in Sachen Spieldesign sucht man allerdings vergebens.

Einstieg

Nicht für jeden geeignet?


toll inszenierter Einstieg
einfache Rätsel zu Beginn
gemächlich ansteigender Schwierigkeitsgrad
kein Tutorial
für Profis generell zu einfach
Der Einstieg wird zwar nicht von einem Tutorial begleitet, dies ist aber auch nicht nötig. Cineastisch inszeniert fesselt der Beginn den Spieler sofort an die Mattscheibe und gibt dabei genug Zeit, sich mit dem Spiel vertraut zu machen. Das erste Kapitel strotzt sowieso nur so vor Anfängerrätseln. Zudem kommt noch der serientypische Snoop Key, der dem Spieler jede einzelne Szene aufteilt und zeigt, wo interessante Dinge zu finden sind. Ab und an ist trotzdem mal eine schwere Nuss dabei, die jedoch meist mit logischen Überlegungen zu knacken ist. Für Profis ist das Ganze wohl einen Tick zu einfach. Alle anderen werden sich über eine ausgewogene Schwierigkeit und keine Dead-Ends freuen.

Fazit von Riad Oelschlägel

Geheimakte 2: Puritas Cordis erfindet das Rad nicht neu. Selbst die Veränderungen in technischer Sicht zum Vorgänger sind nur marginal. Gleiches gilt für die spielerische Seite. Trotzdem zieht auch das zweite Abenteuer von Nina und ihren Kammeraden wohl jeden Adventurefan sofort in seinen Bann. Die Schauplätze strotzen nur so vor Details, die Geschichte ist wendungsreich und spannend und die Rätsel zumeist logisch und motivierend. So kann man sich gute 15 Stunden über ein gelungenes und flüssig spielbares Adventure freuen, dass zwar ohne großartige Innovationen, dafür aber mit viel Charme und noch mehr Routine daherkommt. Wer Point 'n Click-Adventures mag, sollte auf jeden Fall zugreifen, doch auch Spieler, die diesem Genre eher abgeneigt gegenüber stehen, dürfen einen Blick riskieren. Auch die zweite Geheimakte strotzt vor Spielspaßindikatoren.

Kommentare (5)

geschrieben am 23.08.2008 um 22:48

orangeorangeorange

Neuer Benutzer

Kommentar #05
1 Beiträge

Geheimakte 2: Puritas Cordis - Review

Hallo an alle!
Habe auch gerade die demo durchgespielt und bin nicht enttäuscht worden. Der Schwierigkeitsgrad war wieder so wie bei Teil 1 - wobei ein wenig mehr denkarbeit auch ganz nett gewesen wäre. neija, das nur nebenbei. die Grafik und das gameplay können überzeugen, auch die sound fx und die synchro-stimmen sind sehr gut und machen richtig spaß. die story klingt interessant und die demo macht appetit auf mehr...

und was mir noch aufgefallen ist:

ACHTUNG SPOILER!


















die zwei Männer am Anfang, welche den typen dann erschießen, heißen Wedges und Bigs - so hießen auch die zwei Soldaten aus Final Fantasy XIII (und eventuell anderen Teilen).

weiterhin ist mir noch eine Hommage an einen Monthy Pythons Sketch aufgefallen ("Der Papagei ist tot" oder im Original: "Dead Parrot"), der auf deutsch in dem Film "Monthy Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft" zu sehen ist. Im Sketch nennt der Käufer im Tiergeschäft fast genau die selben Ausdrücke, um zu sagen, dass der Papagei tot ist, wie Nina es tut, als sie Herrn Li erklärt, dass die Klingel im Waschraum eine "Ex-Klingel" ist. (vgl. YouTube - Der Papagei ist tot)

Beste Grüße!
orange

geschrieben am 21.08.2008 um 12:01

bertman83

Möchtegern

Kommentar #04
149 Beiträge

Geheimakte 2: Puritas Cordis - Review

Hab gestern die Demo angespielt, hat schon wieder ein rießen Spaß gemacht und man war sofort in der Story vertieft. Wäre echt ne ÜBerlegung wert.

Christopher_Link

geschrieben am 19.08.2008 um 15:46

Christopher_Link

Community Manager

Kommentar #03
11585 Beiträge

Geheimakte 2: Puritas Cordis - Review

Wurde bezüglich meiner Erwartungen, die ich seit der Preview-Fassung gehegt habe, nicht enttäuscht ;-)

Hardcora

geschrieben am 18.08.2008 um 05:14

Hardcora

Frau mit der Peitsche a. D.

Kommentar #02
417 Beiträge

Geheimakte 2: Puritas Cordis - Review

Wollte mir das Spiel sowieso zulegen.. dank Review hab ichs auch gleich mal bestellt :D
Aber nur so nebenbei .. Innovationen in einem Adventure? Wie war das nochmal mit Story und so..? ;)
Ich kann jedenfalls sehr gut ohne "tolle" neue Ideen leben, solange mich das Spiel bis zum Ende hin fesselt :D

Achja.. "Knapp 15 Stunden wird ein normaler Spieler benötigen, um den Abstand zu Gesicht zu bekommen." Abstand? ^^

gulaschsuppn

geschrieben am 16.08.2008 um 01:36

gulaschsuppn

Padawan

Kommentar #01
626 Beiträge

Geheimakte 2: Puritas Cordis - Review

Hoffendlich kommt bald die Wii Umsetzung :)

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